Sonderausstellungen


Zwischen Krieg und Frieden - Waldlager der Roten Armee in Brandenburg 1945
Laufzeit: 06.September bis 30.Oktober 2016

Mehr als 70 Jahre nach Kriegsende finden sich in Brandenburgs Wäldern Funde aus der Zeit der deutschen Kapitulation 1945. Militärisch exakt an Waldwegen wurden Blockhäuser im Russischen "semljanka" (Unterstand) nach Dienstvorschrift errichtet. Hier liegen Reste des Alltags der "Rotarmisten": Ausrüstung, Abzeichen, Kennmarken Kriegsgefangener; Essgeschirre, Feldflaschen, Besteck, als Lampen dienende Geschosshülsen - manches mit kyrillischen Inschriften.
Das Bedürfnis, sich mit dem Sieges-Symbol zu schmücken, zeigen Wehrmachts-Koppelschlösser mit ausgelöschtem Hakenkreuz und darüber geritztem Sowjetstern. Ziviles Material wie Schmuck, Uhren, Wasserhähne und Fahrradteile scheint bekannte Erzählungen der Zeit zu bestätigen.
Die Funde sind Zeugnis von Aneignung und Überwindung, konkret wie auch symbolisch, und werfen viele Fragen auf - die Forschung hat gerade erst begonnen.


Wanderausstellung 

Waffenbrüderschaft in der DDR - Konstruktion einer Tradition
Eröffnung: 22. September 2016

Im Oktober 1970 begann in der DDR das Manöver „Waffenbrüderschaft“. Es war das erste Manöver des Warschauer Pakts, an dem alle sieben Mitgliedsstaaten teilnahmen. Obgleich es nicht das erste Großmanöver mit verbündeten Armeen war, so stellte es doch nach zwei Jahrzehnten Aufbauarbeit in der Nationalen Volksarmee den militärpolitischen Durchbruch für die DDR dar.
Die Ausstellung spannt den Bogen von den Ursprüngen der ostdeutsch-sowjetischen Waffenbrüderschaft kurz nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Selbstauflösung des Warschauer Paktes im Jahr 1991.