Deutsch-Russisches Museum Berlin- Karlshorst
ehemaliges Offizierskasino der Pionierschule I Museum Berlin-Karlshorst, 2001


Kapitulationssaal im Museum
Berlin-Karlshorst
Museum Berlin-Karlshorst

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Ausstellung "Foto-Feldpost" im Saal für Wechselausstellungen
Museum Berlin-Karlshorst
Foto: Eva-Maria Heise

Das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst

Nach den deutsch-sowjetischen Vereinbarungen über den Abzug der sowjetischen Streitkräfte aus Deutschland einigten sich beide Seiten bereits 1990, an diesem Ort gemeinsam an das historische Ereignis zu erinnern, mit dem der Zweite Weltkrieg und die nationalsozialistische Herrschaft beendet wurden. Die schmerzhafte Bedeutung dieses Krieges für beide Länder führte zu der bisher einmaligen Gründung eines Museums, in dem die ehemaligen Kriegsgegner gemeinsam an diesen Krieg erinnern. Träger des Museums ist ein von beiden Partnern getragener Verein.

Die Ausstellungsstücke des ehemaligen Kapitulationsmuseums bildeten die Basis für die neue Ausstellung, Museen beider Länder und Privatpersonen fügten zahlreiches Material hinzu. Ergänzend zu der Präsentation historischer Originalstücke vermittelt eine Dokumentation mit Text- und Bildmaterial wesentliche Informationen. Dazu kommen filmische und akustische Dokumente.

Eröffnet wurde das Museum zum 50. Jahrestag des Kriegsendes in Europa am 10. Mai 1995.

Seither präsentiert sich das Museum nicht allein mit seiner Dauerausstellung den Besuchern. Zahlreiche Veranstaltungen wie die jährlichen Veranstaltungen zum 8. Mai ("Erinnerung an den Frieden"), Diskussionen, Filmreihen, Musikveranstaltungen, Lesungen, wissenschaftliche Tagungen runden das Profil des Museums auch als Ort der Begegnung (nicht nur) zwischen Deutschen und Russen ab.

Wechselausstellungen bieten darüber hinaus die Möglichkeit, einzelne Fragen und Aspekte der Kriegs- und der deutsch-sowjetischen Beziehungsgeschichte zu vertiefen. Zu diesen Sonderausstellungen erscheint jeweils ein (meist zweisprachiger) Begleitband.