zur Startseite GebäudeMuseumSammlungServiceInternLinksFörderer
zur Startseite
Leitbild
Dauerausstellung
Sonderausstellung
Rezeption

 
Museum . Dauerausstellung . Kapitel 6. Langtextversion

LANGTEXTVERSION


Soldatenalltag
 

Fast zehn Millionen Deutsche und Österreicher waren kürzer oder länger als Soldaten der Wehrmacht an der Ostfront, auf sowjetischer Seite waren es mehr als 25 Millionen Männer und über eine Million Frauen. Die meisten von ihnen sind, ohne gefragt zu werden, aus dem zivilen Leben in ein durch massiven Zwang und Todesgefahr bestimmtes Leben als Soldat geschickt worden. Sie sind durch diesen Krieg geprägt und auch bei körperlicher Unversehrtheit verletzt worden.

Kampfhandlungen machten nur einen sehr kleinen Teil des Soldatenlebens aus. Lange Märsche und körperliche Strapazen, Wachdienst und als sinnlos empfundenes Warten, Leben in einer zerstörten Umgebung mit provisorischen Unterkünften und Schlafgelegenheiten, oft unter extremen klimatischen Bedingungen, unregelmäßige, häufig unzureichende Mahlzeiten, Schmutz und Ungeziefer, dazu die permanente Angst vor Verwundung, Verstümmelung oder Tod - all das kennzeichnete den Alltag der Soldaten auf beiden Seiten. Für die sowjetischen Soldaten war das Leben in der Regel mit noch größeren Härten verbunden (so war die Verpflegung um vieles knapper, Urlaub war für Soldaten in keinem Fall vorgesehen), grundsätzlich aber haben die Soldaten beider Seiten dieselben Erfahrungen gemacht.

Ablenkung boten in der knappen Freizeit vor allem Alkohol sowie Kartenspiel und Lektüre. Die Postverbindung mit der Heimat hielt noch Bindungen an ein anderes Leben aufrecht. Beziehungen zu Frauen waren für die zumeist jungen Männer die seltene Ausnahme.

 
KURZTEXTVERSION
 
 
   Deutscher Soldat bringt warme Verpflegung in die Stellung

   Raumfoto mit Lesetisch, Hörstation, Fotowand und Monitor

   Raum 6 Soldatenalltag

 <<Kapitel 5.1   Übersicht   Kapitel 7>> nach oben