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Museum . Dauerausstellung . Kapitel 8.1

Besatzung
 

Das deutsche Besatzungsregime in der UdSSR war in verschiedene Verwaltungseinheiten unterteilt. Die Operationsgebiete des Heeres unterstanden der Militärverwaltung, die "gesicherten" Gebiete wurden der Zivilverwaltung übergeben. Sonderregelungen existierten für den Wirtschaftsbereich unter Leitung des Beauftragten für den Vierjahresplan, Hermann Göring sowie für die "polizeiliche Sicherung", die dem Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei, Heinrich Himmler unterstand.
Die fehlende Kompetenzabgrenzung und die zahlreichen Sonderbefugnisse führten zu ständigen Konflikten zwischen den beteiligten Dienststellen. Das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete unter Leitung von Alfred Rosenberg war nominell die Zentralbehörde der Zivilverwaltung. Das Ministerium konnte sich aber nicht einmal gegenüber seinen Statthaltern vor Ort, den sog. Reichskommissaren Ostland bzw. Ukraine, durchsetzen. In den Machtkämpfen gelang es insbesondere Heinrich Himmler, seinen Herrschaftsbereich immer stärker auszubauen.
Über die Form deutscher Herrschaftspraxis und die politische Zukunft der besetzten Gebiete bestanden auf deutscher Seite unterschiedliche Vorstellungen. Das Spektrum der Entwürfe reichte von einer 'moderaten' Kolonialpolitik bis hin zu rücksichtsloser Ausbeutungs- und Vernichtungsstrategie. Gemeinsam jedoch war allen Fraktionen die Überzeugung von der Rechtmäßigkeit und Dauerhaftigkeit der deutschen Besatzungsherrschaft in der UdSSR.

 
 
   Werkhalle in einer Panzerfabrik

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