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Wenige Tage nach dem deutschen Überfall rief Stalin die sowjetische
Bevölkerung zum Partisanenkrieg auf. Sein Appell fand zunächst
eher geringe Resonanz, doch durch die Erfahrung der deutschen Besatzungspolitik
nahm der Widerstand zu. Selbst in den baltischen und westukrainischen
Gebieten, in denen der Einmarsch der deutschen Truppen anfangs auf
ein positives Echo getroffen war, wuchs die Partisanenbewegung an.
Die Schätzungen für das gesamte besetzte Territorium belaufen
sich auf ca. 280.000 aktive Partisanen sowie 700.000 bis 1,3 Mio.
Partisanenhelfer.
Die Aktionen der Partisanen waren vor allem gegen die deutschen
Versorgungseinrichtungen und Transportwege gerichtet. Zur Koordinierung
der Widerstandsaktionen wurde im Mai 1942 der "Zentrale Stab
der Partisanenbewegung" geschaffen, dessen Leitung der Vorsitzende
der KP Weißrusslands, Ponomarenko, übernahm.
Der aktive Partisanenkampf war für die Integration der sowjetischen
Gesellschaft im Krieg von großer Bedeutung. Mit seiner Hilfe
sollte das Bewusstsein des einheitlichen Volkskampfes unter Führung
der Partei gestützt werden. Neben der zentral organisierten
Widerstandsbewegung existierten aber auch zahlreiche selbständige
Partisanengruppen, die zum Teil an zwei Fronten kämpften: gegen
die deutsche und gegen die sowjetische Seite.
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