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Museum . Dauerausstellung . Kapitel 8.4

Partisanen
 

Wenige Tage nach dem deutschen Überfall rief Stalin die sowjetische Bevölkerung zum Partisanenkrieg auf. Sein Appell fand zunächst eher geringe Resonanz, doch durch die Erfahrung der deutschen Besatzungspolitik nahm der Widerstand zu. Selbst in den baltischen und westukrainischen Gebieten, in denen der Einmarsch der deutschen Truppen anfangs auf ein positives Echo getroffen war, wuchs die Partisanenbewegung an. Die Schätzungen für das gesamte besetzte Territorium belaufen sich auf ca. 280.000 aktive Partisanen sowie 700.000 bis 1,3 Mio. Partisanenhelfer.
Die Aktionen der Partisanen waren vor allem gegen die deutschen Versorgungseinrichtungen und Transportwege gerichtet. Zur Koordinierung der Widerstandsaktionen wurde im Mai 1942 der "Zentrale Stab der Partisanenbewegung" geschaffen, dessen Leitung der Vorsitzende der KP Weißrusslands, Ponomarenko, übernahm.
Der aktive Partisanenkampf war für die Integration der sowjetischen Gesellschaft im Krieg von großer Bedeutung. Mit seiner Hilfe sollte das Bewusstsein des einheitlichen Volkskampfes unter Führung der Partei gestützt werden. Neben der zentral organisierten Widerstandsbewegung existierten aber auch zahlreiche selbständige Partisanengruppen, die zum Teil an zwei Fronten kämpften: gegen die deutsche und gegen die sowjetische Seite.

 
 
   Partisanen durchqueren einen Fluß, Weißrussland

   Werkzeug und Waffenteil einer weißrussischen Partisanenwerkstatt - Flugblatt der Partisanen für die Bevölkerung

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