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Von Ende 1941 bis in den Spätsommer 1944 wurden im sog. "Russeneinsatz"
eine Million Kriegsgefangene und über 2,8 Millionen zivile
Arbeitskräfte nach Deutschland gebracht, die bei minimaler
Versorgung ein Maximum an Leistung erbringen mussten. Zehntausende
von ihnen starben an Hunger, Entkräftung und Krankheiten. Nach
dem Krieg wurden vor allem die Kriegsgefangenen von der Sowjetführung
der Kollaboration oder pauschal des Vaterlandsverrats verdächtigt,
kamen in Straflager oder wurden auf andere Weise diskriminiert.
Von den 3,15 Millionen deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion
kamen - legt man neuere Forschungsergebnisse zugrunde - etwa 400.000
bis 600.000 um, nicht als Ergebnis einer gezielten Vernichtungsstrategie,
sondern in Folge der mangelhaften Versorgungslage insbesondere während
des Krieges, sowie von Desorganisation, Korruption und Willkür.
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