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Der ehemalige sowjetische Stadtkommandant Nikolai Bersarin soll
nach Ansicht der CDU/CSU-Bundestagsabgeordneten Vera Lengsfeld,
Günter Nooke und Hartmut Koschyk nicht wieder in die Ehrenbürgerliste
der Stadt Berlin aufgenommen werden. Bersarin sei für "unvorstellbare
Verbrechen an der deutschen Zivilbevölkerung" bei der Eroberung
der deutschen Ostgebiete mit verantwortlich, meinten die drei Abgeordneten
gestern in einem Brief an Bundestagspräsident Wolfgang Thierse.
Thierse habe den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Eberhard
Diepgen, kürzlich um eine erneute Ehrenbürgerschaft Bersarins gebeten.
Bersarin war von Ende April bis Ende Juni 1945 Stadtkommandant von
Berlin. Er erhielt 1972 posthum die Ehrenbürgerschaft von Ost-Berlin,
wurde aber 1992, nach der Vereinigung, gestrichen.
Das Berliner Parlament hatte am 18. Mai die erneute Aufnahme Bersarins
in die Ehrenbürgerliste kontrovers diskutiert und den Fall in den
Kulturausschuss überwiesen.
Der Stadtkommandant sei von der Ehrenbürgerliste gestrichen worden,
weil ihm fälschlich unterstellt worden sei, für die Deportation
von 47 000 Menschen verantwortlich gewesen zu sein, heißt es in
einem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Neben den Grünen
sprachen sich auch die PDS und die SPD für eine Rehabilitation aus.
Die CDU lehnte dies ab.
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