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Christine Richter
Der erste sowjetische Stadtkommandant von Berlin, Nikolai Bersarin,
wird nicht wieder zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Der Regierende
Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) lehnte die Verleihung der Würde
jetzt endgültig ab und setze sich damit über das Votum des Abgeordnetenhauses
hinweg. Die beiden Bürgermeister, Klaus Böger (SPD) und Eckart Werthebach
(CDU), bestätigten am Donnerstag im Abgeordnetenhaus die Senatsentscheidung.
1992 wurden die Ehrenbürgerlisten von Ost- und West-Berlin zusammengeführt.
Bersarin war damals von der Liste gestrichen worden, weil ihm vorgeworfen
wurde, im Zweiten Weltkrieg für die Ermordung von Hunderten Menschen
im Baltikum verantwortlich gewesen zu sein. Dies erwies sich später
als falsch. SPD, PDS und Grüne forderten deshalb, Bersarin wieder
zum Ehrenbürger zu ernennen. Die CDU-Fraktion lehnte dies ab. Der
Generaloberst der Roten Armee war vom 28. April bis 16. Juni 1945
Stadtkommandant von Berlin. Die Ehrenbürgerwürde wurde ihm 1965
vom Ostberliner Magistrat verliehen.
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