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Museum . Rezeption . Berliner Morgenpost, 13.10.2000

Bersarin wird nicht wieder Ehrenbürger
Senat lehnt Verleihung des Titels endgültig ab

 

Christine Richter

Der erste sowjetische Stadtkommandant von Berlin, Nikolai Bersarin, wird nicht wieder zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) lehnte die Verleihung der Würde jetzt endgültig ab und setze sich damit über das Votum des Abgeordnetenhauses hinweg. Die beiden Bürgermeister, Klaus Böger (SPD) und Eckart Werthebach (CDU), bestätigten am Donnerstag im Abgeordnetenhaus die Senatsentscheidung. 1992 wurden die Ehrenbürgerlisten von Ost- und West-Berlin zusammengeführt. Bersarin war damals von der Liste gestrichen worden, weil ihm vorgeworfen wurde, im Zweiten Weltkrieg für die Ermordung von Hunderten Menschen im Baltikum verantwortlich gewesen zu sein. Dies erwies sich später als falsch. SPD, PDS und Grüne forderten deshalb, Bersarin wieder zum Ehrenbürger zu ernennen. Die CDU-Fraktion lehnte dies ab. Der Generaloberst der Roten Armee war vom 28. April bis 16. Juni 1945 Stadtkommandant von Berlin. Die Ehrenbürgerwürde wurde ihm 1965 vom Ostberliner Magistrat verliehen.

 

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