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Museum . Sonderausstellung . Mascha, Nina und
Katjuscha
Mascha, Nina und Katjuscha
Frauen in der Roten Armee 1941 - 1945
Ausstellung 16. November 2002 - 23. Februar 2003
Eröffnung am 15. November 18.00 Uhr
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Um den Kriegseinsatz von mehr als 800 000 Frauen
in der Roten Armee ranken sich Schreckbilder und Mythen. Den Deutschen
galten sie als "Flintenweiber", als herausragende Beispiele
bedrohlicher Entartung. In der sowjetischen Überlieferung war
dagegen die Heroisierung der Soldatinnen, vor allem als Scharfschützinnen
oder Bomberpilotinnen, dominierender Bestandteil der öffentlichen
Erinnerung. Von der Lebensrealität der Mehrzahl der Frauen in
Uniform ist in diesen Bildern nicht viel zu finden, so ist über
ihren Kriegseinsatz und ihren Alltag bis heute nur wenig bekannt geworden.
Die Ausstellung thematisiert Mythen wie Schreckbilder und setzt ihnen
die vielschichtige Realität gegenüber: Wo wurden Frauen
vorrangig eingesetzt, wie viele kämpften mit der Waffe oder standen
an der Front unter Feuer? Wo waren die Parallelen, wo die Unterschiede
zum Fraueneinsatz in anderen Armeen des Zweiten Weltkrieges? Welche
Verluste forderte der Krieg unter den Soldatinnen? Welche Chancen
einer militärischen Karriere hatten Frauen?
Die Ausstellung thematisiert auch die Frage nach dem, was zwischen
Männern und Frauen im Militär war. Und die Frauen selbst
kommen zu Wort, wie sie ihr Leben im Krieg gesehen haben und wie sie
sich rückblickend als Veteraninnen an den Krieg erinnern.
Das Thema der Frauen an der Front bezieht sich nicht nur auf eine
fremde Gesellschaft in einer fernen Vergangenheit. Seit dem Jahr 2001
können Frauen auch in der Bundeswehr praktisch in allen Bereichen
Dienst leisten. Zweifellos war der Kriegseinsatz von Frauen in der
Roten Armee der konsequenteste Vorläufer dieser Entscheidung.
Zur Ausstellung ist im Christoph Links Verlag ein Begleitband erschienen
(Paperback im Museum 15 € plus Versandkosten; Hardcover im Buchhandel
19,90 €). |
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