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Museum . Sonderausstellung . Mordfelder

Mordfelder. Henning Langenheim. Orte der Vernichtung im Krieg gegen die Sowjetunion
Ausstellung vom 28. Januar bis 18. April 1999


"Dieses ‚Hier ist es gewesen' umschreibt für mich am ehesten den Wert, den diese sechsjährige Ar-beit für mich hatte. Die Bilder zeigen, dass diese Orte der realen Welt angehörten und an-gehören." (Henning Langenheim)

Mordfelder

   

Wie kann an die großen Verbrechen des nationalsozialistischen Völkermordes erinnert werden? Alle Antworten müssen angesichts der Dimension der Tat immer zu kurz greifen, mehr als Annäherung wird nie möglich sein. Nicht die künstlerische Symbolisierung oder die Inszenierung, die die Realität nachstellt sind Langenheims Sache. Mordfelder - die Alltäglichkeit ihres gegenwärtigen Zustands, der wir mit unserem Vorwissen konfrontiert werden, holt die Tat in die eigene Realität zurück.

In diesem dritten Teil seines großen Projekts "Memorials" verweist der Fotograf auf die Orte des Völkermords in der ehemaligen Sowjetunion, die anders als die Mordstätten Polens in unserem Gedächtnis fast keinen Raum haben. Auschwitz, Majdanek, Treblinka sind uns vertraute Chiffren des Schreckens: Riga, Trostenez, Masjukowschtschina, Odessa wecken in der öffentlichen Erinnerung keine Resonanz. Die Konfrontation mit diesen Orten in der Sowjetunion kann auch die geläufigen Vorstellungen von der Dimension des Völkermords revidieren.
 

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   Berditschew 1997, zwei Massengräber bei Mirny

    Brest 1993, Festung