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Museum . Sonderausstellung . Mordfelder

Mordfelder. Henning Langenheim. Orte der Vernichtung im Krieg gegen die Sowjetunion
Ausstellung vom 5. November 2004 bis 30. Januar 2005



Mordfelder

   

Im Jahr 1999 zeigte das Museum Berlin-Karlshorst mit großer Resonanz künstlerisch-dokumentarische Arbeiten des Berliner Fotografen Henning Langenheim über die Orte deutscher Massenmorde im Krieg gegen die Sowjetunion. Der Autor benannte sein Interesse: "Das ‚Hier ist es gewesen' umschreibt für mich am ehesten den Wert, den diese Arbeit für mich hatte: Die Bilder zeigen, daß Orte wie Babij Jar der realen Welt angehörten und angehören."

Henning Langenheim ist am 6. März dieses Jahres überraschend gestorben. In Erinnerung zeigt das Museum Berlin-Karlshorst die Fotoausstellung noch einmal.

Wie kann an die großen Verbrechen des nationalsozialistischen Völkermordes erinnert werden? Alle Antworten müssen angesichts der Dimension der Tat immer zu kurz greifen, mehr als Annäherung wird nie möglich sein. Nicht die künstlerische Symbolisierung oder die Inszenierung, die die Realität nachstellt sind Langenheims Sache. Mordfelder - die Alltäglichkeit ihres gegenwärtigen Zustands, der wir mit unserem Vorwissen konfrontiert werden, holt die Tat in die eigene Realität zurück.

In diesem dritten Teil seines großen Projekts "Memorials" verweist der Fotograf auf die Orte des Völkermords in der ehemaligen Sowjetunion, die anders als die Mordstätten Polens in unserem Gedächtnis fast keinen Raum haben. Auschwitz, Majdanek, Treblinka sind uns vertraute Chiffren des Schreckens: Riga, Trostenez, Masjukowschtschina, Odessa wecken in der öffentlichen Erinnerung keine Resonanz. Die Konfrontation mit diesen Orten in der Sowjetunion kann auch die geläufigen Vorstellungen von der Dimension des Völkermords revidieren.

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   Berditschew 1997, zwei Massengräber bei Mirny

    Brest 1993, Festung