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Timofej Melnik hat den Krieg vom Beginn im Jahre 1941 bis zur Kapitulation
in Berlin-Karlshorst im Foto festgehalten. Seine eindrucksvollen
Arbeiten dokumentieren diesen Weg, von denen vor allem die Bilder
der zerstörten Städte sich im Gedächtnis des Betrachters
einprägen: die Wälder der gemauerten Schornsteine, die
von den Holzstädten übriggeblieben waren, das riesige
Trümmerfeld der Millionenstadt Kiew und schließlich Berlin
als Trümmer- und Leichenfeld. Die Hälfte der Bilder dieser
Ausstellung zeigen Berlin am Ende des Krieges.
Timofej Melnik fotografierte nicht nur den sowjetischen Triumph
in Berlin. Wohl kein anderer hat hier im April und Mai 1945 das
Elend der Besiegten eindrücklicher festgehalten. Gerade zu
einem Zeitpunkt, an dem sich die "Berliner Republik" ein
neues repräsentatives Zentrum gestaltet, ist ein erinnernder
Blick, etwa auf die Friedrichstrasse Anfang Mai 1945, ein notwendiges
Moment in der historischen Verortung des neuen Machtzentrums.
Nicht nur für Berliner ein Stück Heimatkunde.
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