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Museum . Sonderausstellung . Dokument und Konstrukt

Dokument und Konstrukt. Arkadij Schaichet.
Fotografie zwischen N.E.P und Großem Vaterländischen Krieg
Fotoausstellung vom 29. März bis 27. Mai 2001

Dokument und Konstrukt

   

Er gehörte in den zwanziger Jahren zu den Pionieren des neuen Sehens in der Fotografie: Arkadij Schaichet (1898 - 1959), der als Retuscheur zur Fotografie kam und sein Handwerk als Bildreporter erlernte. Mit der neuen Perspektive seiner Arbeiten seit der Mitte der zwanziger Jahre nimmt er einen Platz unter den Klassikern der fotografischen Moderne ein. Seine Arbeiten zeigen zugleich, dass er als Fotojournalist nie den Bezug zum abgebildeten Gegenstand oder Ereignis verloren hat. Die von der Obrigkeit erzwungene Abwendung von der Formsuche der Fotografie in den dreißiger Jahren traf ihn daher nicht im Kern, so konnte er durchaus Elemente der Innovation erhalten.

Der Krieg, den er von 1941 bis 1945 als Reporter dokumentierte und in dem er zugleich durch seine Veröffentlichungen mitkämpfen wollte, stellte andere Anforderungen an den Fotografen: Der Anspruch des Staates, aber wesentlich auch die Realität des Krieges verlangten eine andere Wahrnehmung und Formung als die Arbeit im Frieden. Als deren Resultat sind uns eine Reihe von eindrücklichen Bildern überliefert, die in der russischen Fototradition inzwischen zu Klassikern der Kriegsfotografie geworden sind. In dieser Ausstellung wie auch im Begleitband werden Schaichets Kriegsfotos daher gleichgewichtig neben seine frühen Arbeiten gestellt, werden Veränderung wie auch Kontinuität der Bildsprache erkennbar.

Begleitband und Katalog im Espresso-Verlag
 

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