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Museum . Sonderausstellung . Pressemitteilung "Triumph und Trauma"

Pressemitteilung "Triumph und Trauma. Sowjetische und postsowjetische Erinnerung an den Krieg 1941-1945 "

Eine Sonderaustellung des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst
Eröffnung: am 4. Mai 2005; Laufzeit: 5. Mai - 28. August 2005

Triumph & Trauma

   

Berlin, den 1. Dezember 2004

Das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst bereitet zum 60. Jahrestag des Kriegsendes eine Sonderausstellung zur Kriegserinnerung in der Sowjetunion/Rußland vor. Die Sowjetunion hatte unter allen Nationen die größten Verluste und Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg erlitten. In der öffentlichen Erinnerung ist der Tag des Sieges, der 9. Mai 1945, als Triumph über den Angreifer und als Befreiung Europas von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verankert. Der "Große Vaterländische Krieg" nimmt bis heute einen zentralen Platz im kollektiven Gedächtnis und kulturellen Selbstverständnis der russischen Gesellschaft ein.

Die Ausstellung will die verschiedenen Formen und Funktionen von Erinnerung darstellen. Sie zeigt, wie die politische Führung in verschiedenen Phasen die Erinnerung an den Sieg funktionalisierte, um die Macht und die Politik der KPdSU nach innen wie nach außen zu legitimieren. In der Propaganda des Kalten Krieges diente der Siegermythos dazu, die Überlegenheit der sowjetischen Großmacht sowie des sozialistischen Systems nachzuweisen.

Die Ausstellung thematisiert die Wechselwirkung von staatlicher Erinnerungspolitik und individuellem Gedenken. Neben der von Partei und Staat geformten Kriegserinnerung soll ein Akzent auf die gesellschaftliche und private Kriegserinnerung gesetzt werden. Die Ausstellung zeigt nicht nur die Großmonumente (wie etwa in Wolgograd und Brest), sondern auch kleine dörfliche Denkmäler, nicht nur Bilder von Paraden auf dem Roten Platz, sondern auch von Veteranentreffen am Rande der staatlichen Feierlichkeiten, nicht nur die offizielle Ehrung von Helden, sondern auch private Trauer und Erinnerung innerhalb der Familie.

Die Ausstellung verweist auf die wesentliche Rolle, die Kunst, Literatur und Film in der Erinnerungskultur bis heute spielen. Eine begleitende Film- und Literaturreihe wird diesen Aspekt aufgreifen.

Die Ausstellung wird in enger Kooperation mit russischen, weißrussischen und ukrainischen Museen und Archiven vorbereitet.

Kontakt: Christine Glauning, Andrea Moll, Tel: (030) 50 15 08-51.
kontakt@museum-karlshorst.de
 

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