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In der wissenschaftlichen wie öffentlichen Debatte hat die Eröffnung der zweiten Front durch die britisch-amerikanischen Expeditionsstreitkräfte im Zweiten Weltkrieg große Beachtung erfahren. Weit weniger im öffentlichen Bewusstsein verankert ist das Leih- und Pachtgesetz, mit dem die Vereinigten Staaten zahlreiche am Krieg gegen Deutschland beteiligte Länder mit Wirtschaftslieferungen unterstützten. Kurz nach dem deutschen Überfall erhielt auch die UdSSR wichtige Wirtschaftshilfe im Rahmen von "Lend-Lease".
Das Zentrale Museum des Großen Vaterländischen Krieges präsentierte 2007 in Moskau erstmals eine Ausstellung über die Wirtschafts- und Rüstungslieferungen an die UdSSR. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen vor allem Fakten und Daten, die Bezifferung von Art und Umfang der Lieferungen und die Darstellung der Transportwege im Mittelpunkt. Die Ausstellung war ein Ereignis, weil sich das wichtigste russische Museum zur Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg einem bis dahin unbeachteten Kapitel der Kriegesgeschichte zuwandte.
Das Zentrale Museum des Großen Vaterländischen Krieges wurde 1995 zum 50. Jahrestag des Kriegsendes auf dem sogenannten "Verneigungshügel" in Moskau eröffnet. In einer monumentalen Ausstellung und auf einem als "Park des Sieges" gestalteten Freigelände erzählt es die Geschichte des deutsch-sowjetischen Krieges und gedenkt der sowjetischen Helden und Opfer.
Das Museum des Großen Vaterländischen Krieges ist Partner des Museums Berlin-Karlshorst und präsentiert sich zum ersten Mal in Deutschland.
Finissage:
So 21.06.2009 18:00
Dr. Andreas Etges (Professor für Geschichte Nordamikas, John-F.-Kennedy Institut, FU Berlin): Vortrag zum Thema "Lend-Lease"
Eintritt frei
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