|
Durch die Gründung St. Petersburgs 1703 erhielt das russische Reich im Norden einen eisfreien Hafen. Archangelsk, dessen Hafen im Winter monatelang zugefroren war, verlor dadurch seine bis dahin überragende Bedeutung als Außenhandelshafen. Im II. Weltkrieg spielte Archangelsk wieder eine wichtige Rolle als Nachschubhafen, über den die USA Kriegsgüter und Lebensmittel für die Rote Armee lieferten.
Ein wichtiger Programmpunkt der Reise ist die Beschäftigung mit dem berüchtigten GULAG-System. Auf der größten Insel des Solovki-Archipels im Weißen Meer wurde bald nach der Gründung der Sovjetunion ein Arbeitslager geschaffen, das zur Keimzelle des GULAG wurde. 1931 lebten hier bereits über 70.000 Häftlinge.
Ein Besuch der Mudjug-Insel ist diesem Thema gewidmet, mit dem sich intensiv die russ. Gesellschaft MEMORIAL beschäftigt. Während des dreitägigen Aufenthalts in St. Petersburg ist neben dem Besuch der Ermitage und des Museums, das an die 900tägige Blockade der Stadt - damals Leningrad - erinnert, auch ein Gespräch mit Mitgliedern dieser Nichtregierungsorganisation vorgesehen.
Mit dieser neuen Studienreise widmet sich das Deutsch-Russische Museum einem Thema, über das jahrzehntelang in der Sovjetunion nicht gesprochen wurde, das jetzt aber stärker ins Bewußtsein der Gesellschaft gerückt wird. Geschichte und Naturerlebnis sollen während der Reise miteinander verbunden werden und den Reiseteilnehmern nachhaltige Eindrücke vermitteln.
Ein Vorbereitungstreffen wird alle Reiseteilnehmer schon vor Beginn der Reise zusammenführen, ihnen die wichtigsten Informationen zum Thema geben und Reiseprogramm und Reiseverlauf vorstellen.
Da der Termin der Reise zu Beginn der "Weißen Nächte" liegt und St. Petersburg zu dieser Zeit ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt ist, wird um rechtzeitige Anmeldung gebeten.
|