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Mit diesem Thema beteiligte sich das Deutsch-Russische Museum 2007 an dem internationalen Stipendienprogramm des Deutschen Museumsbund, des ICOM Deutschland und des Fonds "Erinnerung und Zukunft". Gefördert wurden Untersuchungen zur Darstellungen der Geschichte des 20. Jahrhunderts, die im Rahmen eines internationalen Austausches durchgeführt werden. Auf Initiative des Museums Karlshorst kam es zu einem Austausch mit der Gedenkstätte Brester Heldenfestung in Belarus'. Das Museum der Gedenkstätte Brester Heldenfestung wurde zu Ehren der Soldaten gegründet, die im Juni-Juli 1941 an der Verteidigung der Festung teilgenommen haben. Es zeigt in 10 Sälen ca. 4.000 Exponate. Das Museumsmagazin umfasst etwa 80.000 Photographien, Dokumente, Gegenstände aus Ausgrabungen und Werke der bildenden Kunst.
Die Bevölkerung des heutigen Belarus hatte in besonders schwerem Maße unter dem Angriff der Deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion zu leiden. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung kam ums Leben, unzählige Ortschaften wurden zerstört, hunderte von Dörfern mitsamt ihren Bewohnern verbrannt. Aufgrund der politischen Situation hat sich in Belarus bis heute ein stark sowjetisch geprägtes Gedenken an den Großen Vaterländischen Krieg erhalten. Auch hat sich die Museenlandschaft nur wenig verändert. Vor diesem Hintergrund war es Ziel des Projektes, einen Anstoß für die wissenschaftliche Zusammenarbeit und der Vermittlung neuer Impulse im Bereich musealer Darstellungen zu geben.
Im Zeitraum von April bis Juli 2007 waren zwei Stipendiaten aus Berlin und Brest mit der Erarbeitung einer Konzeption musealer Vermittlung von Kriegsverbrechen sowie der Recherche nach geeigneten Exponaten zur Aktualisierung der Ausstellungen in Berlin und Brest befasst. Sie waren außer in den am Projekt beteiligten Museen in weiteren Gedenkstätten in Berlin und der Bundesrepublik sowie in Minsk und Umgebung tätig.
Für beide Museen wurden durch den Austausch wichtige Themen und Objekte erschlossen, die in die Neugestaltung der jeweiligen Dauerausstellung einfließen werden. Zudem setzte das Projekt einen Grundstein zur Vernetzung deutscher Museen und wissenschaftlicher Einrichtungen in Belarus'. Sowohl die Stipendiaten als auch die Museen zogen ein positives Fazit, insbesondere den projektübergreifenden Austausch für die Museen in Belarus' betreffend.
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