Olga Lander (1909–1996) gehörte zu den fünf Frauen unter 200 sowjetischen Kriegsfotokorrespondenten während des Zweiten Weltkrieges. Seit 1935 arbeitete sie als Fotokorrespondentin bei der sowjetischen Jugendzeitung »Komsomolskaja Prawda«. Auch nach Kriegsbeginn im Juni 1941 führte sie ihre Arbeit bei der »Komsomolka« fort. Schließlich gehörte sie ab Januar 1943 der Redaktion der Zeitung »Sowjetskij Woin« (Sowjetischer Kämpfer) als Fotografin an. Die Zeitung der 3. Ukrainischen Front berichtete täglich über das Frontgeschehen. Lander begleitete die Truppen von der Ukraine über Moldawien, Bulgarien, Jugoslawien und Ungarn bis nach Österreich, wo sie auch das Kriegsende erlebte. Erst 1948, nach Auflösung der Redaktion – der »Sowjetskij Woin« war bis dahin Zeitung der in Bulgarien und Rumänien stationierten sowjetischen Südgruppe der Truppen – kehrte Lander nach Moskau zurück und arbeitete von 1956 bis zur ihrer Pensionierung 1974 weiter als Fotokorrespondentin der Zeitung »Sowjetskaja Rossija«.

Für die Ausstellung und den Katalog traf das Deutsch-Russische Museum eine repräsentative Bildauswahl aus dem Kriegswerk Olga Landers, das erstmals auch in Deutschland vorgestellt wird.