Veranstaltungsarchiv

Vernissage "Geboren in der Revolution - Das erste Jahrzehnt der Roten Armee"

11.04.2018 19:00 - 11.04.2018 21:00

Begrüßung:

Dr. Jörg Morré (Direktor des Museums Berlin-Karlshorst)

Grußworte:

Svetlana Chodakowskaja (Staatliches Museum für Politische Geschichte Russlands, St. Petersburg)

Wladimir Lukin (Zentrales Museum der Streitkräfte der Russischen Föderation, Moskau)

Einführung:

Christoph Meißner, Kurator der Ausstellung

 

Buchvorstellung "Leonid Breschnew - Staatsmann und Schauspieler im Schatten Stalins"

13.03.2018 19:00 - 13.03.2018 21:00

Begrüßung: Dr. Jörg Morré

Moderation: Dr. Wladislaw Hedeler

Buchvorstellung der Autorin: Prof. Dr. Susanne Schattenberg


Eine Beschreibung der Biografie finden Sie hier.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Helle Panke – Rosa Luxemburg Stiftung Berlin.

„Wie kommt die Geschichte ins Schulbuch?“

06.03.2018 19:00 - 06.03.2018 21:00

Wer entscheidet, über was in Geschichte-Schulbüchern erzählt wird, und in welchem Umfang? Wie lange dauert es, bis wichtige Ereignisse Eingang in die Schulbücher finden? Wie ist es in den drei Herkunftsländern der Podiumsgäste um die Prinzipien der Multiperspektivität und Kontroversität im Geschichte-Unterricht bestellt? Um diese und weitere Fragen soll es in diesem Gespräch gehen.

Das Gespräch wird simultan Deutsch-Englisch gedolmetscht.

Es diskutieren:

Tamara Eydelman, Lehrerin für Geschichte, Moskau, Russische Föderation
Dr. Jaroslav Najbert, Lehrer für Geschichte, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Studien zu totalitären Regimen, Prag, Tschechische Republik
Prof. Dr. Thomas Sandkühler, Inhaber des Lehrstuhls für Geschichtsdidaktik an der Humboldt-Universität Berlin, Deutschland

Moderation: Dr. Zofia Wóycicka, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Historische Forschung der polnischen Akademie der Wissenschaften in Berlin

Vernissage der Ausstellung: „Das Erbe der Sowjetarmee in Deutschland“

20.02.2018 19:00 - 20.02.2018 21:00

Der in den Jahren 1991-1994 im 2+4 Vertrag zur Deutschen Einheit geforderte Abzug der Westgruppe der russischen Truppen (WGT) aus Deutschland stellte mit über 500.000 Angehörigen und rund 3 Mio. Tonnen militärischem Material die größte Truppenverschiebung in Friedenszeiten und  eine logistische, soziale und ökologische Herausforderung dar, die bis heute in den Neuen Bundesländern nachwirkt.

Die interdisziplinäre Bild und Textdokumentation basiert auf den persönlichen Erlebnissen des Hamburger Autors, Journalisten und Zeitzeugen Thilo Gehrke während seiner nunmehr über 25 Jährigen photographischen Recherche um einen gigantischen und historisch bislang einmaligen Konversionsprozess, dessen Interpretation von Deutscher und Russischen Seite sehr konträr war. Sie umfasst chronologisch vier Themenbereiche und mündet in die vielfach ungelöste Frage der Konversion militärischer Liegenschaften.

 

»Erinnerung an Stalingrad«

08.02.2018 19:00 - 08.02.2018 21:00

Ort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst

Podiumsgespräch im Rahmen der Reihe STALINGRAD REFLEXE (Flyer)

Das heutige Wolgograd ist ein wichtiger Erinnerungsort für die deutsche Gesellschaft, ebenso wie für die sowjetische und die aus ihr hervorgegangenen Gesellschaften. Die Memorialisierung der Schlacht um Stalingrad ist vielfältig und durch die jeweilige Erinnerungs- und Gedenkkultur eines Landes geprägt. Sobald der 75. Jahrestag von „Stalingrad“ hinter uns liegen wird, wollen wir mit deutschen und russischen Akteuren der Erinnerungskultur über die Memorialisierung des Ereignisses reden. Dabei soll es um das Zuhören und Nachfragen, das Hinterfragen und möglichweise auch das Unverständnis gehen, wenn man den Blick auf die Formen des Gedenkens des Anderen richtet.

Es diskutieren:
Anton Artamonov (Panorama-Museum »Die Stalingrader Schlacht«, Wolgograd)
ASF-Freiwillige aus Deutschland
Zuständige für Städtepartnerschaft aus den Stadtverwaltungen in Köln und Wolgograd mit Beispielprojekten von Jugendlichen zur Erinnerungskultur
Torsten Dietrich (Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr)

Moderation: Dr. Jörg Morré (Museum Berlin-Karlshorst)
 

Stalingrad 3D - Filmvorführung

07.02.2018 20:00 - 07.02.2018 22:30

Ort: Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums

Einführung: Fabian Tietke

RUS 2013, R: Fjodor Bondartschuk, B: Ilja Tilkin, Sergej Sneschkin, K: Maxim Osadtschi, M: Angelo Badalamenti, D: Pjotr Fjodorow, Janina Studilina, Dmitri Lyssenkow, Thomas Kretschmann, Heiner Lauterbach, 135‘ · Blu-ray, OmU, 2D-Fassung

Fjodor Bondartschuk (Jahrgang 1967), Sohn des sowjetischen Starregisseurs Sergej Bondartschuk, hat offenbar die inszenatorischen Neigungen des Vaters zu Aufwand und Wucht übernommen. Bauteile des modernen Action-Kinos US-amerikanischer Prägung kommen in Stalingrad 3D zum Einsatz: scharfe, schnelle Schnitte; Tempo; zugespitzte, blutige Action-Szenen, vor allem wenn es um die Darstellung von Nahkämpfen geht. Fjodor Bondartschuk inszeniert die Schlacht um Stalingrad als ein barbarisches Gemetzel, „die blutigste Schlacht der Geschichte“ nennt er sie. Er gestaltet eine Rahmenhandlung im Tsunami-Gebiet um Fukushima und fügt zwei romantische Liebesgeschichten ein. Konsequent bleibt er in der Optik der kämpfenden Soldaten und lässt Kommandierende und Politiker beider Seiten außen vor. Und er spart nicht an Pyrotechnik, Kunstblut und computergestützten Schlachtszenen, unterstützt von einem furiosen Ton für alle Schlachtgeräusche. (ga)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Stalingrad-Reflexe".

Stalingrad - Filmvorführung

04.02.2018 20:00 - 04.02.2018 22:00

Ort: Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums

Einführung: Fabian Tietke

D 1993, R: Joseph Vilsmaier, B: Christoph Fromm, Johannes Heide, K: Joseph Vilsmaier, Klaus Moderegger, Peter von Haller, Karel Dobrichorsky, Jan Smolik, D: Dominique Horwitz, Thomas Kretschmann, Jochen Nickel, Sebastian Rudolph, 138‘ · 35mm

Der Münchner Regisseur Joseph Vilsmaier (Jahrgang 1939), der auch das Drehbuch schrieb, gestaltete ein Kolossalgemälde der Schlacht um Stalingrad. Stalingrad führt eine Gruppe deutscher Landser eines Sturmpionier-Bataillons vom sonnigen Italienurlaub in den Kessel von Stalingrad und in den Untergang. Die Konzentration auf eine kleine Gruppe junger Soldaten gestattet es, in der Personalisierung Allgemeingültiges zu erfassen: Landser-Mentalitäten, schnoddriger Witz, Sentimentalität, Kriegsromantik der bittersten Art, Fatalismus, Überlebenswille, sogar Ängste. Auch eine Liebesromanze zwischen einem deutschen Soldaten und einer Russin darf nicht fehlen. Die Gegenseite – „die Russen“ – bleibt weitgehend ausgespart. Beim Ausgang der Schlacht für die deutsche Wehrmacht – Tod oder Gefangenschaft – folgt er dem historischen Verlauf. (ga)

Mit freundlicher Genehmigung vonBavaria Media GmbH

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Stalingrad-Reflexe".

Oni shrashalis sa rodinu / Sie kämpften für die Heimat - Filmvorführung

04.02.2018 16:30 - 04.02.2018 19:00

Ort: Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums

Einführung: Fabian Tietke

UdSSR 1975, R/B: Sergej Bondartschuk, K: Wadim Jussow, D: Wassili Schukschin, Sergej Bondartschuk, Iwan Lapikow, 150‘ · 35mm, DF

Der sowjetische Starregisseur Sergej Bondartschuk (1920-1994) gestaltete 1975 nach Erzählungen von Michail Scholochow ein großes Schlachtenpanorama: den langen, opferreichen Weg einer Gruppe Rotarmisten durch den Krieg. Bondartschuk zeigt keine Generalität, sondern nur einfache Soldaten – individuell und sehr persönlich (allesamt hervorragend besetzt, auch Bondartschuk selbst spielt mit). Er zeigt auch keine Gegner – die deutsche Wehrmacht bleibt ohne Individualität, nur eine anonyme Kraft. Die Rotarmisten beweisen Tapferkeit und Opferbereitschaft, aber auch Kameradschaftlichkeit. Sie müssen durch Dreck, Schweiß und Blut, sie haben Ängste und leiden unter den Strapazen der Märsche. Aber letztendlich siegen sie. Der Titel des Films ist wörtlich zu nehmen. Ranghohe Militärs als Konsultanten sicherten ab, dass Bondartschuks pathetische Kriegsbilder in dieser Mosfilm-Großproduktion dem sowjetischen Geschichtsverständnis der 1970er Jahre entsprachen. (ga)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Stalingrad-Reflexe".

Poslednije pisma - Die letzten Briefe / …damit es weitergeht / Schlachtfelder - Filmvorführung

31.01.2018 20:00 - 31.01.2018 22:00

Ort: Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums

Einführung: Günter Agde

Poslednije pisma / Die letzten Briefe

UdSSR 1968, R: Harry Stoitschew, Sawwa Kulisch, 30' · 35mm, DF

…damit es weitergeht

DDR 1970, R: Richard Cohn-Vossen, 30‘ · 35mm

Schlachtfelder

DDR 1985, R: Peter Voigt, 51‘ · 35mm

Drei sehr verschiedene Dokumentarfilme, die von Schuld und Scham, von individueller Verstrickung und persönlichem Überleben berichten, gespiegelt durch Reflexion und Erinnerungen Jahre danach. – Fundament vieler Dokumentarfilme über Stalingrad sind erhalten gebliebene Briefe deutscher Soldaten. Diese privaten Dokumente – intime Mitteilungen an die Lieben daheim, die nie zur Veröffentlichung gedacht waren – bilden eine historische Quelle, um die nicht-militärischen Komponenten der Stalingrader Schlacht erfassen zu können. Wenn es gelingt, eine filmische Verbindung zwischen den Verfassern der Briefe und dem Stalingrader Kriegsgeschehen herzustellen, kann die Erinnerung an Stalingrad zur Gedächtniskultur beitragen, wie das Harry Stoitschew und Sawwa Kulisch vorschlagen. Richard Cohn-Vossen konfrontiert deutsche „Stalingrader“ mit ihren Erlebnissen. Und Peter Voigt schlägt einen großen historischen Bogen von Stalingrad zur Schlacht um Verdun im Ersten Weltkrieg. (ga)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Stalingrad-Reflexe".

Vernissage: Horchposten 1941

31.01.2018 19:00 - 31.01.2018 21:00

Die Ausstellung wird eröffnet durch:

Margot Blank (stellvertretende Direktorin des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst)

Friederike Niemann (Projektkoordinatorin, Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“)

Jochen Langner (Kurator)

Die interaktive russisch-deutsche Klanginstallation „Horchposten 1941 я слышу войну“ bietet einen individuell erfahrbaren Erinnerungsraum zum deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion, insbesondere der Belagerung Leningrads. Das Ziel ist es, den russischen und deutschen Besuchern nicht nur die Erfahrung der Kriegsgeneration des jeweils eigenen Landes zu präsentieren, sondern auch einen Perspektivwechsel zu ermöglichen, in dem sie auch den Blickwinkel des ehemaligen Feindes einnehmen können. Dadurch gibt die Installation die Gelegenheit zu einem dialogischen Erinnern, jenseits der typischen nationalen Blickwinkel.

Der Klangraum der Installation ist in fünf Zonen aufgeteilt: das sowjetische und das deutsche Hinterland, die Front bzw. das jeweilig kontrollierte Gebiet beider Länder sowie im Zentrum die Blockade von Leningrad. Der Besucher kann sich frei durch den Raum bewegen und seinen persönlichen Parcours wählen. So kann er beispielsweise im deutschen Hinterland die Propaganda und die Ausarbeitung des „Generalplan Ost“ verfolgen, und im sowjetischen Hinterland den Horror der deutschen Belagerung der Stadt Leningrad aus der Perspektive der eingeschlossenen Menschen hören. Geschichte konkret: Das menschliche Leid wird nicht abstrakt betrachtet und konsumiert, sondern der Hörer muss sich konkret für die Menschen interessieren und interagieren.

Das akustische Material bilden Tagebücher und Briefe sowie Zeitdokumente aus Wirtschaft, Presse und der politischen und militärischen Administrative beider Länder. Die ausgewählten Texte wurden von SchauspielerInnen beider Länder eingesprochen.

Eine Veranstaltung des Deutsch-Russischen Museums in Kooperation mit

Auswärtiges Amt
Deutschlandfunk
Westdeutscher Rundfunk
Radio Echo Moskau
Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“
Friedrich-Ebert-Stiftung
Deutsch-Russisches Forum

Mehr Informationen zum Projekt „Horchposten 1941“ erhalten sie hier.

Hunde, wollt ihr ewig leben - Filmvorführung

26.01.2018 21:00 - 26.01.2018 23:00

Ort: Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums

Einführung: Günter Agde

BRD 1959, R: Frank Wysbar, B: Frank Wysbar, Frank Dimen, Heinz Schröter, K: Helmuth Ashley, M: Herbert Windt, D: Joachim Hansen, Wilhelm Borchert, Wolfgang Preiss, Karl Lange, Horst Frank, 98‘ · 16mm

Der erste deutsche Film, der die Schlacht um Stalingrad in einer fiktionalen Handlung als Spielfilm gestaltet, immerhin anderthalb Jahrzehnte nach dem Ereignis und mit dem Wissen um den Ausgang der Stalingrader Schlacht. Und für ein bundesdeutsches Nachkriegs-Publikum. – Nach einem Tatsachenbericht eines Überlebenden zeigt Wysbar die Entwicklung eines jungen Offiziers mit NS-Überzeugung, der sich im Inferno des Kessels von Stalingrad allmählich von seiner Gläubigkeit entfernt und zusammen mit einigen untergebenen Soldaten erkennen muss, dass es für sie alle kein Entkommen aus Verstrickung, Not und bröckelndem Ehrverständnis gibt. Am Ende stehen der Tod oder die Gefangenschaft mit ungewisser Zukunft. Wysbar montiert mit großem Geschick zeitgenössisches deutsches und sowjetisches Dokumentarfilmmaterial der Frontkameraleute und kann so die Gefechte in Stalingrad mit enormer Authentizität in die fiktive Geschichte einbringen. (ga)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Stalingrad-Reflexe".

Welikij perelom / Die große Wende - Filmvorführung

26.01.2018 18:30 - 26.01.2018 20:30

Ort: Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums

Einführung: Günter Agde

UdSSR 1945, R: Friedrich M. Ermler, B: Boris Chirskov, K: I. Schifrin, D: Mikhail Dershawin, Pyotr Andriyevsky, Yuri Tolubejew, 108‘ · 35mm, OmeU

Die Stalingrader Schlacht erzählt der Spielfilmregisseur Friedrich Ermler (1898–1967) durchweg aus der Sicht kommandierender Militärs. Die Akteure der Handlung sind realen Generälen nachempfunden. Sie führen wortreiche Rededuelle um militärische Operationen, zumeist weit hinter der Front. Die Szenerie wird von Lagebesprechungen, Rangabzeichen auf sauberen Uniformen und Messtischblättern in neutralen Zimmern bestimmt. Die Figuren haben keine Biografie und nichts Privates. Erst in der zweiten Hälfte des Films kommt die kämpfende Truppe bei Häuserkämpfen ins Bild, ohne Verwundete und Tote. Der Gegner, die deutsche Wehrmacht, ist stets präsent, aber personell unsichtbar. Das Finale bleibt im Genre damaliger Kriegsfilme: Kapitulation – Gefangenschaft – strahlende, aber müde Sieger – Salutschießen. Welikij perelom wurde 1945 von Lenfilm produziert, erhielt den Stalinpreis 1. Klasse und in Cannes den Grand Prix. Ab Juni 1947 lief der Film in einer DEFA-Synchronfassung in den ostdeutschen Kinos. 1967 überarbeitete Mosfilm die Uraufführungsfassung.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Stalingrad-Reflexe".

Pionierschule der Wehrmacht

25.01.2018 19:00 - 25.01.2018 21:00

1938 eröffnete in der Zwieseler Straße eine Pionierschule der Wehrmacht. Dies war Teil der Aufrüstung des nationalsozialistischen Deutschlands. Die Schule bildete Militäringenieure aus. Im März 1945 wurde sie evakuiert und stand bei Kriegsende leer.

Stalingrad - Filmvorführung

24.01.2018 20:00 - 24.01.2018 22:00

Ort: Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums

Einführung: Christoph Hesse

UdSSR 1943, R: Leonid Warlamow, B: John Wexley, K: Abram Kozakow, Ivan Lamow, Boris Vahar u.a., M: V. Mochrousow, 72‘ · OmU

Die Dokumentarfilmarbeit von Leonid Warlamow (1907–1967) fußt auf umfangreichen Erfahrungen. Warlamow arbeitete lange Jahre als Regiekameramann bei der sowjetischen Wochenschau „Kino-Shurnal“, im Krieg leitete er Gruppen von Kameraleuten an den verschiedensten Fronten. Mit diesen gründlichen Kenntnissen des Ausgangs-Filmmaterials montierte er im Moskauer Zentralstudio für Dokumentarfilme seine abendfüllenden Kompilationsfilme Die Vernichtung der deutschen Truppen vor Moskau (1942) und Stalingrad (1943). Warlamow fügte zusammen, was seine Kollegen, die Frontkameraleute, gedreht hatten: alle nur denkbaren Kriegs-Sujets, oft „heiß“ in den vordersten Linien aufgenommen. Er folgte dabei strikt den militärischen Abläufen, nicht ohne den Sieg der Roten Armee in der Stalingrader Schlacht zu preisen. (ga)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Stalingrad-Reflexe".

Ausstellungseröffnung "Different Wars"

18.01.2018 19:00 - 18.01.2018 21:00

Die Ausstellung wird eröffnet durch:

Carolin Savchuk, Bildungsreferentin im Museum Berlin-Karlshorst
Robert Maier, Georg Eckert Institut für Schulbuchforschung, Braunschweig
Kristina Smolijaninovaitė, Kuratorin der Ausstellung, EU-Russland Zivilgesellschaftsforum

Anschließend laden wir Sie ein, die Ausstellung zu erkunden und in den ausgestellten Schulbüchern zu schmökern.

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem EU-Russland Zivilgesellschaftsforum.

Festakt: 25 Jahre deutsch-russisches Kriegsgräberabkommen

12.12.2017 18:30 - 12.12.2017 21:00

Eine Veranstaltung des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Im Dezember 1992 wurde das Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Russischen Föderation über die Kriegsgräberfürsorge in der Bundesrepublik Deutschland und in der Russischen Föderation abgeschlossen.

Dieses Abkommen regelt „die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräber der Vertragsparteien im jeweils anderen Staat“. Hinter diesen trockenen Worten steckt eine große politische Bedeutung. Denn damit wurde die rechtliche Grundlage geschaffen, auf der der Volksbund seine Arbeit im Auftrag der Bundesregierung nun auch in der Russischen Föderation aufnehmen konnte. Das heißt, fast 50 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs konnte der Volksbund die Suche nach Vermissten und Toten im Osten aufnehmen. Das deutsch-russische Kriegsgräberabkommen hatte auch einen Vorbildcharakter und war damit Vorlage für weitere Verträge dieser Art mit anderen Staaten Mittelost- und Osteuropas.

Dieses besondere Abkommen besteht nun seit 25 Jahren. Dies und seine Bedeutung für die deutsch-russischen Beziehungen soll nun gewürdigt werden. Dabei soll der russischen Seite nicht nur der Dank für die Möglichkeit der Kriegsgräberfürsorge für die deutschen Kriegstoten ausgedrückt werden. In den vergangenen 25 Jahren sind bei vielen Begegnungen zu unterschiedlichen Anlässen bemerkenswerte Kontakte entstanden. In der Praxis wurde durch den Volksbund und die russischen Partner bei Pflege, Bildung und Begegnung viel erreicht. Für die Teilnehmenden wurde dabei auch jederzeit die humanitäre und friedensstiftende Bedeutung der Kriegsgräberfürsorge spürbar.

Das Programm finden sie hier.

20 Jahre Gemeinsame Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen

29.11.2017 17:00 - 29.11.2017 22:00

Eine Bilanz der 20jährigen gemeinsamen Arbeit und die künftigen Perspektiven stehen im Mittelpunkt eines Festabends, den die Kommission mit deutschen und russischen Gästen aus Wissenschaft und Politik begehen wird. Nach Grußworten von Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters und dem russischen Botschafter Wladimir Grinin werden die beiden Gründungsvorsitzenden Prof. Aleksandr Tschubarjan und Prof. Horst Möller einen Rückblick über die zurückliegenden 20 Jahre geben.
Eine Podiumsdiskussion unter dem Leitmotiv „Deutschland und Russland – Konflikt und Kooperation in historischer Perspektive“ beleuchtet schließlich die wechselhaften Beziehungen zwischen den beiden Staaten. Auf dem Podium diskutieren der frühere Staatsminister Dr. h. c. Gernot Erler, die beiden russischen Historiker Prof. Igor Narski und Leonid Mletschin sowie der deutsche Vorsitzende Prof. Andreas Wirsching, der auch Direktor des Instituts für Zeitgeschichte in München ist. Die Moderation übernimmt Prof. Gwendolyn Sasse vom Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien.

Weitere Informationen zur Komission finden sie hier.

»Wendepunkt Stalingrad«

21.11.2017 19:00 - 21.11.2017 21:00

Ort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst

Podiumsgespräch im Rahmen der Reihe STALINGRAD REFLEXE (Flyer)

In der Wahrnehmung der Schlacht von Stalingrad klaffen Expertenwissen und öffentliche Wahrnehmung auseinander. Damals wie heute wussten Militärexperten, dass sich die Wehrmacht ab 1942 in einem Stellungskrieg befand, der von ihr kaum zu gewinnen war. In der deutschen Bevölkerung aber kam erst mit der verlorenen Schlacht von Stalingrad ein Gefühl von Niederlage auf. Und selbst das konnte noch lange Zeit verdrängt werden. Umgekehrt schöpfte die sowjetische Bevölkerung mit dem Sieg der Roten Armee an der Wolga erstmals Hoffnung. Sehr schnell wurde auf beiden Seiten der Begriff von der „Entscheidungsschlacht“ geprägt. Es ist bis heute eine populäre Vorstellung, der Krieg gegen die Sowjetunion habe erst durch die Niederlage der Wehrmacht in Stalingrad eine andere Wendung erhalten.

Es diskutieren:
Prof. Dr. Sönke Neitzel (Universität Potsdam)
Prof. Dr. Roman Boldyrev (Universität Archangelsk)

Moderation: Dr. Uwe Neumärker (Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas)

Festveranstaltung anlässlich des 50. Jahrestags der Gründung des Museums

03.11.2017 19:00 - 03.11.2017 21:00

Zum 50. Jahrestag der Oktoberrevolution wurde das Museum in Berlin-Karlshorst als „Museum der bedingungslosen Kapitulation des faschistischen Deutschland im Großen Vaterländischen Krieg 1941-1945“ am 5. November 1967 eröffnet. Diese Geburtsstunde jährt sich in diesem Jahr zum fünfzigsten Mal. Für uns ein willkommener Anlass, all unseren Partnern und Freunden für ihre Unterstützung zu danken und in der Ausstellung „Unsere drei Leben – 50 Jahre Museum Berlin-Karlshorst“ Einblick in unsere wechselvolle und spannende Geschichte zu geben. Zu sehen sind nicht nur Zeugnisse der drei Phasen der Existenz des Museums, sondern auch bisher im Verborgenen gebliebene Sammlungsobjekte und ein Ausblick auf zukünftige Aktivitäten und Schwerpunkte in der musealen Arbeit.

Feiern Sie mit uns Geburtstag und nutzen Sie die Gelegenheit für neue Perspektiven auf unser Haus und in unsere Sammlung.

»Schneise der Vernichtung«

24.10.2017 19:00 - 24.10.2017 21:00

Ort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst

Podiumsgespräch im Rahmen der Reihe STALINGRAD REFLEXE (Flyer)

Die 6. Armee stand auf dem südlichen Flügel der gewaltigen deutschen Streitmacht, die im Juni 1941 die Sowjetunion überfiel. In einem Jahr zog sie quer durch die Ukraine, bis die Entscheidung fiel, die wichtige Industriestadt Stalingrad anzugreifen. Voller Überzeugung stellte sich das Oberkommando der 6. Armee wissentlich in den Dienst der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. In ihrem Befehlsbereich ereigneten sich die ersten Massenerschießungen an sowjetischen Juden, so auch das Massaker von Babi Jar. Soldaten der 6. Armee führten grausame Aktionen gegen Partisanen und Zivilbevölkerung durch. Die Stadt Charkow wurde ausgehungert. Wie eine Schneise der Vernichtung hatte sich die 6. Armee den Weg bis an die Wolga gebahnt.

Es diskutieren:
Prof. Dr. Dieter Pohl (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt)
Dr. Andrej Umansky (Universität Köln)

Moderation: Dr. Jörg Morré (Museum Berlin-Karlshorst)

Eröffnung der Ausstellung "Russland 24KARAT"

19.10.2017 19:00 - 19.10.2017 21:00

Ort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst

Zur Ausstellung spricht Dr. Jörg Morré

Musikalische Begleitung: Josua Petersen am Cello 

Porträts auf einem Hintergrund aus Blattgold – es verleiht den Porträts des Fotografen Ralf Grömminger eine Dramaturgie, der sich der Betrachter nicht entziehen kann. Die von der Künstlerin Tilda George aufgetragene, extrem dünne Goldschicht lässt Mimik und Pose der Porträtierten dreidimensional hervortreten, erhöht sie ikonengleich und macht sie gleichzeitig surreal. 26 Abbildungen von Männern und Frauen aus der russischen Kunst-, Kultur und Wissenschaftsszene sind der Mittelpunkt der Arbeit. 

Dauer der Ausstellung: 20. Oktober 2017 - 29. Dezember 2017

Berlin-Brigade der Sowjetarmee

12.10.2017 19:00 - 12.10.2017 21:00

1965 zog die »Berlin-Brigade« in ihre neue Kaserne in der Wuhlheide. Neben der Bewachung der sowjetischen Ehrenmale in Berlin gehörte auch die Bewachung des alliierten Kriegsverbrechergefängnisses in Spandau zu ihrem Aufgabenbereich. Während des Kalten Krieges stand sie zusätzlich als schnelle Eingreiftruppe in Berlin in Bereitschaft. Nach ihrem Abzug 1994 erfolgte der Abriss der Kaserne.

Kommando der Berliner Grenztruppen

28.09.2017 19:00 - 28.09.2017 21:00

Die Grenztruppen waren Teil des DDR-Militärs. Sie hatten jedoch in der Überwachung der DDR-Bevölkerung überwiegend polizeiliche Aufgaben zu erfüllen. Nach dem Mauerbau 1961 übernahm die Stadtkommandantur Berlin die Befehlsgewalt über die Berliner Grenzeinheiten. 1971 folgte ihr das Grenzkommando Mitte, beide mit Sitz in Karlshorst.


In Kooperation mit der Stiftung Berliner Mauer

Flugfeld Karlshorst

29.08.2017 19:00 - 29.08.2017 21:00

Im Sommer 1918, wenige Monate vor dem Ende des Ersten Weltkriegs, nahm der Flugplatz in Karlshorst seinen Betrieb auf. Hier wurden Offiziere zu Luftaufklärern weitergebildet. Nach dem Ersten Weltkrieg nutzte eine Fliegerstaffel der Polizei den Flugplatz weiter. Schließlich musste der Flugplatz aufgrund der Versailler Friedensbestimmungen Anfang 1920 geschlossen werden.

In Kooperation mit den Geschichtsfreunden Karlshorst

Ministerium für Staatssicherheit der DDR – Hauptabteilung VIII

13.07.2017 19:00 - 13.07.2017 21:00

Ende der 1980er Jahre baute das Ministerium für Staatssicherheit das Gelände zwischen Waldow- und Köpenicker Allee zum Sitz der Hauptabteilung VIII aus. Diese war unter anderem für die geheimdienstliche Überwachung und Bekämpfung der alliierten Militärspionage auf dem Gebiet der DDR zuständig. Die enge Zusammenarbeit mit den sowjetischen Geheimdiensten GRU und KGB lag nahe. Oder war sie die unabdingbare Voraussetzung für die Aktivitäten der Staatssicherheit?

In Kooperation mit dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

GRU – Nachrichtendienst der Sowjetarmee

08.06.2017 19:00 - 08.06.2017 21:00

Innerhalb der Sowjetischen Streitkräfte war GRU für die Sicherheit nach innen wie nach außen zuständig. Von der Zwieseler Straße aus wurden die Soldaten der in der DDR stationierten Truppen sehr genau überwacht. Zugleich sicherte GRU die Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland vor der westlichen Militärspionage.

KGB-Zentrale im Kalten Krieg

18.05.2017 19:00 - 18.05.2017 21:00

Von 1963 bis 1992 baute der sowjetische Geheimdienst KGB die ehemalige Pionierschule der Wehrmacht zu seiner größten Auslandsresidenz aus, denn Berlin war der Brennpunkt im Kalten Krieg. In der Zwieseler Straße wurden Geheimdienstaktionen geplant, Doppelagenten angeleitet und Überläufer der Gegenseite empfangen. Natürlich weckten die Vorgänge in Karlshorst das Interesse der westlichen Geheimdienste.

In Kooperation mit dem Berliner Kolleg Kalter Krieg

NKWD-Gefängnis in der Köpenicker Allee

04.04.2017 19:00 - 04.04.2017 21:00

Die sowjetische Geheimpolizei NKWD, fester Bestandteil des sowjetischen Herrschaftsapparates, wählte sich das St. Antonius-Krankenhaus als Residenz. 1945 richtete sie dort ein sowjetisches Untersuchungsgefängnis ein, das bis 1962 bestand. Zu klären ist, inwieweit die Verhaftungs- und Verfolgungspolitik des NKWD der Entnazifizierung Deutschlands oder aber der Verfolgung politisch Andersdenkender diente.

In Kooperation mit der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

»Berliner Kreml« – Sitz der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD)

09.03.2017 19:00 - 09.03.2017 21:00

Unmittelbar nach Kriegsende im Mai 1945 siedelte sich in Karlshorst die sowjetische Besatzungsregierung an. Sie steuerte für die nächsten zehn Jahre die politische und wirtschaftliche Entwicklung im sowjetisch besetzten Teil Deutschlands. Welche Entscheidungen fielen in Karlshorst, welche in Moskau und welchen Einfluss konnte und wollte die kommunistische Regierung der DDR darauf nehmen?

In Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte München – Berlin