Veranstaltungsarchiv

Ausstellungseröffnung "Different Wars"

18.01.2018 19:00 - 18.01.2018 21:00

Die Ausstellung wird eröffnet durch:

Carolin Savchuk, Bildungsreferentin im Museum Berlin-Karlshorst
Robert Maier, Georg Eckert Institut für Schulbuchforschung, Braunschweig
Kristina Smolijaninovaitė, Kuratorin der Ausstellung, EU-Russland Zivilgesellschaftsforum

Anschließend laden wir Sie ein, die Ausstellung zu erkunden und in den ausgestellten Schulbüchern zu schmökern.

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem EU-Russland Zivilgesellschaftsforum.

Festakt: 25 Jahre deutsch-russisches Kriegsgräberabkommen

12.12.2017 18:30 - 12.12.2017 21:00

Eine Veranstaltung des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Im Dezember 1992 wurde das Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Russischen Föderation über die Kriegsgräberfürsorge in der Bundesrepublik Deutschland und in der Russischen Föderation abgeschlossen.

Dieses Abkommen regelt „die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräber der Vertragsparteien im jeweils anderen Staat“. Hinter diesen trockenen Worten steckt eine große politische Bedeutung. Denn damit wurde die rechtliche Grundlage geschaffen, auf der der Volksbund seine Arbeit im Auftrag der Bundesregierung nun auch in der Russischen Föderation aufnehmen konnte. Das heißt, fast 50 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs konnte der Volksbund die Suche nach Vermissten und Toten im Osten aufnehmen. Das deutsch-russische Kriegsgräberabkommen hatte auch einen Vorbildcharakter und war damit Vorlage für weitere Verträge dieser Art mit anderen Staaten Mittelost- und Osteuropas.

Dieses besondere Abkommen besteht nun seit 25 Jahren. Dies und seine Bedeutung für die deutsch-russischen Beziehungen soll nun gewürdigt werden. Dabei soll der russischen Seite nicht nur der Dank für die Möglichkeit der Kriegsgräberfürsorge für die deutschen Kriegstoten ausgedrückt werden. In den vergangenen 25 Jahren sind bei vielen Begegnungen zu unterschiedlichen Anlässen bemerkenswerte Kontakte entstanden. In der Praxis wurde durch den Volksbund und die russischen Partner bei Pflege, Bildung und Begegnung viel erreicht. Für die Teilnehmenden wurde dabei auch jederzeit die humanitäre und friedensstiftende Bedeutung der Kriegsgräberfürsorge spürbar.

Das Programm finden sie hier.

20 Jahre Gemeinsame Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen

29.11.2017 17:00 - 29.11.2017 22:00

Eine Bilanz der 20jährigen gemeinsamen Arbeit und die künftigen Perspektiven stehen im Mittelpunkt eines Festabends, den die Kommission mit deutschen und russischen Gästen aus Wissenschaft und Politik begehen wird. Nach Grußworten von Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters und dem russischen Botschafter Wladimir Grinin werden die beiden Gründungsvorsitzenden Prof. Aleksandr Tschubarjan und Prof. Horst Möller einen Rückblick über die zurückliegenden 20 Jahre geben.
Eine Podiumsdiskussion unter dem Leitmotiv „Deutschland und Russland – Konflikt und Kooperation in historischer Perspektive“ beleuchtet schließlich die wechselhaften Beziehungen zwischen den beiden Staaten. Auf dem Podium diskutieren der frühere Staatsminister Dr. h. c. Gernot Erler, die beiden russischen Historiker Prof. Igor Narski und Leonid Mletschin sowie der deutsche Vorsitzende Prof. Andreas Wirsching, der auch Direktor des Instituts für Zeitgeschichte in München ist. Die Moderation übernimmt Prof. Gwendolyn Sasse vom Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien.

Weitere Informationen zur Komission finden sie hier.

»Wendepunkt Stalingrad«

21.11.2017 19:00 - 21.11.2017 21:00

Ort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst

Podiumsgespräch im Rahmen der Reihe STALINGRAD REFLEXE (Flyer)

In der Wahrnehmung der Schlacht von Stalingrad klaffen Expertenwissen und öffentliche Wahrnehmung auseinander. Damals wie heute wussten Militärexperten, dass sich die Wehrmacht ab 1942 in einem Stellungskrieg befand, der von ihr kaum zu gewinnen war. In der deutschen Bevölkerung aber kam erst mit der verlorenen Schlacht von Stalingrad ein Gefühl von Niederlage auf. Und selbst das konnte noch lange Zeit verdrängt werden. Umgekehrt schöpfte die sowjetische Bevölkerung mit dem Sieg der Roten Armee an der Wolga erstmals Hoffnung. Sehr schnell wurde auf beiden Seiten der Begriff von der „Entscheidungsschlacht“ geprägt. Es ist bis heute eine populäre Vorstellung, der Krieg gegen die Sowjetunion habe erst durch die Niederlage der Wehrmacht in Stalingrad eine andere Wendung erhalten.

Es diskutieren:
Prof. Dr. Sönke Neitzel (Universität Potsdam)
Prof. Dr. Roman Boldyrev (Universität Archangelsk)

Moderation: Dr. Uwe Neumärker (Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas)

Festveranstaltung anlässlich des 50. Jahrestags der Gründung des Museums

03.11.2017 19:00 - 03.11.2017 21:00

Zum 50. Jahrestag der Oktoberrevolution wurde das Museum in Berlin-Karlshorst als „Museum der bedingungslosen Kapitulation des faschistischen Deutschland im Großen Vaterländischen Krieg 1941-1945“ am 5. November 1967 eröffnet. Diese Geburtsstunde jährt sich in diesem Jahr zum fünfzigsten Mal. Für uns ein willkommener Anlass, all unseren Partnern und Freunden für ihre Unterstützung zu danken und in der Ausstellung „Unsere drei Leben – 50 Jahre Museum Berlin-Karlshorst“ Einblick in unsere wechselvolle und spannende Geschichte zu geben. Zu sehen sind nicht nur Zeugnisse der drei Phasen der Existenz des Museums, sondern auch bisher im Verborgenen gebliebene Sammlungsobjekte und ein Ausblick auf zukünftige Aktivitäten und Schwerpunkte in der musealen Arbeit.

Feiern Sie mit uns Geburtstag und nutzen Sie die Gelegenheit für neue Perspektiven auf unser Haus und in unsere Sammlung.

»Schneise der Vernichtung«

24.10.2017 19:00 - 24.10.2017 21:00

Ort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst

Podiumsgespräch im Rahmen der Reihe STALINGRAD REFLEXE (Flyer)

Die 6. Armee stand auf dem südlichen Flügel der gewaltigen deutschen Streitmacht, die im Juni 1941 die Sowjetunion überfiel. In einem Jahr zog sie quer durch die Ukraine, bis die Entscheidung fiel, die wichtige Industriestadt Stalingrad anzugreifen. Voller Überzeugung stellte sich das Oberkommando der 6. Armee wissentlich in den Dienst der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. In ihrem Befehlsbereich ereigneten sich die ersten Massenerschießungen an sowjetischen Juden, so auch das Massaker von Babi Jar. Soldaten der 6. Armee führten grausame Aktionen gegen Partisanen und Zivilbevölkerung durch. Die Stadt Charkow wurde ausgehungert. Wie eine Schneise der Vernichtung hatte sich die 6. Armee den Weg bis an die Wolga gebahnt.

Es diskutieren:
Prof. Dr. Dieter Pohl (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt)
Dr. Andrej Umansky (Universität Köln)

Moderation: Dr. Jörg Morré (Museum Berlin-Karlshorst)

Eröffnung der Ausstellung "Russland 24KARAT"

19.10.2017 19:00 - 19.10.2017 21:00

Ort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst

Zur Ausstellung spricht Dr. Jörg Morré

Musikalische Begleitung: Josua Petersen am Cello 

Porträts auf einem Hintergrund aus Blattgold – es verleiht den Porträts des Fotografen Ralf Grömminger eine Dramaturgie, der sich der Betrachter nicht entziehen kann. Die von der Künstlerin Tilda George aufgetragene, extrem dünne Goldschicht lässt Mimik und Pose der Porträtierten dreidimensional hervortreten, erhöht sie ikonengleich und macht sie gleichzeitig surreal. 26 Abbildungen von Männern und Frauen aus der russischen Kunst-, Kultur und Wissenschaftsszene sind der Mittelpunkt der Arbeit. 

Dauer der Ausstellung: 20. Oktober 2017 - 29. Dezember 2017

Berlin-Brigade der Sowjetarmee

12.10.2017 19:00 - 12.10.2017 21:00

1965 zog die »Berlin-Brigade« in ihre neue Kaserne in der Wuhlheide. Neben der Bewachung der sowjetischen Ehrenmale in Berlin gehörte auch die Bewachung des alliierten Kriegsverbrechergefängnisses in Spandau zu ihrem Aufgabenbereich. Während des Kalten Krieges stand sie zusätzlich als schnelle Eingreiftruppe in Berlin in Bereitschaft. Nach ihrem Abzug 1994 erfolgte der Abriss der Kaserne.

Kommando der Berliner Grenztruppen

28.09.2017 19:00 - 28.09.2017 21:00

Die Grenztruppen waren Teil des DDR-Militärs. Sie hatten jedoch in der Überwachung der DDR-Bevölkerung überwiegend polizeiliche Aufgaben zu erfüllen. Nach dem Mauerbau 1961 übernahm die Stadtkommandantur Berlin die Befehlsgewalt über die Berliner Grenzeinheiten. 1971 folgte ihr das Grenzkommando Mitte, beide mit Sitz in Karlshorst.


In Kooperation mit der Stiftung Berliner Mauer

Flugfeld Karlshorst

29.08.2017 19:00 - 29.08.2017 21:00

Im Sommer 1918, wenige Monate vor dem Ende des Ersten Weltkriegs, nahm der Flugplatz in Karlshorst seinen Betrieb auf. Hier wurden Offiziere zu Luftaufklärern weitergebildet. Nach dem Ersten Weltkrieg nutzte eine Fliegerstaffel der Polizei den Flugplatz weiter. Schließlich musste der Flugplatz aufgrund der Versailler Friedensbestimmungen Anfang 1920 geschlossen werden.

In Kooperation mit den Geschichtsfreunden Karlshorst

Ministerium für Staatssicherheit der DDR – Hauptabteilung VIII

13.07.2017 19:00 - 13.07.2017 21:00

Ende der 1980er Jahre baute das Ministerium für Staatssicherheit das Gelände zwischen Waldow- und Köpenicker Allee zum Sitz der Hauptabteilung VIII aus. Diese war unter anderem für die geheimdienstliche Überwachung und Bekämpfung der alliierten Militärspionage auf dem Gebiet der DDR zuständig. Die enge Zusammenarbeit mit den sowjetischen Geheimdiensten GRU und KGB lag nahe. Oder war sie die unabdingbare Voraussetzung für die Aktivitäten der Staatssicherheit?

In Kooperation mit dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

GRU – Nachrichtendienst der Sowjetarmee

08.06.2017 19:00 - 08.06.2017 21:00

Innerhalb der Sowjetischen Streitkräfte war GRU für die Sicherheit nach innen wie nach außen zuständig. Von der Zwieseler Straße aus wurden die Soldaten der in der DDR stationierten Truppen sehr genau überwacht. Zugleich sicherte GRU die Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland vor der westlichen Militärspionage.

KGB-Zentrale im Kalten Krieg

18.05.2017 19:00 - 18.05.2017 21:00

Von 1963 bis 1992 baute der sowjetische Geheimdienst KGB die ehemalige Pionierschule der Wehrmacht zu seiner größten Auslandsresidenz aus, denn Berlin war der Brennpunkt im Kalten Krieg. In der Zwieseler Straße wurden Geheimdienstaktionen geplant, Doppelagenten angeleitet und Überläufer der Gegenseite empfangen. Natürlich weckten die Vorgänge in Karlshorst das Interesse der westlichen Geheimdienste.

In Kooperation mit dem Berliner Kolleg Kalter Krieg

NKWD-Gefängnis in der Köpenicker Allee

04.04.2017 19:00 - 04.04.2017 21:00

Die sowjetische Geheimpolizei NKWD, fester Bestandteil des sowjetischen Herrschaftsapparates, wählte sich das St. Antonius-Krankenhaus als Residenz. 1945 richtete sie dort ein sowjetisches Untersuchungsgefängnis ein, das bis 1962 bestand. Zu klären ist, inwieweit die Verhaftungs- und Verfolgungspolitik des NKWD der Entnazifizierung Deutschlands oder aber der Verfolgung politisch Andersdenkender diente.

In Kooperation mit der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

»Berliner Kreml« – Sitz der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD)

09.03.2017 19:00 - 09.03.2017 21:00

Unmittelbar nach Kriegsende im Mai 1945 siedelte sich in Karlshorst die sowjetische Besatzungsregierung an. Sie steuerte für die nächsten zehn Jahre die politische und wirtschaftliche Entwicklung im sowjetisch besetzten Teil Deutschlands. Welche Entscheidungen fielen in Karlshorst, welche in Moskau und welchen Einfluss konnte und wollte die kommunistische Regierung der DDR darauf nehmen?

In Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte München – Berlin