»Vergesst uns nicht …« Opfer deutscher Vernichtungspolitik im Nordkaukasus 1942/43

Ab dem 16. März 2021 geöffnet

Zur Ausstellung ist vorab ein gleichnamiges Museumsheft erschienen.

Mit der Ausstellung »Vergesst uns nicht …« leistet das Museum einen weiteren Beitrag, sogenannte vergessene Opfer des Vernichtungskrieges in Erinnerung zu rufen. Der gezielte und grausam effektiv durchgeführte Mord an den Patienten psychiatrischer Kliniken und an Kindern mit Behinderungen in der Region Nordkaukasus innerhalb der sehr kurzen Zeit deutscher Besatzung ist ein hierzulande unbekanntes Kapitel. Während der Recherche zur Ausstellung geriet eine zweite Opfergruppe in den Fokus. Zahlreiche jüdische Mediziner im Nordkaukasus wurden Opfer des Holocaust. Auch an sie möchte die Ausstellung erinnern. Der dritte Abschnitt der Ausstellung beschäftigt sich mit der Erinnerungskultur gegenüber den vergessenen Opfergruppen im Nordkaukasus.

Der Historikerin Irina Rebrova ist es gelungen, in Russland dieses bislang unberücksichtigte Thema mit einer Wanderausstellung einem breiten Publikum im Nordkaukasus näherzubringen. Seit 2018 wurde die Ausstellung an zahlreichen Orten in der Region gezeigt. Sie stieß auf große Resonanz beim Publikum und in den Medien. Mit Unterstützung durch die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft", dem Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin sowie dem Verein Kontakte-Kontakty präsentieren wir nun für das deutsche Publikum eine in Zusammenarbeit mit der Kuratorin erarbeitete Adaption dieser Ausstellung.

Die Texte der Ausstellung sind auf Deutsch.

»Vergesset uns nicht …« wird als Open-Air-Ausstellung im Außengelände des Museums präsentiert werden.

Die Ausstellung besteht aus 24 Bannern und kann in anderen Museen, Gedenkstätten oder Erinnerungsorten als Open-Air- oder als Banner-Ausstellung (Mero-System) gezeigt werden. Sie können uns dazu sehr gerne kontaktieren.