Veranstaltungsarchiv

Tag des offenen Denkmals 2020

12.09.2020 10:00 - 13.09.2020 18:00

Programm zum Tag des offenen Denkmals, 12./13. September 2020:

 

SAMSTAG:

  • 10 – 14 Uhr: „Live-Speaker“ zum Panzerdenkmal und zu den Großwaffen im Museumsgarten
  • 14 – 18 Uhr: „Live-Speaker“ zum historischen Ort der Kapitulation, Gebäude Zwieseler Straße 4

Stadtteilführungen:

  • 10 Uhr und 14 Uhr: Geheimes Karlshorst – das ehemalige sowjetische Sperrgebiet
  • 12 Uhr und 16 Uhr: Das Karlshorster Flugfeld – Militärstützpunkt seit 1916 in Kooperation mit den Geschichtsfreunden Karlshorst im Kulturring in Berlin e.V.

 

SONNTAG:

  • 10 – 14 Uhr: „Live-Speaker“ zum Panzerdenkmal und zu den Großwaffen im Museumsgarten
  • 14 – 18 Uhr: „Live-Speaker“ zum historischen Ort der Kapitulation, Gebäude Zwieseler Straße 4

Stadtteilführungen:

  • 10 Uhr und 14 Uhr: Geheimes Karlshorst – das ehemalige sowjetische Sperrgebiet
  • 12 Uhr und 16 Uhr: Stadtteilführung 2: Das Karlshorster Flugfeld – Militärstützpunkt seit 1916 in Kooperation mit den Geschichtsfreunden Karlshorst im Kulturring in Berlin e.V.

 

Eine Anmeldung zu den Führungen im Vorfeld ist nicht notwendig. Es gelten die Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Die Teilnehmenden der Stadtteilführungen müssen bitte ihre Kontaktdaten hinterlassen. In diesem Jahr gibt es leider keine Bewirtung auf dem Museumsgelände. 

Event-Absage "Toast auf den Frieden" / Grußworte im Livestream

02.09.2020 19:00 - 02.09.2020 22:00

Grußworte von Gästen von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. ab 20:45 Uhr im Livestream 


LINK LIVESTEAM

Der „Toast auf den Frieden“ am 2. September 2020 im Museumsgarten des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst ist kurzfristig abgesagt. Der Entschluss ist wegen der Corona-Pandemie getroffen worden. Vergangene kleine Veranstaltungen im Museum sowie andere Veranstaltungen in Berlin zeigten, dass es nicht möglich ist, ein Event von diesem Format zu verantworten. Das Haus freut sich sehr über den Zuspruch und die Vielzahl an Anmeldungen, darum ist das Bedauern um die Absage sehr groß.

 

Das Team des Museums bittet um Verständnis für die kurzfristige Absage der Veranstaltung und hofft, dass die Information alle rechtzeitig erreicht.

 

Der „Toast auf den Frieden“ am 2. September 2020 zum internationalen Tag des Kriegsendes 1945 wird nun stattdessen in kleinem Kreis mit Gästen von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. aus den Ländern Russland, Belarus, Ukraine, USA, Großbritannien und Frankreich stattfinden und live um 20:45 Uhr über YouTube gestreamt. Dabei werden die Grußworte im Kapitulationssaal des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst verlesen. Hier der Link für den Live-Stream.

 

Das Museum Berlin-Karlshorst wird im kommenden Jahr wieder am 8. Mai das traditionelle Museumsfest mit einem hoffentlich coronafreien „Toast auf den Frieden“ feiern. Am 8. Mai 2021 wird das angekündigte Rahmenprogramm mit Taschenlampenführungen, Feuerwerk, Lichtinstallationen im Museumsgarten und Live-Musik nachgeholt.

125 Jahre Karlshorst: Kino-Wochenschauen, Vorträge und Gespräche zur Geschichte des Berliner Pferderennsports

29.08.2020 20:00 - 29.08.2020 21:30

Am 22. August sowie am 29. August 2020, jeweils um 20 Uhr

 

Anlässlich des 125. Jubiläums von Karlshorst, das im kommenden Jahr feierlich begangen wird, widmen wir uns in zwei Veranstaltungen im August dem Pferdesport – und blicken dabei auch auf andere Ortsteile der Stadt.

 

Ein Filmprogramm mit wiederentdeckten Wochenschauen und historischen Dokumentarfilmen aus dem Bundesarchiv rahmt eine Reihe von sechs Kurzvorträgen, die sich mit der Geschichte der Rennbahn in der Karlshorster Wuhlheide, der Entwicklung des Pferdesports in Groß-Berlin und mit der Frage von Relevanz und Vereinnahmung unter wechselnden politischen und gesellschaftlichen Vorzeichen befassen. Denn der Pferdesport als Großereignis und Spektakel für die Massen war selten gänzlich unpolitisch: Immer wieder kam ihm auch eine gesellschaftliche Funktion zu. Besonders drastisch lässt sich dies an der Instrumentalisierung in der Zeit des Nationalsozialismus ablesen. 

 

Neben den Wortbeiträgen mit Filmausschnitten aus allen Zeiten werden ehemalige und aktive Fahrer*innen der Trabrennszene persönlich Erlebtes schildern und zur Debatte stellen. Die Themen der beiden Tage streifen so von der lokalen Geschichte zu den Sportstätten im Berlin der 20er Jahre. Sie führen in die spezifische Rolle des Pferdesports in den 30er Jahren, veranschaulichen die Ästhetisierung der Filmberichterstattung und erhellen das Verhältnis zwischen Mensch und Pferd im ›Nachpferdezeitalter‹.

 

Programm am 22.8.20, 20 Uhr:

 

Begrüßung: Dr. Jörg Morré (Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst)

 

Prof. Dr. Michael Laschke: Zur Geschichte der Rennbahn Karlshorst (mit Filmbeispielen aus Wochenschauen 1918-1948)

 

Kino-Wochenschauen

 

Prof. Dr. Lorenz Peiffer: „'Unser Verein ist judenfrei!' Die Rolle des Sports bei der Arisierung der deutschen Gesellschaft nach dem 30. Januar 1933

 

Dr. David de Kleijn: Das 'Nachpferdezeitalter' in der DDR

 

Fernsehausschnitte

 

Programm am 29.8.20, 20 Uhr:

 

Dr. Stephan Brandt: Rennbahnen im Berliner Westen (mit Filmbeispielen aus Wochenschauen)

 

Alexander Zöller: Zur Ästhetik der Wochenschau in den 30er Jahren (mit Kino-Wochenschauen und einem historischen Kurzfilm)

 

Harry Slaby: Statement zum Trabrennsport in der DDR, im Anschluss Gespräch mit ehemaligen Fahrern und Trainern aus Berlin (u.a. Joachim Hain)

 

Sendungsausschnitte aus dem Deutschen Fernsehfunk

 

Thomas Hartl: Statement zur Entwicklung der Trabrennbahn Karlshorst seit 2004 (mit Filmausschnitten), Gespräch mit Protagonisten

 

Fernsehfilm zur Trabrennbahn

 

Bitte melden Sie sich unter Angabe Ihrer Adressdaten und der Anzahl der Personen an unter: pferde@email.gmx (Sie erhalten eine Bestätigung.)

 

Es gelten die Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Die Veranstaltungen finden im Museumsgarten im Freien statt. Bitte ggf. Sitzkissen und Witterungsschutz mitbringen.

 

Copyright des Fotos: Manfred Krause

Eröffnung der Open-Air-Sonderausstellung "Postscriptum - 'Ostarbeiter' im Deutschen Reich"

20.08.2020 18:00 - 20.08.2020 20:00

Die Ausstellung „Postscriptum – ‚Ostarbeiter´ im Deutschen Reich“ der Gesellschaft Memorial erinnert an die sowjetischen Frauen, Männer und Kinder, die während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeit für das NS-Regime leisten mussten. Sie wurde im Rahmen eines Bildungsprojekts mit Moskauer Schüler*innen und Studierenden erarbeitet und von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ gefördert.

 

Die Ausstellung ist erstmals in Deutschland zu sehen. Sie wird in Kooperation mit dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit im Außengelände des Museums Berlin-Karlshorst präsentiert und kann daher auch außerhalb der Öffnungszeiten besichtigt werden.

 

Die Laufzeit der Ausstellung ist vom 20. August bis 4. Oktober 2020.

 

Programm der Ausstellungseröffnung:

  • Begrüßung (Carolin Savchuk - Museum Berlin-Karlshorst)
  • Grußworte (Ewelina Rudenko, Nikita Lomakin - KuratorInnen der Ausstellung/Memorial Moskau)
  • Gespräch zum Umgang mit NS-Zwangsarbeit in Deutschland und im postsowjetischen Raum (Dr. Christine Glauning - Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, Ekaterina Makhotina – Universität Bonn, Carolin Savchuk - Moderation)
  • Im Anschluss Besichtigung der Ausstellung

 

Eintritt frei

 

Bitte melden Sie sich für Ihre Teilnahme an der Ausstellungseröffnung am 20. August an, unter kontakt@museum-karlshorst.de. Die Platzanzahl ist begrenzt. Es gelten die Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Open-Air-Theater "Der Sommer nach dem Krieg"

08.08.2020 16:00 - 08.08.2020 18:00

Vajswerk Recherche Theater Berlin präsentiert im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst:

 

Der Sommer nach dem Krieg. Stimmen aus Europa 1945

 

Termine sind: 

08.+09.| 15.+16.August | Sa.+So.| 16h

 

Für die Termine am 8.8. und 9.8. gibt es keine Karten mehr.

 

Der Weltkrieg in Europa ist zu Ende, jetzt ist Sommer, 1945 und 2020. Blicken wir zurück auf den Anfang, auf die Monate des Sommers nach den Jahren der Verwüstungen. Drei Historiker*innen sammelten Texte aus Europa, drei Schauspieler*innen tragen sie vor, im Garten des Museums in Karlshorst, am historischen Ort der deutschen Kapitulation vor 75 Jahren.

 

Im Sommer 1945 ►lernt eine junge Deutsche Demokratie, Schlangestehen, Wildkräuterspinat kochen ►macht sich ein aus der Gefangenschaft entlassener Wehrmachtssoldat auf den Weg zur Universität ►beginnt die dreimonatige Fahrt eines russischen Jungen aus der Zwangsarbeit in seine zerstörte Heimat ►sieht eine Überlebende der Leningrader Blockade ihren Vater wieder ►soll der ehemalige jugoslawische Zwangsarbeiter zu Hause vom Polarlicht in Norwegen berichten ►führt ein Cellist Tagebuch über eine Tournee durch die Ukraine ►suchen die US-Soldaten am Alexanderplatz nach Kaviar und die Rotarmisten bekommen dafür Nylons, Uhren, Präservative, Whisky ►kommen statt der Russen plötzlich die Franzosen ins Reinickendorfer Freibad ►verfolgt ein Soldat der Royal Army die Mühen der Reeducation ► bittet eine in der Illegalität überlebt habende „Sternträgerin“ die Berliner Behörden um Wiedereinstellung in den Schuldienst ►verlässt ein zehnjähriger Junge sein Versteck, das er erst als alter Mann wieder aufsuchen wird: „Ich frage mich, ob das Leben im allgemeinen nicht zwischen Erinnern und Vergessen, einem Versinken der Welt im Vergessen, und der fortdauernden Bemühung verläuft, das Vergangene zu bewahren, das nicht mehr ist: Menschen und Dinge, Orte und Situationen.“ (Michał Głowiński) ◄ Wir geben Echo, im Sommer 2020.

 

Mit Laura Mitzkus, Manolo Palma, Charles Toulouse

 

Recherche: Ingrid Damerow, Stefan Paul-Jacobs, Julien Drouart

 

Inszenierung: Christian Tietz

 

Die Veranstaltungen sind kostenlos; die Platzzahl ist begrenzt; die Regeln zum Umgang mit der Pandemie gelten. Melden Sie sich als Zuschauer*in bitte an: info@vajswerk.de. Sie erhalten dann eine Bestätigung.

 

Flyer als pdf

Internationaler Museumstag im Deutsch-Russischen Museum

17.05.2020 10:00 - 17.05.2020 18:00

Unter dem Motto "Museen entdecken & Museen digital" lädt der diesjährige Museumstag zu digitalen Entdeckungstouren ein. Auf unserer Homepage finden Sie dazu vielfältigeAngebote, wie zahlreiche Bildergalerien, ein Abstimmungstool und auch einen virtuellen Rundgang durch die Ausstellung „Von Casablanca nach Karlshorst“.

Für alle, die am Museumstag einen Ausflug zu uns planen: Für Einzelbesucher*innen ist der historische Saal der Kapitulation vom 8. Mai 1945 in der Zeit von 10 - 18 Uhr geöffnet. Im Museumsgarten steht eine OpenAir-Ausstellung rund um die Kapitulation. Um 12, 14, 16 und 18 Uhr finden dort Kurzvorträge unsere Besucherreferent*innen statt. 

Der Eintritt ist wie immer frei und es gelten die Abstands- und Hygieneregeln.

Da sich nur eine begrenzte Anzahl von Personen zeitgleich im Gebäude und auf dem Gelände aufhalten darf, kann es zu Wartezeiten kommen. Dafür bitten wir um Verständnis.

ABGESAGT!!! Museumsfest am 8. Mai - Zur Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa

08.05.2020 10:00 - 08.05.2020 23:59

In der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945 wurde im Saal des heutigen Museums die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht unterzeichnet. Mit diesem Ereignis endete vor 75 Jahren der Zweite Weltkrieg in Europa. Bei unserem jährlichen Museumsfest möchten wir an diesen historischen Moment erinnern und beim traditionellen "Toast auf den Frieden" mit Ihnen anstoßen. 

 

Es erwartet Sie ein abwechslungsreiches Programm im Garten und Museum. Eintritt sowie alle Angebote und Führungen sind kostenlos.

 

Weitere Informationen zum genauen Programm des Tages folgen bald.

ABGESAGT!!! Eröffnungsveranstaltung der Sonderausstellung "Von Casablanca nach Karlshorst"

28.04.2020 11:00 - 28.04.2020 13:00

Wir nehmen die Ausbreitung des Corona-Virus sehr ernst. Mit großem Bedauern sagen wir daher die Eröffnungsveranstaltung der Sonderausstellung „Von Casablanca nach Karlshorst“ im Museum Berlin-Karlshorst anlässlich 75 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa am 28. April 2020 um 11 Uhr ab.

 

Die Ausstellung wird im Netz eröffnen. Darüber werden wir in Kürze informieren. 

 

Einen ersten Einblick gibt Ihnen auch der gleichnamige Begleitband, der ab dem 20. April 2020 als dreisprachiges gebundenes Buch lieferbar sein wird. Bestellungen nehmen wir unter kontakt(at)museum-karlshorst.de entgegen.

 

Während der Ausstellungslaufzeit wird ein Rahmenprogramm mit vielfältigen Veranstaltungen stattfinden. Internationale Gäste und Kooperationspartner*innen werden das welthistorische Ereignis des Kriegsendes vor 75 Jahren u.a. global in den Blick nehmen. Über die konkreten Termine der Veranstaltungsreihe werden wir Sie zu einem späteren Zeitpunkt informieren.

Filmreihe KRIEG - ERINNERUNG - GEGENWART | Filmstreaming "My Granny From Mars"

09.04.2020 19:00 - 09.04.2020 21:00

Im Museum Karlshorst steht das Jahr 2020 im Zeichen des 75. Jahrestages des Kriegsendes in Europa. In Kooperation mit dem Ukrainischen Kinoklub Berlin zeigt das Museum die Filmreihe KRIEG – ERINNERUNG – GEGENWART. Drei Filme nähern sich dem Thema Krieg aus verschiedenen Blickrichtungen – historisch, diskursiv und aktuell. (Hier der Flyer zur Filmreihe.)

 

Der Film "My Granny From Mars" (russischsprachiges Original mit englischen Untertiteln, 72 Min.) wird aufgrund der Corona-Pandemie online gezeigt. "My Granny From Mars" wird am 9. April 2020 ab 19:00 Uhr auf der Plattform takflix gestreamt. Der Link ist: https://takflix.com/en/watchparty/bafq27

 

Das anschließende Filmgespräch mit dem belarussischen Regisseur Alexander Mihalkovich findet auf Englisch statt. Es wird moderiert von Oleksandra Bienert vom Ukrainischen Kinoklub Berlin. Um am Filmgespräch teilzunehmen, klicken sie nach dem Filmstreaming auf "Join conversation" auf derselben Seite. Oder Sie klicken auf diesen Link: https://us04web.zoom.us/j/709955163 (Bitte beachten Sie, dass es notwendig ist sich vorab bei der Plattform zoom anzumelden.)

 

Der "Eintritt" zum Film ist kostenlos. Wir möchten Sie jedoch um einen solidarischen Beitrag via PayPal an ukkb@gmx.de für das Stammkino des Ukrainischen Kinoklubs, die Brotfabrik Berlin, bitten.

 

Zum Film:
Zina, die Großmutter des Regisseurs Mihalkovich, lebt auf der Krim. Die auf dem Festland lebende Familie möchte zu ihrem 80. Geburtstag anreisen, steht aber vor einem Problem. Durch die russische Annexion ist die Krim zu einem nahezu unerreichbaren Planeten geworden, der von einem Kriegsgebiet umgeben ist. Hier finden Sie den Trailer zum Film.

Filmreihe KRIEG – ERINNERUNG – GEGENWART | Filmvorführung „Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen“

26.02.2020 19:00 - 26.02.2020 22:00

Im Museum Karlshorst steht das Jahr 2020 im Zeichen des 75. Jahrestages des Kriegsendes in Europa. In Kooperation mit dem Ukrainischen Kinoklub Berlin zeigt das Museum im hauseigenen Kinosalon von Januar bis März 2020 die Filmreihe KRIEG – ERINNERUNG – GEGENWART. Drei Filme nähern sich dem Thema Krieg aus verschiedenen Blickrichtungen – historisch, diskursiv und aktuell.

 

Um Anmeldung wird gebeten, unter kontakt(at)museum-karlshorst.de

 

Der Film läuft ein weiteres Mal: am Sonntagnachmittag, den 1. März 2020 um 15:00 Uhr.

 

Zum Film:

"Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen" (2018) | Rumänischsprachiges Original mit deutschen Untertiteln | Länge: 140 Min.

 

Die junge Theaterregisseurin Mariana Marin (Ioana Iacob) möchte in einem Theaterstück die rumänische Mitschuld am Holocaust thematisieren und stößt dabei auf vielerlei Widerstände.

 

Die Tragikomödie ist der letzte im Jahr 2018 erschiene Spielfilm des mit dem Silbernen Bären der Berlinale ausgezeichneten rumänischen Regisseurs Radu Jude.

Filmvorführung und Gespräch „From Berlin to Tomsk“

13.02.2020 19:00 - 13.02.2020 21:00

Im Kinosalon des Museums:

„From Berlin to Tomsk. Retracing the Journey of a Gastarbeiter in Siberia in the 1930s“

(Von Berlin nach Tomsk. Auf den Spuren eines Gastarbeiters im Sibirien der 1930er Jahre)

 

Der Dokumentarfilm der Anthropologin Dr. Cordula Gdaniec begibt sich auf die Spur eines deutschen „Gastarbeiters“ der 1930er Jahre in die Sowjetunion. Bis heute ist wenig bekannt über diese Facharbeiter und Spezialisten, die mithalfen die Industrie der Sowjetunion aufzubauen. Ausgehend vom Fotoalbum ihrer Familie, das die Jahre in Westsibirien von 1930 bis 1934 dokumentiert, folgt Gdaniec dem Weg ihres Großvaters, eines Bergbauingenieurs, nach Tomsk. Der Alltag der Familie und die Arbeitsbedingungen waren geprägt von Abenteuer und Privilegien. Ebenso wenig blieb die Familie von den sowjetischen Realitäten der Mangelwirtschaft, der Überwachung und des herannahenden Großen Terrors verschont. Der Kurzfilm enthält historische Filmaufnahmen aus der Zeit des ersten Fünfjahresplans. Er ist zudem ein Reisetagebuch der Regisseurin nach Tomsk.

 

Im Anschluss der Filmvorführung führt die Historikerin Dr. Carola Tischler (Berlin) ein Gespräch mit der Regisseurin Dr. Cordula Gdaniec und beleuchtet die deutsch-sowjetischen Beziehungen aus einer historischen Perspektive.

 

Der Film ist auf Englisch und Russisch (mit englischen Untertiteln). Das anschließende Gespräch findet in deutscher Sprache statt.

 

Der Zugang zum Kinosalon des Museums ist barrierefrei.

Filmreihe KRIEG – ERINNERUNG – GEGENWART | Filmvorführung „Anna´s War“

29.01.2020 19:00 - 29.01.2020 21:00

Im Museum Karlshorst steht das Jahr 2020 im Zeichen des 75. Jahrestages des Kriegsendes in Europa. In Kooperation mit dem Ukrainischen Kinoklub Berlin zeigt das Museum im hauseigenen Kinosalon von Januar bis März 2020 die Filmreihe KRIEG – ERINNERUNG – GEGENWART. Drei Filme nähern sich dem Thema Krieg aus verschiedenen Blickrichtungen – historisch, diskursiv und aktuell.

 

„Anna´s War“ ist der erste Film, den das Museum im Rahmen der Filmreihe zeigt. Herr Dr. Jörg Morré wird die Filmreihe eröffnen. Im Anschluss an den Film findet ein kurzes Filmgespräch mit Dr. Anke Giesen, Vorstandsmitglied von MEMORIAL International und der deutschen Sektion MEMORIAL Deutschland, statt.

 

Um Anmeldung wird gebeten, unter kontakt(at)museum-karlshorst.de

 

Zum Film:

„Anna's War“ (2018) | Russischsprachig Original mit englischen Untertiteln | 74 Min.

Das jüdische Mädchen Anna (Marta Kozlova) überlebt die Ermordung ihrer Familie und versteckt sich in dem Kaminschacht einer ukrainischen Schule, die zum Hauptquartier der Deutschen im besetzten Ort wird. Anna beobachtet Krieg und Leben aus ihrem Versteck…

 

Das Drama des russischen Regisseurs Aleksey Fedorchenko feierte im Januar 2018 Premiere auf dem International Film Festival Rotterdam und wurde 2019 mit dem Russian Golden Eagle Award in den Kategorien Bester Film und Beste Regie prämiert.

Alliierte in Berlin

15.01.2020 19:00 - 15.01.2020 21:00

Im Juni 1945 hatten die vier Alliierten ihre Sektoren in der gemeinsam verwalteten Zone Berlin eingenommen. Die Alliierte Kommandantura mit den vier Stadtkommandanten begann zu arbeiten. Am 16. Juni 1948 zog sich der sowjetische Stadtkommandant jedoch einseitig aus der Kommandantura zurück. Der Status Berlin blieb im Folgenden stets umkämpft, die Berlin-Krisen 1948/49 und 1958 und die Panzerkonfrontation am Checkpoint Charlie 1961 sind dafür nur Beispiele. Erst das Viemächteabkommen über Berlin 1971 regelte endgültig den Status Berlins. Wir möchten an diesem Abend diskutieren, wie die Alliierten den jeweils anderen sahen und wie sie in ihren eigenen Sektoren regierten? Welche wechselseitigen Beeinflussungen es gab und wo eine Zusammenarbeit trotz aller Differenzen möglich war.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem AlliiertenMuseum Berlin.

Podiumsteilnehmer:

Eberhard Diepgen (Regierender Bürgermeister von Berlin 1984 bis 1989 sowie von 1991 bis 2001)

Hans Joachim Jung (ehemaliger Mitarbeiter der Ost-Berliner Stadtkommandantur)

Bernd von Kostka (AlliiertenMuseum, Berlin)

Alexander Olenik (Universität Bonn)

Moderation:

Dr. Jörg Morré (Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst)

Ende des Kalten Krieges und neue Weltordnung? Fragen zum Rückzug sowjetischer Truppen nach 1989/90

11.12.2019 19:00 - 11.12.2019 21:00

1989 setzte mit dem einseitigen Truppenabzug der Sowjetunion aus der DDR, Polen, CSSR und Ungarn ein Prozess ein, der sich mit dem Fall der Mauer und dem Prozess der deutschen Wiedervereinigung beschleunigte und im Abzug der sowjetischen, ab 1992 russischen Truppen aus Deutschland resultierte. Mit der Charta von Paris im Dezember 1990 wurde der Ost-West-Konflikt für beendet erklärt und die Absicht einer neuen sicherheitspolitischen Weltordnung herausgestellt. Mit dem NATO-Russland-Rat wurde ein Instrument für gegenseitiges Verständnis geschaffen, welches zukünftige Konflikte ausschließen sollte. Schauen wir heute rund 25 Jahre später auf diese Prozesse, so müssen wir konstatieren, dass vieles von dem damals Beschlossenen immer noch einer Umsetzung harrt und wir von der Zeit der Kommunikation in eine Zeit des Schweigens geraten sind.

Die Podiumsdiskussion möchte nach den Ursachen fragen und dabei gleichzeitig die Erwartungen der 1990er Jahre herausarbeiten und die Enttäuschungen auf beiden Seiten benennen. Die Kernfrage die sich dabei stellt ist, wie sind wir nach einer Zeit der Euphorie in die gegenwärtige Krise hereingeschlittert.

Podiumsgäste:

Prof. Dr. Victor Mizin (Moskauer Staatliches Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO))

Prof. Dr. Hans-Henning Schröder (Mitherausgeber der „Russland-Analysen“)

Dr. Tim Geiger (Institut für Zeitgeschichte München-Berlin)

Moderation:

Christoph Meißner (Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst)

"Die Freunde". Wie war das Verhältnis zwischen der DDR und den sowjetischen Besatzungstruppen?

19.11.2019 19:00 - 19.11.2019 21:00

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Die Freundschaft zur Sowjetunion und damit auch zu ihrer Armee war in der DDR staatlich verordnet. Vielen ehemaligen DDR-Bürgern sind die Freundschaftsabende in Erinnerung geblieben, die aber meist nicht über den offiziellen Teil hinausgingen. Das diese Freundschaft nicht immer nur positive Seiten hatte, zeigte sich bei der Niederschlagung des Volksaufstandes am 17. Juni 1953 oder bei der Sicherung der innerdeutschen Grenze.  Die Podiumsdiskussion wird diese Themen aufgreifen und nach den vielfältigen Aspekten der Freundschaft und nach deren konkreten Umsetzungen fragen.

Podiumsteilnehmer:

Dr. Helmut Domke (Vorsitzender des Vorstandes Stiftung West-Östliche Begegnungen)

Dr. Stefan Wolle (Wissenschaftlicher Leiter des DDR-Museums in Berlin)

Wladimir Lukin (stellv. Direktor des Streitkräftemuseums Moskau; letzter Direktor des sowjetischen Kapitulationsmuseums)

Moderation: Mandy Ganske-Zapf (Universität Hamburg)

The Stalingrad Myth from 1943 to Present in a Russian-German Comparative Perspective

07.11.2019 14:00 - 09.11.2019 17:00

Die Schlacht um Stalingrad wird ungeachtet neuerer Forschungserkenntnisse als der Wendepunkt im nationalsozialistischen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion erinnert. Seit Jahrzehnten beschäftigt „Stalingrad“ nicht nur Historiker. Die unterschiedliche Erinnerung an das historische Ereignis schlägt sich auch in anderen Genres wie in der Literatur und im Film nieder. Diese unterschiedlichen Perspektiven sollen auf der Konferenz diskutiert werden.

Die Konferenzsprache ist Englisch. Die Podiumsdiskussion am 7.11.2019 (19 Uhr) wird in Deutsch und Russisch (mit Übersetzung) geführt.

Eine gemeinsame Konferenz des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst, des Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung und des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. 

Das Programm finden Sie hier.

Deutsch-sowjetische Waffenbrüderschaft in der DDR. Ein militärisches Konzept oder Propaganda?

24.10.2019 19:00 - 24.10.2019 21:00

Die Waffenbrüderschaft zu dur sowjetischen Armee spielte im Selbstverständnis der Nationalen Volksarmee der DDR eine große Rolle. An diesem Abend sollen mit Zeitzeugen und Historikern deren Dimensionen erkundet werden. 

Podium: 

Jewgenii Meshcherjakow (Offizier der Reserve, ehem. Politoffizier eines Panzerbataillon der GSSD)

Hans Joachim Jung (Oberstleutnant a.D., ehem. Dolmetscher in der Ostberliner Stadtkommandatur)

Siegfried Eichner (Oberstleutnant a.D., stell. Vorsitzender des Verbandes zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR)


Moderation: 

Dr. Jörg Morré (Direktor Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst)

Konferenz: „GRANIN UND DEUTSCHLAND: DER SCHWIERIGE WEG ZUR VERSÖHNUNG“

15.10.2019 08:45 - 15.10.2019 18:00

Anlässlich des 100. Geburtstages des bekannten sowjetisch-russischen Schriftstellers Daniil Granin (1919-2017) veranstalten das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst und die Daniil-Granin-Stiftung am 15. Oktober 2019 diese gemeinsame Konferenz, die dem Leben und Schaffen Daniil Granins gewidmet ist.

Am 27. Januar 2014 richtete Daniil Granin bewegende Worte an den Deutschen Bundestag anlässlich der Gedenkstunde zum 70. Jahrestag der Beendigung der fast 900 Tage andauernden Beladerung Leningrads durch die deutsche Wehrmacht. Diese Rede fand einen starken Widerhall in der deutschen und russischen Öffentlichkeit. Die Werke Daniil Granins, seine Bemühungen um die Versöhnung der ehemaligen Kriegsgegner, vor allem seine mahnenden Bücher wie das „Blockadetagebuch“ und „Mein Leutnant“, sind vielen deutschen Lesern gut bekannt.

Ihre Rückmeldung richten Sie bitte an das Organisationsteam unter der Adresse

traubersconference(at)gmail.com oder kontakt(at)museum-karlshorst.de

Rundgang und Erzählabend „Geheimes Karlshorst“ Eine Veranstaltung zur Erinnerungskultur in Lichtenberg – in Kooperation mit dem Runden Tisch für politische Bildung

27.09.2019 17:00 - 27.09.2019 21:00

Rundgang durch das ehemalige sowjetische Sperrgebiet | Treffpunk 17 Uhr vor dem Museum, Zwieseler Straße 4

Erzählabend | 19 Uhr im Museum Berlin-Karlshorst

Der Rundgang mit Museumsdirektor Jörg Morré führt uns an die ehemaligen Standorte geheimer und militärischer Einrichtungen. Nach Kriegsende im Mai 1945 wurde Karlshorst sowjetisches Sperrgebiet. Hier residierten die sowjetische Militärverwaltung sowie sowjetische Geheimdienste und Truppen. Später kamen die Stasi und die Grenzkontrolle für die Berliner Mauer hinzu. Damit war Karlshorst während des Kalten Kriegs eine wichtige Entscheidungszentrale für den politischen und militärischen Alltag in der DDR.

Beim anschließenden Erzählabend ab 19 Uhr möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen – welche Erinnerungen an die sowjetisch geprägten Jahrzehnte in Karlshorst haben Sie?

Wir lassen den Abend bei Getränken und einem kleinen Imbiss ausklingen.

Für unsere Planung bitten wir Sie um Anmeldung bis spätestens 25. September 2019 unter kontakt(at)museum-karlshorst.de oder unter 030 501 508 10

Der Abzug

12.09.2019 19:00 - 12.09.2019 21:00

Vor 25 Jahren verließen die letzten russischen Soldaten Deutschland. Die Podiumsdiskussion nimmt mit Zeitzeugen und Historikern die Abzugsphase in den Blick.

Vortrag: 
Christoph Meißner 
Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutsch-Russischen Museums

Podiumsgäste: 

Karl Robert Woelk
ehemals "Deutsches Verbindungskommando zur WGT" der Bundeswehr

Anton W. Terentjew (angefragt)
Stabschef der WGT von 1992-1994

Moderation:

Dr. Jörg Morré
Direktor des Deutsch-Russischen Museums

Vernissage "Alltag - Politik - Kampfauftrag"

27.08.2019 19:00 - 27.08.2019 21:00

Vernissage der Ausstellung "Alltag - Politik - Kampfauftrag. Sowjetische Truppen in Deutschland 1945-1994"

Begrüßung:

Dr. Jörg Morré
Museumsdirektor und Ko-Kurator

Wladimir Lukin
stellv. Direktor des Zentralen Museums der Streitkräfte der Russischen Föderation

Einführung: 

Christoph Meißner 
Kurator der Ausstellung

75. Jahrestag Befreiung von Belarus

17.07.2019 19:00 - 17.07.2019 21:00

Am 3. Juli 1944 befreiten die Truppen der Roten Armee die Hauptstadt der Belorussischen Sowjetrepublik Minsk. Am 28. Juli 1944 endeten die Kämpfe in Brest. Jeder dritte Bewohner von Belarus verlor während des Krieges gegen die Sowjetunion sein Leben.

 

Das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst und die Botschaft der Republik Belarus in der Bundesrepublik Deutschland erinnern gemeinsam an den 75. Jahrestag der Befreiung von Belarus von der deutschen Besatzungsherrschaft. 

 

Am 17. Juli 2019, 19:00 Uhr im Museum Berlin-Karlshorst,

Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin

Wir bitten Sie, uns bis 12. Juli 2019 Ihr Kommen anzuzeigen: kontakt(at)museum-karlshorst.de

Begrüßung:

Dr. Jörg Morré (Direktor des Museums Berlin-Karlshorst)

S.E. der Botschafter der Republik Belarus Denis Sidorenko

Vladimir Voropaev (Direktor des Museums der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges, Minsk)

Vortrag und Podiumsdiskussion:

Natalia A. Yatzkevich (Museum der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges, Minsk)

Prof. Dr. Thomas Bohn (Universität Gießen, Mitglied der deutsch-belarussischen Historikerkommission)

Moderation: Dr. Jörg Morré

Im Anschluss lädt der Botschafter zu einem kleinen Empfang.

Lizenz zum Spionieren. Alliierte Militärmissionen in Potsdam

20.06.2019 18:00 - 20.06.2019 20:00

ACHTUNG! Veranstaltungsort: Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte / Am Alten Markt 9 / 14467 Potsdam

Die drei west-alliierten Militärverbindungsmissionen (MVM) gehörten in der Zeit des Kalten Krieges zum Stadtbild Potsdams. Von ihren dortigen Hauptsitzen startete die MVM in Fahrzeugen mit besonderen Kennzeichen ihre Erkundungstouren durch die DDR. Ziel war es, vor allem das militärische Potenzial des Gegners aufzuklären. Die sowjetische MVM war im Gegenzug zu Erkundungsfahrten in der Bundesrepublik berechtigt. Auf die Aufgaben und Rechte der Missionen hatten sich die vier Siegermächte in Nachkriegsabkommen verständigt. Überschreitungen und Zwischenfälle gab es im Laufe der Jahrzehnte jedoch auf beiden Seiten. Nach einem einführenden Kurzvortrag über die Militärverbindungsmissionen geben vier ehemalige MVM-Angehörige Einblicke in die alltägliche Praxis mit der Lizenz zum Spionieren.

Einführungsvortrag: Söhnke Streckel, Journalist und Autor

Podiumsgespräch mit den Zeitzeugen Nigel Dunkley (Großbritannien), Lawrence Kelley (USA), Daniel Pasquier (Frankreich) und Sergei Savchenko (Russland)

Moderation: Dr. Jörg Morré, Direktor Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst
 

Eine gemeinsame Veranstaltung von: Potsdam Museum, Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst, AlliiertenMuseum, Stiftung Berliner Mauer

Copyright Luftbeobachtung Mitte der 1960er Jahre:  Archiv AlliiertenMuseum/Preisler

Hier gibts den Flyer

Museumsfest am 8. Mai

08.05.2019 11:00 - 08.05.2019 23:00

In der Nacht vom 8. Mai 1945 wurde im Saal des heutigen Museums die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht unterzeichnet. Mit diesem Ereignis wurde der Zweite Weltkrieg in Europa beendet. Bei unserem jährlichen Museumsfest möchten wir an diesen historischen Moment erinnern und auf den Frieden anstoßen. Feiern Sie mit uns! Von 11-24 Uhr erwartet Sie Kultur & Kulinarisches im Garten und Museum. Eintritt sowie alle Angebote und Führungen sind kostenlos.

Das Programm finden Sie hier.

„Militär und Geheimdienste im Sperrgebiet Karlshorst 1945-1992 “

25.04.2019 19:00 - 25.04.2019 21:00

Im Mai 1945 wurde Karlshorst sowjetisches Sperrgebiet. Hier residierte die sowjetischen Militärverwaltung, Geheimdienste und sowjetische Truppen. Später kamen die Stasi und die Grenzkontrolle für die Berliner Mauer hinzu. Karlshorst war während des Kalten Kriegs eine wichtige Entscheidungszentrale. Mitarbeiter des Museums tragen ihre Forschungen vor, die die Grundlage für die ab sofort monatlich angebotenen Kiezrundgänge bilden.

Vorträge von:
Dr. Jörg Morré, Leiter des Museums Berlin-Karlshorst
Christoph Meißner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum

Vernissage: "Sowjetisches Ehrenmal in Berlin. Modelle und Musen seines Schöpfers"

10.04.2019 19:00 - 10.04.2019 21:00

Eine Ausstellung des Wolgograder Museums »Stalingrader Schlacht« zum 70. Jahrestag der Einweihung des sowjetischen Ehrenmals im Treptower Park.

Am 8. Mai 1949 wurde das sowjetische Ehrenmal im Treptower Park eingeweiht, am 15. Oktober 1967 fand die Eröffnung des Denkmal-Ensembles auf dem Mamajew-Hügel in Wolgograd zur Erinnerung an die Schlacht um Stalingrad statt. An beiden Projekten war an leitender Stelle der sowjetische Bildhauer Jewgenij Wutschetitsch beteiligt. Die Ausstellung dokumentiert die Entstehungsgeschichte der beiden Denkmal-Ensembles.

„Überall eine Russenkaserne“ – Standorte der Sowjetarmee in der DDR

28.03.2019 19:00 - 28.03.2019 21:00

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr und dem Deutschen Historischen Institut Moskau hat das Museum erstmals die rund 1.100 sowjetischen Militärstandorte in der DDR dokumentiert. Anlässlich der Onlinestellung dieser reich illustrierten Bestandsaufnahme werden erste Analysen vorgestellt und ein Ausblick auf kommende Ergebnisse gegeben.

Website: www.sowjetische-militaerstandorte-in-deutschland.de

Begrüßung:

Dr. Jörg Morré (Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst)

Kapitän zur See Dr. Jörg Hillmann (Kommandeur des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam)

Dr. Matthias Uhl (Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Historischen Instituts, Moskau)

Kurzvorträge:

Christoph Meißner (Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst): Eine kurze Geschichte der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland

Dr. Rüdiger Wenzke (Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam): Datenbanken und Militärgeschichte

Dr. Matthias Uhl (Deutsches Historisches Institut, Moskau): Neues Material für die Datenbank aus dem russ. Generalstab – Das Jahr 1946

Dr. Lutz Prieß (Projektmitarbeiter Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst): Einführung und Vorstellung der neuen Standortdatenbank


Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir Sie zur weiteren Diskussion auf ein Getränk im Foyer des Museums ein.

Aktionstag „Erlebe Deine Region“

24.03.2019 11:00 - 24.02.2019 16:00

„Erlebe Deine Region“: Einmal im Jahr präsentieren sich mehr als 40 Partner aus den Berliner Bezirken Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf sowie den Umlandgemeinden mit besonderen Angeboten.

Wir beteiligen uns an diesem Aktionstag mit zwei kostenfreien offenen Führungen.

11.00 und 15.00 bieten wir Ihnen einen einstündigen Rundgang durch unser Haus. Treffpunkt ist am Empfang im Erdgeschoss

Olga Lander - Protoyp der Frau in der sowjetischen Gesellschaft?

19.02.2019 19:00 - 19.02.2019 21:00

Bildung und Berufstätigkeit werden allgemein als entscheidende Voraussetzungen für einen gleichberechtigten Platz von Frauen in der Gesellschaft angesehen. Galt dies auch für Frauen in der Sowjetunion der 1930/40er Jahre? Wie ist in diesem Kontext der berufliche Werdegang der Fotografin Olga Lander zu werten? Hatte der Krieg hier womöglich eine Katalysatorfunktion? Einleitend werden Bildbeispiele aus dem Werk Olga Landers gezeigt, die ihre Arbeit als Fotokorrespondentin in der Vorkriegszeit dokumentieren.

Colloquium: Die Leningrader Blockade in der Diskussion

12.02.2019 09:30 - 12.02.2019 21:00

Leningrad wurde nach 900 Tagen Belagerung durch die deutsche Wehrmacht von der Roten Armee am 27. Januar 1944 befreit. Anlässlich des 75. Jahrestages dieses für die Stadtgeschichte von St. Petersburg und ganz Russland immer noch relevanten historischen Ereignisses lädt das Museum Berlin-Karlshorst deutsche und russische Expert*innen zu einem Fachgespräch ein. In Deutschland gilt die Blockade Leningrads als ausgiebig erforscht, in Russland würde dies nicht behauptet werden. Und so soll in dem Colloquium den ungeklärten Aspekten, neu aufgeworfenen Fragen und den Kontroversen der Forschung nachgegangen werden.

Das Programm finden Sie hier.

Um eine Anmeldung zum Colloquium wird bis spätestens 7. Februar bei Frau Bahnsen gebeten: bahnsen(at)museum-karlshorst.de

Vortrag und Gespräch "Frauen im Großen Vaterländischen Krieg"

17.01.2019 19:00 - 17.01.2019 21:00

Bis zu einer Million Frauen dienten während der Kriegsjahre von 1941 bis 1945 in der Roten Armee - in nahezu allen Waffengattungen, die Mehrzahl von etwa 600.000 im Sanitätsdienst. Wer waren diese Frauen? Was motivierte sie, in den Krieg zu ziehen? Wie ging die sowjetische Gesellschaft nach 1945 mit diesem weiblichen Kapitel der Kriegsgeschichte um? Wissenschaftlich Aufarbeitung und Heldinnenverehrung: Welche Rolle im nationalen und gesellschaftlichen Gedenken spielen die Veteraninnen im heutigen Russland?

Vernissage "Olga Lander - Sowjetische Kriegsfotografin im Zweiten Weltkrieg"

20.11.2018 19:00 - 13.11.2018 12:32

Olga Lander (1909–1996) gehörte zu den fünf Frauen unter 200 sowjetischen Kriegsfotokorrespondenten während des Zweiten Weltkrieges. Für die Ausstellung und den Katalog traf das Deutsch-Russische Museum eine repräsentative Bildauswahl aus dem Kriegswerk Olga Landers, das erstmals auch in Deutschland vorgestellt wird.

Begrüßung
Dr. Jörg Morré (Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst)

Grußwort
Irina Lander

Einführung
Margot Blank (Kuratorin der Ausstellung)

Blodveger - NS-Zwangsarbeit in Norwegen

17.10.2018 19:00 - 17.10.2018 21:00

Zum Auftakt des Recherche-Theater-Projektes BLODVEGER werden im Rahmen eines Internationalen Colloquiums Historiker*innen aus Narvik, Archangelsk und Belgrad– im Verbund mit ihren deutschen Partner*innen – über Zwangsarbeit im deutschbesetzten Norwegen sprechen. Über 100.000 Menschen wurden dort Opfer der gigantomanischen und verbrecherischen Großraum-Planung NS-Deutschlands.

Der Abendvortrag thematisiert die deutsche Okkupation von 1940-45 und die Kämpfe zwischen der Wehrmacht und der Roten Armee im Norden Europas.

Im Frühjahr 2019 hat das Theaterprojekt Premiere: am 10.3. in Berlin und am 19.3. in Narvik (Norwegen). Präsentationen in Archangelsk (Russland), Belgrad (Serbien) und Skinnskatteberg (Schweden) folgen.

Das Münchner Abkommen als Gipfel der Appeasementpolitik - Eine Veranstaltung zum 80. Jahrestag

25.09.2018 19:00 - 25.09.2018 21:00

Das Münchner Abkommen vom 30. September 1938 sollte den Krieg in Europa verhindern, doch dies erwies sich als eine Fehleinschätzung. Nicht einmal ein Jahr später begann das nationalsozialistische Deutschland mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 einen brutalen Angriffskrieg. Für die Tschechoslowakei bedeutete dies das Ende ihrer seit 1918 nur zwanzig Jahre währenden Selbstständigkeit. Wie sind die Zugeständnisse im Rahmen der französisch-britischen Appeasement-Politik 80 Jahre später zu bewerten? Was bedeutet dies in der Erinnerung der beteiligten Staaten und was können wir für aktuelle Konflikte aus dem Münchner Abkommen lernen?

Es diskutieren:

Florian Dierl (Leiter des Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Nürnberg)
Jaromir Mrnka (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für die Studien totalitärer Regime, Prag)
Stefan Martens (stellv. Direktor des Deutschen Historischen Institut, Paris)

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der AG Geschichte des Deutsch-Russischen Austauschs.

Wissenschaftliche Tagung: "Musik macht Politik. Politik macht Musik"

21.09.2018 15:30 - 23.09.2018 12:00

ein Kooperationsprojekt des Deutsch- Russischen Museums Berlin- Karlshorst und der Akademie für Politische Bildung in Zusammenarbeit mit den Münchener Philharmonikern

Am Abend vor seiner Ermordung besuchte der bayerische Ministerpräsident Kurt Eisner ein Konzert der Münchner Philharmoniker. Dies ist nur ein Beispiel aus der Geschichte dieses Münchner Orchesters, bei dem sich Musik und Macht mit den Zeitläuften kreuzten.

Die Tagung bildet einen wichtigen Programmpunkt der Saison 2018/19 der Münchner Philharmoniker, die in diesem Jahr ihr 125jähriges Jubiläum begehen. Die Veranstaltung möchte den scheinbar apolitischen Charakter von Musik dekonstruieren und überlegen, in welchem Verhältnis die Musik zur Macht stand und steht. Dabei richten wir den Blick nicht nur auf die im wahrsten Wortsinne Instrumentalisierung von Musik durch Macht und Politik, sondern fragen auch nach den orchesterinternen Hierarchien, wo der Dirigent mit seinem Taktstock geradezu eine absolutistische Macht in den Händen hält, nach der sich das gesamte Ensemble ausrichtet.

Die Münchner Philharmoniker und ihre Geschichte werden in besonderem Maße im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen. Im Rahmen eines Konzertes wird das Ensemble zudem aufzeigen, dass man nicht nur mit Worten, sondern auch mit Musik über die eigene Geschichte sprechen kann. Die Klangfarben vom Kaiserreich bis in die Bundesrepublik geben einen Einblick in den Zusammenhang zwischen Musik und Geschichte.

Daneben wird ein vergleichender Blick auf andere Orchester geworfen. Zum Abschluss der Veranstaltung spielen zudem russische Musiker Stücke, die von deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion komponiert wurden, und zeigen so, wie Musik und Gewalt in einem unfreiwilligen Zusammenhang standen.

Das Programm finden Sie hier.

Anmeldungen können über das Online-Formular der Akademie für politische Bildung erfolgen:
https://www.apb-tutzing.de/programm/tagung/38-3-18

Tag des offenen Denkmals

08.09.2018 10:00 - 09.09.2018 18:00

„Tagen des offenen Denkmals 2018“ unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“

Auch in diesem Jahr nimmt das Deutsch-Russische Museum am European Cultural Heritage Day teil. Nur an diesem Wochenende – entdecken Sie mit uns folgende Orte:

ENTDECKUNGSTOUR 1: „Das Geheime Karlshorst 1945 - 1994“
Ein Kiezspaziergang führt uns durch das ehemalige sowjetische Sperrgebiet in Karlshorst.
Dauer ca. 90 – 120 Minuten.

Samstag und Sonntag jeweils um 11 Uhr und um 15 Uhr

 

ENTDECKUNGSTOUR 2: „Museum Karlshorst - unsere drei Leben 1967 - 2018“
Wir bewegen uns entlang der Spuren der  Transformation des sowjetischen Gedenkorts hin zum heutigen Deutsch-Russischen Museum.
Dauer ca. 90 Minuten.

Samstag und Sonntag jeweils um 10 Uhr, 12 Uhr, 14 Uhr, 16 Uhr

 

ENTDECKUNGSTOUR 3: „Das Karlshorster Flugfeld 1907 – 1920“ in Kooperation mit den Geschichtsfreunden Karlshorst im  Kulturring in Berlin e.V.
Wir erkunden die Vorgeschichte des militärischen Standorts Karlshorst an Ort und Stelle.
Dauer ca. 60 – 90  Minuten.

Samstag und Sonntag jeweils um 13 Uhr und um 17 Uhr

!! Treffpunkt für alle Touren ist der Platz vor dem Museumseingang, Zwieseler Straße 4 !!

 

Entdecken Sie den „Park des Sieges“!
An beiden Tagen erklären unsere Experten für Sie die Panzer und Haubitzen im Museumsgarten! Samstag undSonntag zwischen 12-17 Uhr

Wir halten an beiden Tagen Kaffee und Kuchen für Sie bereit.

75 Jahre Nationalkomitee Freies Deutschland

12.07.2018 19:00 - 12.07.2018 21:00

Am 12. Juli 1943 wurde in einem Kriegsgefangenenlager nahe Moskau das „Nationalkomitee Freies Deutschland“ gegründet. Kriegsgefangene Wehrmachtsoldaten schlossen sich mit deutschen Emigranten im sowjetischen Exil zusammen, um gemeinsam zum Sturz Hitlers aufzurufen. Ihr Appell zeigte letztlich keine Wirkung. Aber die Sowjetunion unterstützte das Nationalkomitee bis zum Kriegsende. Die Geschichte des Komitees ist vielschichtig, wurde kontrovers diskutiert und ist heute fast vergessen. Anlässlich seines 75. Jahrestages aber will das Museum Berlin-Karlshorst an diese deutsch-sowjetische Zusammenarbeit im Zweiten Weltkrieg erinnern.

Vortrag zum Thema:

Dr. Jörg Morré
Direktor des Museums Berlin-Karlshorst, seine 2001 erschienene Doktorarbeit leuchtete die Hintergründe der Gründung des Nationalkomitees aus

Podiumsgast:

Dr. Günter Glaser
Dr. Günter Glaser war im Fronteinsatz für das Nationalkomitee; später avancierte er zu einem der namhaften Militärhistoriker der DDR

Der Politkommissar als Wächter der Revolution

12.06.2018 19:00 - 12.06.2018 21:00

Die politischen Abteilung der Roten Armee wurde als eine für die Bildung und Alphabetisierung der Rotarmisten zuständige Institution geschaffen. Sie machte es möglich, dass später von der Roten Armee als „Schule der Nation“ gesprochen wurde. Im Mittelpunkt des Abends steht die Arbeit des Politkommissar – zunächst als Kontrollinstanz für die zaristischen Offiziere geschaffen, entwickelte er sich zu einem wichtigen Propagandisten der neuen Ideologie innerhalb der Roten Armee.

Es diskutieren:
Prof. Dr. em. Dietrich Beyrau (Tübingen)
Dr. Victor Skrjabin (Moskau)

Moderation:
Dr. Jörg Morré (Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst)

 

Vernissage "Russkij Futbol"

07.06.2018 19:00 - 07.06.2018 21:00

Der Kosmos des Fußballs in Russland ist hierzulande reichlich unbekannt. Völlig zu Unrecht! Denn seit 120 Jahren wird auch im östlichen Europa gekickt. In dieser Zeit hat sich der Sport vom Gebolze auf einer St. Petersburger Pferde- und Radrennbahn zum globalen Event in futuristischen Arenen entwickelt. In elf Portraits erzählt RUSSKIJ FUTBOL von bedeutenden Spielern und Fußballenthusiasten. Ihr Leben wird zum Brennglas auf die russische Geschichte des 20.Jahrhunderts.
Die Ausstellung und das ihr zu Grunde liegende Buch „Russkij Futbol“ lädt ein, den russisch-sowjetischen Fußball zu entdecken – als Sport, als Massenphänomen, als Subkultur und nicht zuletzt auch als Politikum.

Die Ausstellung wird eröffnet durch:

Dr. Jörg Morré (Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst)

Martin Brand (Mit-Herausgeber des Buches „Russkij Futbol“)

Stephan Felsberg, Tim Köhler (Kuratoren)

Im Anschluss besteht die Möglichkeit einer Führung durch die Ausstellung mit den Kuratoren und dem Illustrator, Thomas Gronle.

Zusammenarbeit Rote Armee und Reichswehr

15.05.2018 19:00 - 15.05.2018 21:00

Ab Mitte der 1920er Jahre setzte eine umfangreiche geheime Zusammenarbeit mit der deutschen Reichswehr ein. Das deutsche Reich, durch den Versailler Vertrag, und Russland, durch den Bolschewismus, international geächtet, ergänzten sich und schufen mit ihrer Zusammenarbeit die militärtechnischen Grundlagen die noch  Jahre später im Zweiten Weltkrieg die Welt in Atem hielten. Wir möchten uns diesem wenig bekannten Kapitel widmen und an diesem Abend zusammen mit MANFRED ZEIDLER (Frankfurt) und JULIA KANTOR (St. Petersburg), zwei ausgewiesenen Experten auf diesem Feld, die Folgen für die Rote Armee und die Reichswehr diskutieren.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Sonderausstellung "Geboren in der Revolution. Das erste Jahrzehnt der Roten Armee".

Museumsfest am 8. Mai

08.05.2018 11:00 - 08.05.2018 23:55

Museumsfest am 8.Mai
Zur Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa

Weitere Informationen finden Sie hier.

Der Russische Bürgerkrieg

25.04.2018 19:00 - 25.04.2018 21:00

Der Russische Bürgerkrieg ist in den letzten Jahren deutlich in den Schatten der Oktoberrevolution getreten. Seine Historie ist angereichert mit Mythen und Heldenepen. In der Sowjetunion war er ein wichtiger gesellschaftlicher und politischer Bezugspunkt. In Deutschland hingegen ist das Wissen über den Bürgerkrieg eher marginal. Wir möchten dies zum Anlass nehmen über diesen Abschnitt der Geschichte zu diskutieren und die neusten Forschungen zu präsentieren.

Vortrag:

Dr. Jan Claas Behrends (Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam)

Gespräch:

Dr. Jan Claas Behrends (Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam)

Dr. Jörg Morré (Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst)

 

 

Vernissage "Geboren in der Revolution - Das erste Jahrzehnt der Roten Armee"

11.04.2018 19:00 - 11.04.2018 21:00

Begrüßung:

Dr. Jörg Morré (Direktor des Museums Berlin-Karlshorst)

Grußworte:

Svetlana Chodakowskaja (Staatliches Museum für Politische Geschichte Russlands, St. Petersburg)

Wladimir Lukin (Zentrales Museum der Streitkräfte der Russischen Föderation, Moskau)

Einführung:

Christoph Meißner, Kurator der Ausstellung

 

Buchvorstellung "Leonid Breschnew - Staatsmann und Schauspieler im Schatten Stalins"

13.03.2018 19:00 - 13.03.2018 21:00

Begrüßung: Dr. Jörg Morré

Moderation: Dr. Wladislaw Hedeler

Buchvorstellung der Autorin: Prof. Dr. Susanne Schattenberg


Eine Beschreibung der Biografie finden Sie hier.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Helle Panke – Rosa Luxemburg Stiftung Berlin.

„Wie kommt die Geschichte ins Schulbuch?“

06.03.2018 19:00 - 06.03.2018 21:00

Wer entscheidet, über was in Geschichte-Schulbüchern erzählt wird, und in welchem Umfang? Wie lange dauert es, bis wichtige Ereignisse Eingang in die Schulbücher finden? Wie ist es in den drei Herkunftsländern der Podiumsgäste um die Prinzipien der Multiperspektivität und Kontroversität im Geschichte-Unterricht bestellt? Um diese und weitere Fragen soll es in diesem Gespräch gehen.

Das Gespräch wird simultan Deutsch-Englisch gedolmetscht.

Es diskutieren:

Tamara Eydelman, Lehrerin für Geschichte, Moskau, Russische Föderation
Dr. Jaroslav Najbert, Lehrer für Geschichte, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Studien zu totalitären Regimen, Prag, Tschechische Republik
Prof. Dr. Thomas Sandkühler, Inhaber des Lehrstuhls für Geschichtsdidaktik an der Humboldt-Universität Berlin, Deutschland

Moderation: Dr. Zofia Wóycicka, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Historische Forschung der polnischen Akademie der Wissenschaften in Berlin

Vernissage der Ausstellung: „Das Erbe der Sowjetarmee in Deutschland“

20.02.2018 19:00 - 20.02.2018 21:00

Der in den Jahren 1991-1994 im 2+4 Vertrag zur Deutschen Einheit geforderte Abzug der Westgruppe der russischen Truppen (WGT) aus Deutschland stellte mit über 500.000 Angehörigen und rund 3 Mio. Tonnen militärischem Material die größte Truppenverschiebung in Friedenszeiten und  eine logistische, soziale und ökologische Herausforderung dar, die bis heute in den Neuen Bundesländern nachwirkt.

Die interdisziplinäre Bild und Textdokumentation basiert auf den persönlichen Erlebnissen des Hamburger Autors, Journalisten und Zeitzeugen Thilo Gehrke während seiner nunmehr über 25 Jährigen photographischen Recherche um einen gigantischen und historisch bislang einmaligen Konversionsprozess, dessen Interpretation von Deutscher und Russischen Seite sehr konträr war. Sie umfasst chronologisch vier Themenbereiche und mündet in die vielfach ungelöste Frage der Konversion militärischer Liegenschaften.

 

»Erinnerung an Stalingrad«

08.02.2018 19:00 - 08.02.2018 21:00

Ort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst

Podiumsgespräch im Rahmen der Reihe STALINGRAD REFLEXE (Flyer)

Das heutige Wolgograd ist ein wichtiger Erinnerungsort für die deutsche Gesellschaft, ebenso wie für die sowjetische und die aus ihr hervorgegangenen Gesellschaften. Die Memorialisierung der Schlacht um Stalingrad ist vielfältig und durch die jeweilige Erinnerungs- und Gedenkkultur eines Landes geprägt. Sobald der 75. Jahrestag von „Stalingrad“ hinter uns liegen wird, wollen wir mit deutschen und russischen Akteuren der Erinnerungskultur über die Memorialisierung des Ereignisses reden. Dabei soll es um das Zuhören und Nachfragen, das Hinterfragen und möglichweise auch das Unverständnis gehen, wenn man den Blick auf die Formen des Gedenkens des Anderen richtet.

Es diskutieren:
Anton Artamonov (Panorama-Museum »Die Stalingrader Schlacht«, Wolgograd)
ASF-Freiwillige aus Deutschland
Zuständige für Städtepartnerschaft aus den Stadtverwaltungen in Köln und Wolgograd mit Beispielprojekten von Jugendlichen zur Erinnerungskultur
Torsten Dietrich (Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr)

Moderation: Dr. Jörg Morré (Museum Berlin-Karlshorst)
 

Stalingrad 3D - Filmvorführung

07.02.2018 20:00 - 07.02.2018 22:30

Ort: Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums

Einführung: Fabian Tietke

RUS 2013, R: Fjodor Bondartschuk, B: Ilja Tilkin, Sergej Sneschkin, K: Maxim Osadtschi, M: Angelo Badalamenti, D: Pjotr Fjodorow, Janina Studilina, Dmitri Lyssenkow, Thomas Kretschmann, Heiner Lauterbach, 135‘ · Blu-ray, OmU, 2D-Fassung

Fjodor Bondartschuk (Jahrgang 1967), Sohn des sowjetischen Starregisseurs Sergej Bondartschuk, hat offenbar die inszenatorischen Neigungen des Vaters zu Aufwand und Wucht übernommen. Bauteile des modernen Action-Kinos US-amerikanischer Prägung kommen in Stalingrad 3D zum Einsatz: scharfe, schnelle Schnitte; Tempo; zugespitzte, blutige Action-Szenen, vor allem wenn es um die Darstellung von Nahkämpfen geht. Fjodor Bondartschuk inszeniert die Schlacht um Stalingrad als ein barbarisches Gemetzel, „die blutigste Schlacht der Geschichte“ nennt er sie. Er gestaltet eine Rahmenhandlung im Tsunami-Gebiet um Fukushima und fügt zwei romantische Liebesgeschichten ein. Konsequent bleibt er in der Optik der kämpfenden Soldaten und lässt Kommandierende und Politiker beider Seiten außen vor. Und er spart nicht an Pyrotechnik, Kunstblut und computergestützten Schlachtszenen, unterstützt von einem furiosen Ton für alle Schlachtgeräusche. (ga)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Stalingrad-Reflexe".

Stalingrad - Filmvorführung

04.02.2018 20:00 - 04.02.2018 22:00

Ort: Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums

Einführung: Fabian Tietke

D 1993, R: Joseph Vilsmaier, B: Christoph Fromm, Johannes Heide, K: Joseph Vilsmaier, Klaus Moderegger, Peter von Haller, Karel Dobrichorsky, Jan Smolik, D: Dominique Horwitz, Thomas Kretschmann, Jochen Nickel, Sebastian Rudolph, 138‘ · 35mm

Der Münchner Regisseur Joseph Vilsmaier (Jahrgang 1939), der auch das Drehbuch schrieb, gestaltete ein Kolossalgemälde der Schlacht um Stalingrad. Stalingrad führt eine Gruppe deutscher Landser eines Sturmpionier-Bataillons vom sonnigen Italienurlaub in den Kessel von Stalingrad und in den Untergang. Die Konzentration auf eine kleine Gruppe junger Soldaten gestattet es, in der Personalisierung Allgemeingültiges zu erfassen: Landser-Mentalitäten, schnoddriger Witz, Sentimentalität, Kriegsromantik der bittersten Art, Fatalismus, Überlebenswille, sogar Ängste. Auch eine Liebesromanze zwischen einem deutschen Soldaten und einer Russin darf nicht fehlen. Die Gegenseite – „die Russen“ – bleibt weitgehend ausgespart. Beim Ausgang der Schlacht für die deutsche Wehrmacht – Tod oder Gefangenschaft – folgt er dem historischen Verlauf. (ga)

Mit freundlicher Genehmigung vonBavaria Media GmbH

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Stalingrad-Reflexe".

Oni shrashalis sa rodinu / Sie kämpften für die Heimat - Filmvorführung

04.02.2018 16:30 - 04.02.2018 19:00

Ort: Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums

Einführung: Fabian Tietke

UdSSR 1975, R/B: Sergej Bondartschuk, K: Wadim Jussow, D: Wassili Schukschin, Sergej Bondartschuk, Iwan Lapikow, 150‘ · 35mm, DF

Der sowjetische Starregisseur Sergej Bondartschuk (1920-1994) gestaltete 1975 nach Erzählungen von Michail Scholochow ein großes Schlachtenpanorama: den langen, opferreichen Weg einer Gruppe Rotarmisten durch den Krieg. Bondartschuk zeigt keine Generalität, sondern nur einfache Soldaten – individuell und sehr persönlich (allesamt hervorragend besetzt, auch Bondartschuk selbst spielt mit). Er zeigt auch keine Gegner – die deutsche Wehrmacht bleibt ohne Individualität, nur eine anonyme Kraft. Die Rotarmisten beweisen Tapferkeit und Opferbereitschaft, aber auch Kameradschaftlichkeit. Sie müssen durch Dreck, Schweiß und Blut, sie haben Ängste und leiden unter den Strapazen der Märsche. Aber letztendlich siegen sie. Der Titel des Films ist wörtlich zu nehmen. Ranghohe Militärs als Konsultanten sicherten ab, dass Bondartschuks pathetische Kriegsbilder in dieser Mosfilm-Großproduktion dem sowjetischen Geschichtsverständnis der 1970er Jahre entsprachen. (ga)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Stalingrad-Reflexe".

Poslednije pisma - Die letzten Briefe / …damit es weitergeht / Schlachtfelder - Filmvorführung

31.01.2018 20:00 - 31.01.2018 22:00

Ort: Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums

Einführung: Günter Agde

Poslednije pisma / Die letzten Briefe

UdSSR 1968, R: Harry Stoitschew, Sawwa Kulisch, 30' · 35mm, DF

…damit es weitergeht

DDR 1970, R: Richard Cohn-Vossen, 30‘ · 35mm

Schlachtfelder

DDR 1985, R: Peter Voigt, 51‘ · 35mm

Drei sehr verschiedene Dokumentarfilme, die von Schuld und Scham, von individueller Verstrickung und persönlichem Überleben berichten, gespiegelt durch Reflexion und Erinnerungen Jahre danach. – Fundament vieler Dokumentarfilme über Stalingrad sind erhalten gebliebene Briefe deutscher Soldaten. Diese privaten Dokumente – intime Mitteilungen an die Lieben daheim, die nie zur Veröffentlichung gedacht waren – bilden eine historische Quelle, um die nicht-militärischen Komponenten der Stalingrader Schlacht erfassen zu können. Wenn es gelingt, eine filmische Verbindung zwischen den Verfassern der Briefe und dem Stalingrader Kriegsgeschehen herzustellen, kann die Erinnerung an Stalingrad zur Gedächtniskultur beitragen, wie das Harry Stoitschew und Sawwa Kulisch vorschlagen. Richard Cohn-Vossen konfrontiert deutsche „Stalingrader“ mit ihren Erlebnissen. Und Peter Voigt schlägt einen großen historischen Bogen von Stalingrad zur Schlacht um Verdun im Ersten Weltkrieg. (ga)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Stalingrad-Reflexe".

Vernissage: Horchposten 1941

31.01.2018 19:00 - 31.01.2018 21:00

Die Ausstellung wird eröffnet durch:

Margot Blank (stellvertretende Direktorin des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst)

Friederike Niemann (Projektkoordinatorin, Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“)

Jochen Langner (Kurator)

Die interaktive russisch-deutsche Klanginstallation „Horchposten 1941 я слышу войну“ bietet einen individuell erfahrbaren Erinnerungsraum zum deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion, insbesondere der Belagerung Leningrads. Das Ziel ist es, den russischen und deutschen Besuchern nicht nur die Erfahrung der Kriegsgeneration des jeweils eigenen Landes zu präsentieren, sondern auch einen Perspektivwechsel zu ermöglichen, in dem sie auch den Blickwinkel des ehemaligen Feindes einnehmen können. Dadurch gibt die Installation die Gelegenheit zu einem dialogischen Erinnern, jenseits der typischen nationalen Blickwinkel.

Der Klangraum der Installation ist in fünf Zonen aufgeteilt: das sowjetische und das deutsche Hinterland, die Front bzw. das jeweilig kontrollierte Gebiet beider Länder sowie im Zentrum die Blockade von Leningrad. Der Besucher kann sich frei durch den Raum bewegen und seinen persönlichen Parcours wählen. So kann er beispielsweise im deutschen Hinterland die Propaganda und die Ausarbeitung des „Generalplan Ost“ verfolgen, und im sowjetischen Hinterland den Horror der deutschen Belagerung der Stadt Leningrad aus der Perspektive der eingeschlossenen Menschen hören. Geschichte konkret: Das menschliche Leid wird nicht abstrakt betrachtet und konsumiert, sondern der Hörer muss sich konkret für die Menschen interessieren und interagieren.

Das akustische Material bilden Tagebücher und Briefe sowie Zeitdokumente aus Wirtschaft, Presse und der politischen und militärischen Administrative beider Länder. Die ausgewählten Texte wurden von SchauspielerInnen beider Länder eingesprochen.

Eine Veranstaltung des Deutsch-Russischen Museums in Kooperation mit

Auswärtiges Amt
Deutschlandfunk
Westdeutscher Rundfunk
Radio Echo Moskau
Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“
Friedrich-Ebert-Stiftung
Deutsch-Russisches Forum

Mehr Informationen zum Projekt „Horchposten 1941“ erhalten sie hier.

Hunde, wollt ihr ewig leben - Filmvorführung

26.01.2018 21:00 - 26.01.2018 23:00

Ort: Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums

Einführung: Günter Agde

BRD 1959, R: Frank Wysbar, B: Frank Wysbar, Frank Dimen, Heinz Schröter, K: Helmuth Ashley, M: Herbert Windt, D: Joachim Hansen, Wilhelm Borchert, Wolfgang Preiss, Karl Lange, Horst Frank, 98‘ · 16mm

Der erste deutsche Film, der die Schlacht um Stalingrad in einer fiktionalen Handlung als Spielfilm gestaltet, immerhin anderthalb Jahrzehnte nach dem Ereignis und mit dem Wissen um den Ausgang der Stalingrader Schlacht. Und für ein bundesdeutsches Nachkriegs-Publikum. – Nach einem Tatsachenbericht eines Überlebenden zeigt Wysbar die Entwicklung eines jungen Offiziers mit NS-Überzeugung, der sich im Inferno des Kessels von Stalingrad allmählich von seiner Gläubigkeit entfernt und zusammen mit einigen untergebenen Soldaten erkennen muss, dass es für sie alle kein Entkommen aus Verstrickung, Not und bröckelndem Ehrverständnis gibt. Am Ende stehen der Tod oder die Gefangenschaft mit ungewisser Zukunft. Wysbar montiert mit großem Geschick zeitgenössisches deutsches und sowjetisches Dokumentarfilmmaterial der Frontkameraleute und kann so die Gefechte in Stalingrad mit enormer Authentizität in die fiktive Geschichte einbringen. (ga)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Stalingrad-Reflexe".

Welikij perelom / Die große Wende - Filmvorführung

26.01.2018 18:30 - 26.01.2018 20:30

Ort: Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums

Einführung: Günter Agde

UdSSR 1945, R: Friedrich M. Ermler, B: Boris Chirskov, K: I. Schifrin, D: Mikhail Dershawin, Pyotr Andriyevsky, Yuri Tolubejew, 108‘ · 35mm, OmeU

Die Stalingrader Schlacht erzählt der Spielfilmregisseur Friedrich Ermler (1898–1967) durchweg aus der Sicht kommandierender Militärs. Die Akteure der Handlung sind realen Generälen nachempfunden. Sie führen wortreiche Rededuelle um militärische Operationen, zumeist weit hinter der Front. Die Szenerie wird von Lagebesprechungen, Rangabzeichen auf sauberen Uniformen und Messtischblättern in neutralen Zimmern bestimmt. Die Figuren haben keine Biografie und nichts Privates. Erst in der zweiten Hälfte des Films kommt die kämpfende Truppe bei Häuserkämpfen ins Bild, ohne Verwundete und Tote. Der Gegner, die deutsche Wehrmacht, ist stets präsent, aber personell unsichtbar. Das Finale bleibt im Genre damaliger Kriegsfilme: Kapitulation – Gefangenschaft – strahlende, aber müde Sieger – Salutschießen. Welikij perelom wurde 1945 von Lenfilm produziert, erhielt den Stalinpreis 1. Klasse und in Cannes den Grand Prix. Ab Juni 1947 lief der Film in einer DEFA-Synchronfassung in den ostdeutschen Kinos. 1967 überarbeitete Mosfilm die Uraufführungsfassung.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Stalingrad-Reflexe".

Pionierschule der Wehrmacht

25.01.2018 19:00 - 25.01.2018 21:00

1938 eröffnete in der Zwieseler Straße eine Pionierschule der Wehrmacht. Dies war Teil der Aufrüstung des nationalsozialistischen Deutschlands. Die Schule bildete Militäringenieure aus. Im März 1945 wurde sie evakuiert und stand bei Kriegsende leer.

Stalingrad - Filmvorführung

24.01.2018 20:00 - 24.01.2018 22:00

Ort: Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums

Einführung: Christoph Hesse

UdSSR 1943, R: Leonid Warlamow, B: John Wexley, K: Abram Kozakow, Ivan Lamow, Boris Vahar u.a., M: V. Mochrousow, 72‘ · OmU

Die Dokumentarfilmarbeit von Leonid Warlamow (1907–1967) fußt auf umfangreichen Erfahrungen. Warlamow arbeitete lange Jahre als Regiekameramann bei der sowjetischen Wochenschau „Kino-Shurnal“, im Krieg leitete er Gruppen von Kameraleuten an den verschiedensten Fronten. Mit diesen gründlichen Kenntnissen des Ausgangs-Filmmaterials montierte er im Moskauer Zentralstudio für Dokumentarfilme seine abendfüllenden Kompilationsfilme Die Vernichtung der deutschen Truppen vor Moskau (1942) und Stalingrad (1943). Warlamow fügte zusammen, was seine Kollegen, die Frontkameraleute, gedreht hatten: alle nur denkbaren Kriegs-Sujets, oft „heiß“ in den vordersten Linien aufgenommen. Er folgte dabei strikt den militärischen Abläufen, nicht ohne den Sieg der Roten Armee in der Stalingrader Schlacht zu preisen. (ga)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Stalingrad-Reflexe".

Ausstellungseröffnung "Different Wars"

18.01.2018 19:00 - 18.01.2018 21:00

Die Ausstellung wird eröffnet durch:

Carolin Savchuk, Bildungsreferentin im Museum Berlin-Karlshorst
Robert Maier, Georg Eckert Institut für Schulbuchforschung, Braunschweig
Kristina Smolijaninovaitė, Kuratorin der Ausstellung, EU-Russland Zivilgesellschaftsforum

Anschließend laden wir Sie ein, die Ausstellung zu erkunden und in den ausgestellten Schulbüchern zu schmökern.

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem EU-Russland Zivilgesellschaftsforum.

Festakt: 25 Jahre deutsch-russisches Kriegsgräberabkommen

12.12.2017 18:30 - 12.12.2017 21:00

Eine Veranstaltung des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Im Dezember 1992 wurde das Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Russischen Föderation über die Kriegsgräberfürsorge in der Bundesrepublik Deutschland und in der Russischen Föderation abgeschlossen.

Dieses Abkommen regelt „die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräber der Vertragsparteien im jeweils anderen Staat“. Hinter diesen trockenen Worten steckt eine große politische Bedeutung. Denn damit wurde die rechtliche Grundlage geschaffen, auf der der Volksbund seine Arbeit im Auftrag der Bundesregierung nun auch in der Russischen Föderation aufnehmen konnte. Das heißt, fast 50 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs konnte der Volksbund die Suche nach Vermissten und Toten im Osten aufnehmen. Das deutsch-russische Kriegsgräberabkommen hatte auch einen Vorbildcharakter und war damit Vorlage für weitere Verträge dieser Art mit anderen Staaten Mittelost- und Osteuropas.

Dieses besondere Abkommen besteht nun seit 25 Jahren. Dies und seine Bedeutung für die deutsch-russischen Beziehungen soll nun gewürdigt werden. Dabei soll der russischen Seite nicht nur der Dank für die Möglichkeit der Kriegsgräberfürsorge für die deutschen Kriegstoten ausgedrückt werden. In den vergangenen 25 Jahren sind bei vielen Begegnungen zu unterschiedlichen Anlässen bemerkenswerte Kontakte entstanden. In der Praxis wurde durch den Volksbund und die russischen Partner bei Pflege, Bildung und Begegnung viel erreicht. Für die Teilnehmenden wurde dabei auch jederzeit die humanitäre und friedensstiftende Bedeutung der Kriegsgräberfürsorge spürbar.

Das Programm finden sie hier.

20 Jahre Gemeinsame Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen

29.11.2017 17:00 - 29.11.2017 22:00

Eine Bilanz der 20jährigen gemeinsamen Arbeit und die künftigen Perspektiven stehen im Mittelpunkt eines Festabends, den die Kommission mit deutschen und russischen Gästen aus Wissenschaft und Politik begehen wird. Nach Grußworten von Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters und dem russischen Botschafter Wladimir Grinin werden die beiden Gründungsvorsitzenden Prof. Aleksandr Tschubarjan und Prof. Horst Möller einen Rückblick über die zurückliegenden 20 Jahre geben.
Eine Podiumsdiskussion unter dem Leitmotiv „Deutschland und Russland – Konflikt und Kooperation in historischer Perspektive“ beleuchtet schließlich die wechselhaften Beziehungen zwischen den beiden Staaten. Auf dem Podium diskutieren der frühere Staatsminister Dr. h. c. Gernot Erler, die beiden russischen Historiker Prof. Igor Narski und Leonid Mletschin sowie der deutsche Vorsitzende Prof. Andreas Wirsching, der auch Direktor des Instituts für Zeitgeschichte in München ist. Die Moderation übernimmt Prof. Gwendolyn Sasse vom Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien.

Weitere Informationen zur Komission finden sie hier.

»Wendepunkt Stalingrad«

21.11.2017 19:00 - 21.11.2017 21:00

Ort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst

Podiumsgespräch im Rahmen der Reihe STALINGRAD REFLEXE (Flyer)

In der Wahrnehmung der Schlacht von Stalingrad klaffen Expertenwissen und öffentliche Wahrnehmung auseinander. Damals wie heute wussten Militärexperten, dass sich die Wehrmacht ab 1942 in einem Stellungskrieg befand, der von ihr kaum zu gewinnen war. In der deutschen Bevölkerung aber kam erst mit der verlorenen Schlacht von Stalingrad ein Gefühl von Niederlage auf. Und selbst das konnte noch lange Zeit verdrängt werden. Umgekehrt schöpfte die sowjetische Bevölkerung mit dem Sieg der Roten Armee an der Wolga erstmals Hoffnung. Sehr schnell wurde auf beiden Seiten der Begriff von der „Entscheidungsschlacht“ geprägt. Es ist bis heute eine populäre Vorstellung, der Krieg gegen die Sowjetunion habe erst durch die Niederlage der Wehrmacht in Stalingrad eine andere Wendung erhalten.

Es diskutieren:
Prof. Dr. Sönke Neitzel (Universität Potsdam)
Prof. Dr. Roman Boldyrev (Universität Archangelsk)

Moderation: Dr. Uwe Neumärker (Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas)

Festveranstaltung anlässlich des 50. Jahrestags der Gründung des Museums

03.11.2017 19:00 - 03.11.2017 21:00

Zum 50. Jahrestag der Oktoberrevolution wurde das Museum in Berlin-Karlshorst als „Museum der bedingungslosen Kapitulation des faschistischen Deutschland im Großen Vaterländischen Krieg 1941-1945“ am 5. November 1967 eröffnet. Diese Geburtsstunde jährt sich in diesem Jahr zum fünfzigsten Mal. Für uns ein willkommener Anlass, all unseren Partnern und Freunden für ihre Unterstützung zu danken und in der Ausstellung „Unsere drei Leben – 50 Jahre Museum Berlin-Karlshorst“ Einblick in unsere wechselvolle und spannende Geschichte zu geben. Zu sehen sind nicht nur Zeugnisse der drei Phasen der Existenz des Museums, sondern auch bisher im Verborgenen gebliebene Sammlungsobjekte und ein Ausblick auf zukünftige Aktivitäten und Schwerpunkte in der musealen Arbeit.

Feiern Sie mit uns Geburtstag und nutzen Sie die Gelegenheit für neue Perspektiven auf unser Haus und in unsere Sammlung.

»Schneise der Vernichtung«

24.10.2017 19:00 - 24.10.2017 21:00

Ort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst

Podiumsgespräch im Rahmen der Reihe STALINGRAD REFLEXE (Flyer)

Die 6. Armee stand auf dem südlichen Flügel der gewaltigen deutschen Streitmacht, die im Juni 1941 die Sowjetunion überfiel. In einem Jahr zog sie quer durch die Ukraine, bis die Entscheidung fiel, die wichtige Industriestadt Stalingrad anzugreifen. Voller Überzeugung stellte sich das Oberkommando der 6. Armee wissentlich in den Dienst der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. In ihrem Befehlsbereich ereigneten sich die ersten Massenerschießungen an sowjetischen Juden, so auch das Massaker von Babi Jar. Soldaten der 6. Armee führten grausame Aktionen gegen Partisanen und Zivilbevölkerung durch. Die Stadt Charkow wurde ausgehungert. Wie eine Schneise der Vernichtung hatte sich die 6. Armee den Weg bis an die Wolga gebahnt.

Es diskutieren:
Prof. Dr. Dieter Pohl (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt)
Dr. Andrej Umansky (Universität Köln)

Moderation: Dr. Jörg Morré (Museum Berlin-Karlshorst)

Eröffnung der Ausstellung "Russland 24KARAT"

19.10.2017 19:00 - 19.10.2017 21:00

Ort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst

Zur Ausstellung spricht Dr. Jörg Morré

Musikalische Begleitung: Josua Petersen am Cello 

Porträts auf einem Hintergrund aus Blattgold – es verleiht den Porträts des Fotografen Ralf Grömminger eine Dramaturgie, der sich der Betrachter nicht entziehen kann. Die von der Künstlerin Tilda George aufgetragene, extrem dünne Goldschicht lässt Mimik und Pose der Porträtierten dreidimensional hervortreten, erhöht sie ikonengleich und macht sie gleichzeitig surreal. 26 Abbildungen von Männern und Frauen aus der russischen Kunst-, Kultur und Wissenschaftsszene sind der Mittelpunkt der Arbeit. 

Dauer der Ausstellung: 20. Oktober 2017 - 29. Dezember 2017

Berlin-Brigade der Sowjetarmee

12.10.2017 19:00 - 12.10.2017 21:00

1965 zog die »Berlin-Brigade« in ihre neue Kaserne in der Wuhlheide. Neben der Bewachung der sowjetischen Ehrenmale in Berlin gehörte auch die Bewachung des alliierten Kriegsverbrechergefängnisses in Spandau zu ihrem Aufgabenbereich. Während des Kalten Krieges stand sie zusätzlich als schnelle Eingreiftruppe in Berlin in Bereitschaft. Nach ihrem Abzug 1994 erfolgte der Abriss der Kaserne.

Kommando der Berliner Grenztruppen

28.09.2017 19:00 - 28.09.2017 21:00

Die Grenztruppen waren Teil des DDR-Militärs. Sie hatten jedoch in der Überwachung der DDR-Bevölkerung überwiegend polizeiliche Aufgaben zu erfüllen. Nach dem Mauerbau 1961 übernahm die Stadtkommandantur Berlin die Befehlsgewalt über die Berliner Grenzeinheiten. 1971 folgte ihr das Grenzkommando Mitte, beide mit Sitz in Karlshorst.


In Kooperation mit der Stiftung Berliner Mauer

Flugfeld Karlshorst

29.08.2017 19:00 - 29.08.2017 21:00

Im Sommer 1918, wenige Monate vor dem Ende des Ersten Weltkriegs, nahm der Flugplatz in Karlshorst seinen Betrieb auf. Hier wurden Offiziere zu Luftaufklärern weitergebildet. Nach dem Ersten Weltkrieg nutzte eine Fliegerstaffel der Polizei den Flugplatz weiter. Schließlich musste der Flugplatz aufgrund der Versailler Friedensbestimmungen Anfang 1920 geschlossen werden.

In Kooperation mit den Geschichtsfreunden Karlshorst

Ministerium für Staatssicherheit der DDR – Hauptabteilung VIII

13.07.2017 19:00 - 13.07.2017 21:00

Ende der 1980er Jahre baute das Ministerium für Staatssicherheit das Gelände zwischen Waldow- und Köpenicker Allee zum Sitz der Hauptabteilung VIII aus. Diese war unter anderem für die geheimdienstliche Überwachung und Bekämpfung der alliierten Militärspionage auf dem Gebiet der DDR zuständig. Die enge Zusammenarbeit mit den sowjetischen Geheimdiensten GRU und KGB lag nahe. Oder war sie die unabdingbare Voraussetzung für die Aktivitäten der Staatssicherheit?

In Kooperation mit dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

GRU – Nachrichtendienst der Sowjetarmee

08.06.2017 19:00 - 08.06.2017 21:00

Innerhalb der Sowjetischen Streitkräfte war GRU für die Sicherheit nach innen wie nach außen zuständig. Von der Zwieseler Straße aus wurden die Soldaten der in der DDR stationierten Truppen sehr genau überwacht. Zugleich sicherte GRU die Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland vor der westlichen Militärspionage.

KGB-Zentrale im Kalten Krieg

18.05.2017 19:00 - 18.05.2017 21:00

Von 1963 bis 1992 baute der sowjetische Geheimdienst KGB die ehemalige Pionierschule der Wehrmacht zu seiner größten Auslandsresidenz aus, denn Berlin war der Brennpunkt im Kalten Krieg. In der Zwieseler Straße wurden Geheimdienstaktionen geplant, Doppelagenten angeleitet und Überläufer der Gegenseite empfangen. Natürlich weckten die Vorgänge in Karlshorst das Interesse der westlichen Geheimdienste.

In Kooperation mit dem Berliner Kolleg Kalter Krieg

NKWD-Gefängnis in der Köpenicker Allee

04.04.2017 19:00 - 04.04.2017 21:00

Die sowjetische Geheimpolizei NKWD, fester Bestandteil des sowjetischen Herrschaftsapparates, wählte sich das St. Antonius-Krankenhaus als Residenz. 1945 richtete sie dort ein sowjetisches Untersuchungsgefängnis ein, das bis 1962 bestand. Zu klären ist, inwieweit die Verhaftungs- und Verfolgungspolitik des NKWD der Entnazifizierung Deutschlands oder aber der Verfolgung politisch Andersdenkender diente.

In Kooperation mit der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

»Berliner Kreml« – Sitz der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD)

09.03.2017 19:00 - 09.03.2017 21:00

Unmittelbar nach Kriegsende im Mai 1945 siedelte sich in Karlshorst die sowjetische Besatzungsregierung an. Sie steuerte für die nächsten zehn Jahre die politische und wirtschaftliche Entwicklung im sowjetisch besetzten Teil Deutschlands. Welche Entscheidungen fielen in Karlshorst, welche in Moskau und welchen Einfluss konnte und wollte die kommunistische Regierung der DDR darauf nehmen?

In Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte München – Berlin