Мероприятия

Personen – Daten – Sätze. Digitale Medien und Erinnerung an sowjetische Kriegsgefangene (mit Heike Winkel, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.)

25.01.2022 19:00 - 25.01.2022 19:30

Nach der Unterbrechung im November und Dezember 2021 nehmen wir das Begleitprogramm zur Ausstellung "Dimensionen eines Verbrechens. Sowjetische Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg" wieder auf. Heike Winkel vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. wird einen Vortrag zu folgendem Thema halten: "Personen – Daten – Sätze. Digitale Medien und Erinnerung an sowjetische Kriegsgefangene".

 

Systematische Digitalisierung von Beständen ist heutzutage Standard im Achivwesen. Auch für die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg im Allgemeinen und sowjetische Kriegsgefangene im Besonderen sind elektronische Datenbanken unverzichtbar und allgegenwärtig. Sie tragen Quellenmaterial zusammen, das analog oft schwer zugänglich und unzusammenhängend ist und machen es niederschwellig verfügbar. Dadurch wirken sie wie Katalysatoren der Erinnerung. Viele Menschen können nun relativ leicht bisher unbekannte oder unvollständige Familiengeschichten rekonstruieren. Für Forschende bieten Datenbanken hervorragende Recherchemöglichkeiten durch komplexe Abfragen. Mit Blick auf die jahrzehntelange Marginalisierung der Erinnerungen an sowjetische Gefangene ist dies eine bemerkenswerte Entwicklung.

 

Der Vortrag untersucht virtuelle Archive als Medien der Veränderung von kollektiver und individueller Erinnerung an sowjetische Kriegsgefangene in Russland und Deutschland. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Datenbanken des Projekts „Sowjetische und deutsche Kriegsgefangene“.

 

Begrüßung und Moderation: Jörg Morré (Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst)

 

Bitte melden Sie sich zur Veranstaltung an unter schroeder@museum-karlshorst.de.

Für die Teilnahme gilt die 2G-Plus-Regel (geimpft oder genesen sowie negativ getestet oder mit Booster-Impfung).

 

Foto: Gefangenenkolonne, bei Gschatsk im Gebiet Smolensk, November 1941 (Foto privat: Albert Dieckmann, Museum Berlin-Karlshorst)