„Dieser Krieg, der uns von den Deutschen aufgezwungen wurde …“. Der Überfall auf die Sowjetunion als Vernichtungskrieg
Begleitprogramm zur Sonderausstellung „1941. Juni-Briefe. Ungelesene Feldpost aus Kamjanez-Podilskyj“
Donnerstag, 2. Juli 2026 | 19 Uhr | im Museum Berlin-Karlshorst
Am 30. Juni 1941 schrieb der Rotarmist Philip Worobjow: „Dieser Krieg, der uns von den Deutschen aufgezwungen wurde, führt entweder zu einer schnellen Entscheidung, oder er wird lang werden.“ Der Brief entstand nur wenige Tage nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941. Worobjow berichtete von Kämpfen an der Front, von Bombardierungen und der Unsicherheit der ersten Kriegstage.
Das Schreiben gehört zu einem der Dokumente die in der Ausstellung „1941. Juni-Briefe. Ungelesene Feldpost aus Kamjanez-Podilskyj“ präsentiert werden. Es vermittelt eine unmittelbare Perspektive auf den Beginn eines Krieges, der weit mehr war als eine militärische Auseinandersetzung. Der Angriff auf die Sowjetunion war von Beginn an als ideologisch motivierter Vernichtungs- und Eroberungskrieg geplant und führte zu beispiellosen Verbrechen gegen Kriegsgefangene, die Zivilbevölkerung und die jüdische Bevölkerung in den besetzten Gebieten.
Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung spricht Museumsdirektor Dr. Jörg Morré mit dem Historiker Dr. Christoph Dieckmann über den deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Forschungsergebnisse und unterschiedliche Perspektiven auf die Ereignisse.
Der Eintritt ist frei
Um Anmeldung wird gebeten unter kontakt(at)museum-karlshorst.de
An den Veranstaltungsabenden ist das Museum bis Veranstaltungsbeginn um 19 Uhr geöffnet.
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