Kleidungsstücke vor den Baracken des Konzentrationslagers Majdanek, vermutlich Juli/August 1944
© Museum Berlin-Karlshorst | Foto: Georgy Lipskerov

Vortrag und Diskussion:

Majdanek 1944. Die erste KZ-Gedenkstätte

Eine Veranstaltung in der Reihe Geschichte im Konflikt

Mittwoch, 17. Juli 2024, um 19 Uhr im Museum Berlin-Karlshorst

mit Wiesław Wysok (stellvertretender Direktor des Staatlichen Museums Majdanek)
und Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt (Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg)

Am 22. Juli 1944 verließen das deutsche Lagerpersonal und der letzte Evakuierungstransport mit über 1.000 Häftlingen das Konzentrations- und Vernichtungslager Lublin-Majdanek. Damit wurde Majdanek als erstes großes NS-Lager aufgelöst. Nach dem Eintreffen der Roten Armee und polnischer Militäreinheiten wurden schockierende Beweise der von den Deutschen begangenen Verbrechen entdeckt: Asche, Knochen, menschliche Überreste und die Leichen der fast 80.000 ermordeten oder verstorbenen Häftlinge, vorwiegend Juden und Polen. Die tragische Dimension des Ortes wurde darüber hinaus durch die erhalten gebliebenen Spuren der Verbrechen deutlich: Gaskammern, Krematorien, Häftlingsbaracken und Hunderttausende von Schuhen. Ende Juli kamen zahlreiche Einwohner aus Lublin und Angehörige der Ermordeten nach Majdanek, um der Opfer zu gedenken. Knapp einen Monat nach der Auflösung des Lagers entstand die Initiative zur Gründung eines Museums. Majdanek wurde damit zur weltweit ersten KZ-Gedenkstätte, die ihre Arbeit im Herbst 1944 aufnahm.

In der Veranstaltung soll es neben den historischen Ereignissen um das Erinnern und das Gedenken an die Opfer gehen. Der 22. Juli ist der offizielle Gedenktag. In diesem Jahr wird der 80. Jahrestag der Auflösung des Lagers und der 80. Jahrestag der Gründung der Gedenkstätte begangen.

Der Eintritt ist frei.

Um Anmeldung wird gebeten unter kontakt(at)museum-karlshorst.de

Am Veranstaltungsabend ist das Museum bis Veranstaltungsbeginn um 19 Uhr geöffnet.