Vielstimmigkeit in Grenzregionen: Bukowina

in der Veranstaltungsreihe „Geschichte(n) schreiben: Der Zweite Weltkrieg in Literatur und Wissenschaft“

in Kooperation mit dem ZOiS Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien

Donnerstag, 16. April 2026 | 19 Uhr | im Museum Berlin-Karlshorst

 

Im Roman Tango in Czernowitz richtet Oleg Serebrian den Blick auf die ukrainisch-rumänische Grenzregion der nördlichen Bukowina, die von kultureller Vielfalt, wechselnden Staatsangehörigkeiten und einschneidenden politischen Umbrüchen geprägt ist. Infolge des Hitler-Stalin-Pakts von der Sowjetunion annektiert, war sie während des Krieges wieder in rumänischer Hand, ab 1944 erneut in die Ukrainische Sowjetrepublik inkorporiert und heute eine ukrainische Stadt.

Ausgehend vom Roman wollen wir im Rahmen der Veranstaltung über Vielstimmigkeit in Grenzregionen ins Gespräch kommen: über das Nebeneinander unterschiedlicher Erfahrungen, über Verlust und Zugehörigkeit sowie darüber, wie Literatur komplexe historische Räume jenseits eindeutiger nationaler Erzählungen erfahrbar macht.

Mit:
Oleg Serebrian, Autor von „Tango in Czernowitz“ und Botschafter der Republik Moldau in Ankara
Jana Osterkamp, Leiterin des Bukowina-Instituts an der Universität Augsburg
Moderation: Christoph Meißner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Museum Berlin-Karlshorst

Um Anmeldung wird gebeten unter kontakt(at)museum-karlshorst.de.

Der Eintritt ist frei.