Bundeskanzler Helmut Kohl und der russische Präsident Boris Jelzin während des offiziellen Verabschiedungszeremoniells der Westgruppe der Truppen, 31.8.1994 Treptower Park
© Museum Berlin-Karlshorst | Foto: Detlev Steinberg

Vortrag und Podiumsdiskussion:

Von der Hoffnung auf ewigen Frieden mit Russland. Der russische Truppenabzug 1990–1994

im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung Die letzte Parade. 30 Jahre Abzug der russischen Truppen aus Berlin

Dienstag, 23. Juli 2024, 19 Uhr im Museum Berlin-Karlshorst

mit Dr. Tim Geiger (Institut für Zeitgeschichte, Abt. Auswärtiges Amt),

Dr. Hans-Jürgen Misselwitz (Parlamentarischer Staatssekretär im Außenministerium und Leiter der DDR-Delegation bei den Zwei-plus-Vier-Verhandlungen)

und N.N.

Die Entspannungspolitik seit den 1970er Jahren, Reformbemühungen innerhalb der Sowjetunion und schließlich deren Zerfall zu Beginn der 1990er Jahre gingen dem Ende des Kalten Kriegs voraus. Neben Deutschland verließen die sowjetischen/ab 1992 russischen Soldaten auch Polen, die Tschechoslowakei und Ungarn. Die Abzüge dieser schwer bewaffneten sowjetischen Kampfverbände schufen in Europa eine Illusion des Friedens. Es verbreitete sich die Hoffnung auf eine europäische Sicherheitsarchitektur, die auf Gewaltfreiheit und Abrüstung basieren und zukünftig zwischenstaatliche Konflikte in Europa gemeinsam lösen und Krieg aus dem Werkzeugkasten der Politik verbannen sollte. Dreißig Jahre später, angesichts des vollumfänglichen Angriffs Russlands auf sein Nachbarland Ukraine kommen Fragen auf, was damals womöglich übersehen wurde. In der Podiumsdiskussion werden wir den Fragen nach Hoffnungen und Enttäuschungen, Illusionen und Realitäten aus einer deutschen Perspektive nachgehen.

Der Eintritt ist frei.

Um Anmeldung wird gebeten unter kontakt(at)museum-karlshorst.de

Am Veranstaltungsabend ist das Museum bis Veranstaltungsbeginn um 19 Uhr geöffnet.