Aktuelles

Ausstellung im Berliner DDR-Museum verlängert

10. Mai 2024

Die Ausstellung Kleiner Bruder – großer Bruder. Die DDR und die Sowjetunion im DDR-Museum, die gemeinsam mit dem Museum Berlin-Karlshorst erarbeitet wurde, ist noch bis zum 15. Juli 2024 zu sehen.

Am Mi, den 5. Juni 2024, um 18 Uhr findet die letzte Begleitveranstaltung statt: Der lange Schatten Stalins. Die sowjetischen Ehrenmale in Berlin und die demokratische Gesellschaft

8. Mai 2024 – Programm zum 79. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa

11. April 2024

Das Museum gestaltet alljährlich zum 8. Mai ein besonderes Programm. Sie sind eingeladen zu einem Lesecafé mit historischen Zeitungen und zu einer besonderen Filmschau. Es finden Führungen statt uvm. Der Tag endet mit einem Abendvortrag zum Thema Kein Ende des Ukrainekrieges? Erfahrungen aus Kriegsenden der Vergangenheit. ZUR PROGRAMMÜBERSICHT

Ausstellung „Riss durch Europa. Die Folgen des Hitler-Stalin-Pakts“ eröffnet in Düsseldorf

22. März 2024

Am 11. April 2024 um 18 Uhr eröffnet im Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf die Ausstellung Riss durch Europa. Die Folgen des Hitler-Stalin-Pakts.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und dem Museum Berlin-Karlshorst. Sie bringt die historischen Ereignisse und Prozesse in Ostmitteleuropa zwischen dem 23. August 1939, der Unterzeichnung des Paktes, und dem 22. Juni 1941, dem Beginn des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion, sowie deren Erinnerung einem breiten Publikum näher. Zudem ermöglicht sie der Öffentlichkeit den Zugang zu den geschichtspolitischen Debatten über den Zweiten Weltkrieg, die gerade durch den völkerrechtswidrigen Überfall Russlands auf die Ukraine an neuer Intensität gewonnen haben.

Riss durch Europa ist eine Wanderausstellung, die anlässlich des 85. Jahrestags der Unterzeichnung des Paktes ab dem 23. August 2024 im Museum Berlin-Karlshorst gezeigt werden wird.

Weitere Informationen unter: https://www.g-h-h.de/ausstellung/riss-durch-europa

Unerwünscht. Die DGO (Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde) und das Museum Berlin-Karlshorst

21. März 2024

Am 14. Februar 2024 erklärte die russische Regierung die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO) zur „unerwünschten Organisation“. Damit sind zukünftig alle mit Strafen bedroht, die in Kontakt mit der DGO treten. Das betrifft das Museum Berlin-Karlshorst, das Mitglied der DGO ist, in mehrfacher Weise. Seitdem wir vor über 30 Jahren begannen, mit russischen, belarussischen und ukrainischen Institutionen zusammenzuarbeiten, waren die Arbeit der DGO, ihre Forschungen und Analysen immer eine wichtige Basis für die Museumarbeit, und sie werden es auch zukünftig bleiben. Das nun faktisch ausgesprochene Kontaktverbot mit der DGO wird vermutlich keine direkt spürbaren Folgen für das Museum, seine Mitarbeiter:innen sowie einen Teil der Mitglieder des Trägervereins des Museums haben, soweit diese sich auf deutschem Hoheitsgebiet befinden. Für die russischen Mitglieder des Trägervereins trifft dies aber nicht zu. Sie sind nunmehr mittelbar mit Sanktionen bedroht. Im Konkreten betrifft das: das Außen-, Verteidigungs- sowie Kulturministerium der Russischen Föderation, das Staatliche Historische Museum, das Zentrale Museum der Streitkräfte und das Museum des Sieges in Moskau.

Mit ihrer Erklärung setzt die russische Regierung ihren Weg fort, den über Jahrzehnte gewachsenen Austausch über Geschichte, Kultur und Gesellschaft zwischen Deutschland und Russland aufzukündigen. Dass sie dabei offensichtlich in eine Sackgasse gerät, zeigt das Beispiel unseres Museums.

Das Museum Berlin-Karlshorst erklärt sich mit der DGO und allen anderen als „unerwünscht“ eingestuften Organisationen und als „ausländische Agenten“ gebrandmarkten Personen solidarisch.

ZUR PRESSEINFORMATION

Erklärung zum zweiten Jahrestag – Was bedeutet der vollumfängliche russische Angriffskrieg gegen die Ukraine für die Arbeit des Museums Berlin-Karlshorst?

23. Februar 2024

Seit dem 24. Februar 2022 wird vor dem Museum nur noch die ukrainische Fahne aufgezogen, nicht wie zuvor die belarusische, deutsche, russische und ukrainische. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Mitarbeiter:innen des Museums den Angriffskrieg der Russischen Föderation gegen die Ukraine unverändert auf das Schärfste verurteilen.

Das Museum fühlt mit allen Menschen in der Ukraine, die unter dem russischen Angriffskrieg leiden. Seit März 2022 ist das Museum Mitglied des „Hilfsnetzwerks für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine“. Dieses bei KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. angebundene Netzwerk hilft Überlebenden der deutschen Besatzungsherrschaft 1941–1944, die heute Opfer des russischen Angriffskriegs in der Ukraine sind.

Das Museum Berlin-Karlshorst tritt seit 30 Jahren für eine differenzierte Betrachtung der Geschichte des Zweiten Weltkriegs ein. Dabei befasste es sich immer auch mit den Formen von Erinnerung, nationalen Erinnerungsnarrativen sowie der Instrumentalisierung von Geschichte für politische Zwecke. Gegenwärtig missbraucht die russische Regierung die Geschichte des Zweiten Weltkriegs für ihre Kriegspropaganda. Das Museum spricht sich strikt gegen eine solche Vereinnahmung aus. Es setzt sich in seiner Arbeit für einen unvoreingenommenen Austausch über unterschiedliche Betrachtungen von Geschichte und Erinnerungen ein. Dazu startete im letzten Jahr die international angelegte Diskussionsreihe „Geschichte im Konflikt“, die 2024 fortgesetzt wird.

Die Russische Föderation und die Republik Belarus kriminalisieren Aussagen zu historischen Fakten und Interpretationen, wenn sie von den staatlich vorgegebenen Deutungen abweichen. Das zerstört den Gründungskonsens der vor 30 Jahren begonnenen Zusammenarbeit. Für die Museumsarbeit ist es jedoch unerlässlich, die unterschiedlichen Perspektiven auf die Vergangenheit in einer offenen und freiheitlich-demokratischen Atmosphäre zu diskutieren. Daher vertieft das Museum den Austausch mit Kolleg:innen, die ihre Arbeit im Exil fortsetzen. Mit Sorge muss dabei beobachtet werden, dass selbst diese Räume freier Forschungen in Deutschland von Russland aus bedroht werden.

Der Dialog mit russischen und belarusischen Museen ist unterbrochen. So sehr eine Fortsetzung dieses Dialogs in der Zukunft wünschenswert ist, so ist er unter den gegebenen politischen Bedingungen nicht möglich. Zu ukrainischen Museen und Archiven hingegen bestehen Kontakte, die zukünftig von Bedeutung sein werden. Trotzdem bleiben die russische wie auch die belarusische Perspektive auf die Geschichte des Zweiten Weltkriegs wichtige Bezugspunkte in der Museumsarbeit. Gleichermaßen wird es in Zukunft wichtig sein, weiterhin die bestehenden Kontakte zu Institutionen in Ostmitteleuropa, sowie in den kaukasischen und zentralasiatischen Ländern in die Arbeit des Museums einzubeziehen. PDF ZUM DOWNLOAD DEU, ENG, RUS, UKR, BLR

Fortsetzung der internationalen Veranstaltungsreihe „Geschichte im Konflikt“

18. Januar 2024

Foto: Zerstörter Bahnhof von Kaunas, Litauen, vermutlich August 1944 © Museum Berlin-Karlshorst | Iwan Schagin

Unter dem Titel „Geschichte im Konflikt. 1944 – EIn Jahr zwischen den Fronten“ setzt das Museum die erfolgreiche Veranstaltungsreihe im Jahr 2024 fort.

Von Januar bis Juli 2024 möchten wir in sechs Veranstaltungen anhand verschiedener Orte auf das Jahr 1944 schauen – internationale Gäste werden auf die historischen Zusammenhänge sowie auf die Veränderungen und Konflikte in der Erinnerung eingehen. MEHR ERFAHREN

Ausstellung zu 75 Jahre Luftbrücke eröffnet

29. Juni 2023

Am 28. Juni 2023 eröffnete am Flughafen Tempelhof die Open-Air-Ausstellung Blockierte Sieger – Geteiltes Berlin. 75 Jahre Luftbrücke – eine gemeinsame Ausstellung des Museums Berlin-Karlshorst, des Militärhistorischen Museums Flugplatz Berlin-Gatow und des AlliiertenMuseums. MEHR ERFAHREN

Statement des Museums Berlin-Karlshorst zum andauernden Krieg gegen die Ukraine

21. Februar 2023

„Die Russische Föderation hat vor einem Jahr ihren völkerrechtswidrigen Krieg gegen die souveräne Ukraine auf das ganze Land ausgeweitet. Wir verurteilen diesen Krieg unverändert auf das Schärfste. Wir solidarisieren uns mit der ukrainischen Bevölkerung. Unser Mitgefühl gilt den Opfern von Krieg und russischen Verbrechen. Unsere Solidarität gilt allen, die sich überall auf der Welt gegen diesen Krieg engagieren. Wir geben unser Möglichstes, um auf verschiedenen Ebenen Unterstützung zu leisten. …“ MEHR ERFAHREN

Neuer Podcast: Wer erzählt Geschichte zum Zweiten Weltkrieg?

10. Januar 2023

Coverbild zum Podcast

Die Themen des Museums sind komplex und von extremer Gewalt geprägt. Wie können sich Lehrkräfte auf einen Besuch im Museum Berlin-Karlshorst vorbereiten? Dazu sprechen Muirgen Gourgues und Arkadi Miller, beide Mitarbeiter:innen im Bereich Bildung am Museum Berlin-Karlshorst, in sechs Folgen mit Historiker:innen und Expert:innen für Geschichtsdidaktik. MEHR ERFAHREN

Projekt zur Archivgutsicherung in der Ukraine

27. September 2022

Das Museum Berlin-Karlshorst unterstützt Museen und Archive in der Ukraine und nutzt dabei seine jahrelange Erfahrung in der Zusammenarbeit mit ukrainischen Partnern.

Das Museum Berlin-Karlshorst ist seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine in verschiedenen Hilfsprogrammen aktiv. Es trägt mehrere dieser Projekte maßgeblich mit und nutzt dabei seine umfassenden Erfahrungen im Aufbau von Kontakten und Netzwerken. Der langjährige Austausch mit Partnern in der Ukraine ermöglicht in der aktuellen Kriegssituation eine prompte und unbürokratische Hilfe auf Augenhöhe. MEHR ERFAHREN

Hilfsnetzwerk für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine

23. März 2022

Auf Initiative des Vereins KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. haben sich rund 30 Gedenkstätten und Erinnerungsorte zusammengetan, um in dem gegenwärtigen Krieg in der Ukraine Opfer nationalsozialistischer Verfolgung zu unterstützen, mit denen die Initiativen in ihrer Arbeit seit Langem eng verbunden sind. Das Museum Berlin-Karlshorst ist Teil dieses Hilfsnetzwerkes. Durch Spenden soll Zeitzeug:innen und falls nötig auch Kolleg:innen in den Gedenkstätten in der Ukraine an ihren Heimatorten oder aber im Falle der Flucht auch in Deutschland geholfen werden. Wenn Sie uns darin unterstützen wollen, spenden Sie bitte auf folgendes Konto:

Spendenkonto bei der Berliner Volksbank
Empfänger: Kontakte-Kontakty
IBAN: DE59 1009 0000 2888 9620 02
BIC: BEVODEBB

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