Veranstaltungen

»Wendepunkt Stalingrad«

21.11.2017 19:00 - 21.11.2017 21:00

Ort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst

Podiumsgespräch im Rahmen der Reihe STALINGRAD REFLEXE (Flyer)

In der Wahrnehmung der Schlacht von Stalingrad klaffen Expertenwissen und öffentliche Wahrnehmung auseinander. Damals wie heute wussten Militärexperten, dass sich die Wehrmacht ab 1942 in einem Stellungskrieg befand, der von ihr kaum zu gewinnen war. In der deutschen Bevölkerung aber kam erst mit der verlorenen Schlacht von Stalingrad ein Gefühl von Niederlage auf. Und selbst das konnte noch lange Zeit verdrängt werden. Umgekehrt schöpfte die sowjetische Bevölkerung mit dem Sieg der Roten Armee an der Wolga erstmals Hoffnung. Sehr schnell wurde auf beiden Seiten der Begriff von der „Entscheidungsschlacht“ geprägt. Es ist bis heute eine populäre Vorstellung, der Krieg gegen die Sowjetunion habe erst durch die Niederlage der Wehrmacht in Stalingrad eine andere Wendung erhalten.

Es diskutieren:
Prof. Dr. Sönke Neitzel (Universität Potsdam)
Prof. Dr. Roman Boldyrev (Universität Archangelsk)

Moderation: Dr. Uwe Neumärker (Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas)

»Erinnerung an Stalingrad«

08.02.2018 19:00 - 08.02.2018 21:00

Ort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst

Podiumsgespräch im Rahmen der Reihe STALINGRAD REFLEXE (Flyer)

Das heutige Wolgograd ist ein wichtiger Erinnerungsort für die deutsche Gesellschaft, ebenso wie für die sowjetische und die aus ihr hervorgegangenen Gesellschaften. Die Memorialisierung der Schlacht um Stalingrad ist vielfältig und durch die jeweilige Erinnerungs- und Gedenkkultur eines Landes geprägt. Sobald der 75. Jahrestag von „Stalingrad“ hinter uns liegen wird, wollen wir mit deutschen und russischen Akteuren der Erinnerungskultur über die Memorialisierung des Ereignisses reden. Dabei soll es um das Zuhören und Nachfragen, das Hinterfragen und möglichweise auch das Unverständnis gehen, wenn man den Blick auf die Formen des Gedenkens des Anderen richtet.

Es diskutieren:
Anton Artamonov (Panorama-Museum »Die Stalingrader Schlacht«, Wolgograd)
ASF-Freiwillige aus Deutschland
Zuständige für Städtepartnerschaft aus den Stadtverwaltungen in Köln und Wolgograd mit Beispielprojekten von Jugendlichen zur Erinnerungskultur
Torsten Dietrich (Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr)

Moderation: Dr. Jörg Morré (Museum Berlin-Karlshorst)