Die ersten Eindrücke von der Vergangenheit werden durch die Schulbildung und die Geschichtsbücher geprägt. Schulbücher vermitteln das Wissen, das die jeweilige Gesellschaft an die nächste Generation weitergeben möchte. Staaten benutzen sie als Instrument für staatsbürgerliche Erziehung, indem sie Narrative konstruieren, die Identitäten fördern, den sozialen Zusammenhalt stärken oder sogar Herrschaft legitimieren. Geschichtsbücher vermitteln den Geist ihrer Zeit und sind Ausdruck der Kultur, in der sie geschrieben werden.

Die Ausstellung „Different Wars“ zeigt die Unterschiede in den Narrativen und der Wahrnehmung der Geschichte des Zweiten Weltkriegs in aktuellen Geschichtsbüchern weiterführender Schulen Tschechiens, Deutschlands, Italiens, Polens, Litauens und Russlands. Der Zweite Weltkrieg bleibt eines der schmerzlichsten und konfliktreichsten Kapitel in der Erinnerung der europäischen Nationen. In länderspezifisch und thematisch angeordneten Tafeln werden wesentliche Aspekte der Erinnerung präsentiert. Die Besucher haben die Möglichkeit, durch die Seiten der Geschichte zu gehen, und Themen und Lehrmethoden der Geschichtsbücher in den unterschiedlichen Ländern kennenzulernen.

Das Museum Berlin-Karlshorst zeigt diese Ausstellung des EU-Russland Zivilgesellschaftsforums und seiner Partner und lädt in diesem Zusammenhang zu einer Reihe  von Begleitveranstaltungen ein. Diese Einladung richtet sich ausdrücklich auch an SchülerInnen, LehrerInnen und Studierende.