Veranstaltungen

Buchpräsentation Kampf um die Brester Festung 1941

22.06.2021 19:00 - 22.06.2021 21:00

Achtung!! Veranstaltungsort: Topographie des Terrors (Niederkirchnerstr. 8 / Berlin)

Hybrid-Veranstaltung, hier finden Sie die Anmeldeformalitäten.

Am 22. Juni 1941 begann der deutsche Überfall auf die Sowjetunion. Bereits am ersten Tag wurde die Stadt Brest besetzt. In seinem 2021 publizierten Buch beschreibt Christian Ganzer die Kämpfe um die Stadt und geht dem Narrativ von der „heldenhaften Verteidigung der Brester Festung" nach, die in der Sowjetunion zu den zentralen Staatsmythen gehörte und Brest zu den wichtigsten Erinnerungsorten werden ließ. Ein Schwerpunkt der Studie liegt auf der Frage, wie die Wehrmacht mit den bei den Kämpfen in deutsche Gefangenschaft geratenen Soldaten und Kommandeuren der Roten Armee umging. Auch die monumentale Gedenkstätte ,,Brester Heldenfestung“ mit ihren Museen wird in den Blick genommen.

JUNI-BRIEFE – Ungelesene Feldpost

29.06.2021 19:00 - 04.07.2021 16:00

Eine Veranstaltung anlässlich des 80. Jahrestags des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion in Kooperation mit vajswerk – recherche theater berlin.

Vorstellungstermine:
29. und 30. Juni – 19 Uhr und 3. und 4. Juli – 16 Uhr im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst

Es gibt diese Briefe, aus dem Sommer 1941. Es ist Krieg, und Boris, Pawel, Anton, Mali, Jejda und Elena schreiben an ihre Eltern, ihre Kinder, ihre Freundinnen, ihre Frau. Sie schreiben Briefe und wissen nicht, ob diese ihr Ziel erreichen, ob die Adressaten noch leben, ob sie selbst noch leben, wenn ihr Brief gelesen wird. Sie schreiben verzweifelte Briefe, Mut machende Briefe, Liebesbriefe, Abschiedsbriefe.

Diese Briefe gelangten in die Post in Kamenez-Podolsk und gingen kriegsbedingt nicht mehr heraus. Am 22. Juni 1941 hatte Deutschland die Sowjetunion überfallen, am 9. Juli wurde die west-ukrainische Grenzstadt besetzt. 1.215 ungelesene Briefe kamen als Beutegut ins Deutsche Reich und kehrten erst 2010 in die Ukraine zurück. Das Nationalmuseum für Geschichte in Kiev forschte nach diesen Briefen – ihren Absendern und Empfängern – und machte daraus eine Ausstellung, die in deutscher Fassung im Sommer 2016 im Deutsch-Russischen Museum zu sehen war.

Jetzt im Sommer 2021, 80 Jahre nach dem Überfall, sprechen draußen, im Garten auf der Terrasse, drei Schauspieler:innen diese sachlichen, aufgewühlten, persönlichen und herzzerreißende Worte; ein Cellist begleitet sie: Laura Mitzkus, Charles Toulouse, Manolo Palma; Anton Peys.

Im Anschluss an die vier Vorstellungen steht das Ensemble mit Historiker:innen des Museums zum Publikumsgespräch bereit.

Der Eintritt ist frei. Die Platzanzahl ist begrenzt. Eine persönliche Anmeldung ist unbedingt erforderlich: empfang(at)museum-karlshorst.de