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Der Abzug der sowjetischen Truppen aus Ostmitteleuropa. Nationale Perspektiven im Vergleich

13.10.2022 19:00 - 13.10.2022 20:30

Podiumsdiskussion zur gleichnamigen Publikation mit Christoph Meißner (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), Dr. Sophie Momzikoff-Markoff (Sorbonne Université Paris), Dr. Jörg Morré (Museum Berlin-Karlshorst) und Prof. Dr. Hans-Henning Schröder

 

Der Rückzug der sowjetischen/russischen Truppen Anfang der 1990er Jahre ist ein bisher weitgehend vernachlässigter Aspekt des Endes des Kalten Kriegs. In der Podiumsdiskussion wird der Abzug aus Deutschland, den ostmitteleuropäischen Ländern und den ehemaligen Sowjetrepubliken vor dem Hintergrund der länderspezifischen Bedingungen beleuchtet. Diese historischen Umstände prägen bis heute die Diskussionen um eine Sicherheitsarchitektur in Europa, die mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine aktuell eine hohe Relevanz hat.

 

Eintritt frei. Für die Teilnahme melden Sie sich bitte an unter kontakt(at)museum-karlshorst.de

 

Abbildung: Sammelband "The Withdrawal of Soviet Forces from East Central Europe", erschienen im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht

Waldlager der Roten Armee

15.11.2022 19:00 - 15.11.2022 20:30

Podiumsdiskussion und Buchvorstellung mit den Herausgeber:innen Dr. Thomas Kersting (Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum), Christoph Meißner (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) und Dr. Elke Scherstjanoi

 

Bei Kriegsende 1945 lagerten kurzzeitig bis zu einer Million Rotarmisten in den Wäldern Brandenburgs. Ihre Waldlager wurden 2014 erstmals durch das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege archäologisch untersucht. Die Herausgeber:innen des daraus hervorgegangenen Sammelbandes diskutieren die neuesten Erkenntnisse.

 

Eintritt frei. Für die Teilnahme melden Sie sich bitte an unter kontakt(at)museum-karlshorst.de

 

Abbildung: Ein Waldlager der Roten Armee (Foto: Privatbesitz Mario Lippert) 

Unterwegs in der Sowjetunion. Fotoreportagen des DDR-Auslandskorrespondenten Detlev Steinberg

08.12.2022 19:00 - 08.12.2022 20:30

Ausstellungseröffnung mit der Kuratorin Margot Blank (Museum Berlin-Karlshorst)

 

Für die Auslandsillustrierte Freie Welt war Detlev Steinberg von 1977 bis 1982 als der einzige DDR-Fotokorrespondent in Moskau akkreditiert. Ausgiebig bereiste er die Sowjetunion und lieferte die Bilder für unzählige Reportagen. Die Ausstellung zeigt Beispiele aus der vielfältigen Arbeit des Fotografen. Neben seinem offiziellen Auftrag blieb ihm auch Raum persönlichen Interessensschwerpunkten nachzugehen: Staatsbesuche der DDR-Führung, die Olympia-Vorbereitungen in Moskau, das Leben von Sowjetdeutschen in der Region Altai, der Bau der Baikal-Armur-Magistrale in Sibirien, das Erdbeben in Armenien 1988, das Gedenken an den Zweiten Weltkrieg in Wolgograd oder auch die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl.

 

Eintritt frei. Für die Teilnahme melden Sie sich bitte an unter kontakt(at)museum-karlshorst.de

 

Abbildung: Tschernobyl im Frühjahr 1986, Foto: Detlev Steinberg

Die Blockade Leningrad in den Selbstzeugnissen der Familie Mojshes

17.01.2023 19:00 - 17.01.2023 20:30

Vortrag zum neu erschienenen Museumsheft mit den Herausgeberinnen Dr. Katja Makhotina (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) und Margot Blank (Museum Berlin-Karlshorst)

 

Im Mittelpunkt des Museumsheftes stehen die kommentierten biographischen Aufzeichnungen der Familie Mojshes. Der Vater Lazar Mojshes verhungert in der eingeschlossenen Stadt. Seine Tochter Ana wird mit einem Kindertransport evakuiert und überlebt die Zeit der Blockade in Tatarstan. Nach dem Krieg berichtet sie über ihre Erlebnisse. Sie gilt als Begründerin des Jugendjournalismus und prägte maßgeblich die Erinnerung an die Evakuierung der Leningrader Kinder.

 

Eintritt frei. Für die Teilnahme melden Sie sich bitte an unter kontakt(at)museum-karlshorst.de

 

Abbildung: Gemüseanbau in der Gogolstraße, Leningrad 1941/1944, Foto: Nikolaj Chandogin