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Wassili Grossmans „Stalingrad“ (wieder) lesen. Geschichte, Übersetzung und Rezeption eines Jahrhundertromans

02.02.2023 19:00 - 02.02.2023 20:30

Gespräch und Lesung mit Christiane Körner (Frankfurt/Main), Dr. Matthias Schwartz (Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin) und Dr. Heike Winkel (Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge)

 

Am 2. Februar 1943 endete die Schlacht um Stalingrad mit der Niederlage der 6. Armee und ihrer Verbündeten. Den 80. Jahrestag dieses historischen Ereignisses nimmt das Museum Berlin-Karlshorst zum Anlass, sich mit dem Roman „Stalingrad“ von Wassili Grossman zu befassen. Bereits als Kriegsreporter hatte Grossman von der Schlacht berichtet, nach dem Krieg entstand das umfangreiche Prosawerk auf Grundlage seiner Erfahrungen.

 

Die Übersetzerin Christiane Körner rekonstruiert gemeinsam mit den Slawist:innen Matthias Schwartz und Heike Winkel die schwierige Entstehungsgeschichte und Überlieferung des Textes. Ihre gemeinsam mit Maria Rajer und Andreas Weihe erarbeitete, 2021 im Classsen-Verlag erschienene Übersetzung bildet die Grundlage für ein Gespräch über Grossmans literarische Darstellung des deutsch-sowjetischen Krieges jenseits der ideologischen Zwänge des Sozialistischen Realismus.

 

Die sowjetische Rezeption des Romans wird ebenso im Fokus stehen wie die Frage, wie wir Grossmans Werk heute lesen, achtzig Jahre nach den historischen Ereignissen und vor dem Hintergrund des aktuellen Krieges. Christiane Körner wird Einblicke in die Herausforderungen der Übersetzung des Epos geben und ausgewählte Passagen lesen.

 

Eintritt frei. Für die Teilnahme melden Sie sich bitte an unter kontakt(at)museum-karlshorst.de

 

Foto: Themenraum zum Kriegsverlauf des Deutsch-Sowjetischen Krieges 1941-1945 in der Dauerausstellung des Museums (Thomas Bruns, Museum Berlin-Karlshorst)

Korrespondententätigkeit von west- und ostdeutschen Journalist:innen in der Sowjetunion und der Russischen Föderation

16.02.2023 19:00 - 16.02.2023 20:30

Podiumsdiskussion mit Sonia Mikich (Journalistin), PD Dr. Kirsten Bönker (Akademische Oberrätin, Universität zu Köln) und Dr. Christian Neef (Journalist)
Moderation: Margot Blank (Museum Berlin-Karlshorst)

 

Begleitend zur Sonderausstellung „Unterwegs in der Sowjetunion. Der neugierige Blick des DDR-Fotokorrespondenten Detlev Steinberg“ diskutieren Journalist:innen und Expert:innen. Sie beleuchten die Arbeitsbedingungen, Grenzen und Chancen von Auslandskorrespondent:innen aus beiden deutschen Staaten, die in Moskau akkreditiert waren.

 

Die Journalistin Sonia Seymour Mikich ist ehemalige Chefredakteurin des Westdeutschen Rundfunks und war von 1992 bis 1998 als Korrespondentin in Moskau tätig.  PD Dr. Kirsten Bönker lehrt an der Universität zu Köln am Historischen Institut in der Abteilung für Osteuropäische Geschichte. Eines ihrer aktuellen Forschungsprojekte thematisiert die Tätigkeit von westlichen Korrespondenten in Moskau von 1945 bis 1991.  Dr. Christian Neef war von 1983 an Auslandskorrespondent für den DDR-Rundfunk in Moskau. Ab 1991 arbeitete er von dort aus für den Spiegel. Als Sachbuchautor gilt er als Experte für die Politik und Geschichte Russlands.

 

Eintritt frei. Für die Teilnahme melden Sie sich bitte an unter kontakt(at)museum-karlshorst.de

 

Foto: Interview mit den Puhdys auf der Gorkij-Straße (heute Twerskaja-Straße) in Moskau, Juni 1979